Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Mit vier Jahren begann er in China Kung Fu zu trainieren, mit fünfzehn trat er als Sami in einen Shaolin Tempel in China ein und reiste mit einer der Shaolin Gruppen um die halbe Welt. Heute ist Shi Yan Liang Leiter des in Österreich einzig autorisierten Shaolin Tempels. ORF-Redakteurin Gundi Lamprecht hat ihn getroffen und mit ihm über seinen Glauben, seine Heimat und Disziplin gesprochen.
"kreuz & quer plus": "Iconic 2.0: 9/11" erzählt die Geschichte hinter zehn ikonischen Fotografien aus den Religionen der Welt. Diese Bilder halten nicht nur einzigartige Augenblicke fest. Sie markieren Wendepunkte der modernen Religionsgeschichte.
Volksgruppengesetz: Großer Wurf oder kleiner Sprung?
50 Jahre nach dem Volksgruppengesetz von 1976 hat der Nationalrat am Jubiläumstag, dem 7. Juli eine Novelle beschlossen. Damit werden künftig alle sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich verfassungsrechtlich abgesichert und ausdrücklich namentlich genannt. Das war bisher nicht der Fall. Die Regierung erwartet sich dadurch mehr Sichtbarkeit und Anerkennung. Doch was kann die Novelle tatsächlich für die Volksgruppen und ihren Alltag bedeuten? Ein Bericht von Isabelle Reitbauer.
Porträt: Wer war Ceija Stojka?
Sie war Romni, Aktivistin, Malerin, Autorin und Musikerin - und eine Pionierin: Ceija Stojka war die Erste, die mit viel Mut das Schweigen gebrochen und sich mit viel Willensstärke für die Aufarbeitung des Völkermords an den Romnja und Roma im Zweiten Weltkrieg eingesetzt hat. Was die Zeitzeugin einst begonnen hat, führt ihre Schwiegertochter Nuna Stojka weiter und hält damit nicht nur die Erinnerung wach. Ein Porträt von Mona Bruckberger.
Lemken: Kleine Minderheit in Polen
Der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit haben auch die Volksgruppe der Lemken in Polen stark verändert: Die russinische Volksgruppe wurde 1947 aus ihrem traditionellen Siedlungsgebiet im Südosten Polens zwangsumgesiedelt. Heute leben Schätzungen zufolge bis zu 60.000 Lemkinnen und Lemken in Polen und die Volksgruppe erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Immer mehr junge Menschen entdecken ihre Musik, Sprache und Geschichte neu. Ein Bericht von Martin Hanni.
Wie sagt man…?
In der Serie "Wie sagt man ...?" treffen einander sechs junge Menschen aus den sechs autochthonen Volksgruppen Österreichs und sind für den ORF gewissermaßen als lebende Wörterbücher, die sich miteinander austauschen, im Einsatz. Dieses Mal geht es um Zahlen. Ein Beitrag von Samuel Mago.
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
Nach dem Sommergespräch mit FPÖ-Chef Herbert Kickl ist vor den ORF-III-Sommer gesprächen. Was macht die FPÖ in den Umfragen so erfolgreich? Wie regierungsfähig ist die FPÖ unter Parteichef Herbert Kickl und mit welchen Parteien wäre eine Zusammenarbeit überhaupt denkbar? Mit welcher Strategie geht die FPÖ in die wichtigen Landtagswahlen in Oberösterreich und Tirol im nächsten Jahr? Darüber diskutieren in den Sommer gesprächen bei ORF-III-Chefredakteurin Lou Lorenz-Dittlbacher: Hubert Gorbach (ehem. Vizekanzler, FPÖ), Holger Bonin , Meret Baumann und Michael Schottenberg (Autor, Regisseur).
Die Wandersaison hat begonnen, und Harry Prünster macht sich wieder auf um neue Hütten und Wanderwege in Österreich vorzustellen. Den Anfang macht das Lavanttal in Kärnten. Von der Saualpe macht sich Harry zur Stiftshütte am Brandl auf. Diese Hütte gehört dem Stift St.Paul, dem Wahrzeichen der Region. Wirtin Anneliese betreibt sie bereits im siebenten Jahr, und sie kann sich nichts Schöneres vorstellen als hier in der freien Natur zu sein, die Gäste zu verwöhnen und auf die Kühe aufzupassen.
Die Reisberger Hütte wird von Gertrude "Gerti" Edegger bewirtschaftet. Sie wird von den Einheimischen auch "Barfußwirtin" genannt. Harry wird von ihr auch barfuß empfangen und sie erzählt, dass es immer ihr Traum war eine eigene Almhütte zu betreiben. Sie serviert ihren Gästen gerne Schweinsbraten, Hirschgulasch und Schwammerlsuppe mit Sterz.
Die Wolfsbergerhütte ist Harrys letzte Station. Die höchstgelegen Hütte der Saulape in 1850 Meter Seehöhe ist auch eine Alpenvereinshütte und wird von Richard Bester bewirtschaftet. Tatkräftig unterstützt wird er von seiner Frau Angie, die auch in der Küche steht und Kärntner Spezialitäten, wie Kärntner Kasnudeln zubereitet.
In den Salzburger Teil des Nationalparks Hohe Tauern wandert Harry Prünster auf die in 1700 Meter Seehöhe gelegene Pinzgauer Hütte von Hermann und Christian Schatzer. Serviert wird vor allem Hausmannskost wie Kaspressknödel, Kaiserschmarren und entsprechend der Saison auch Hirschbraten und Schwammerlgerichte.
Christine und Andreas Kammelander sind die Wirtsleute auf der Hochsonnbergalm, Andreas kümmert sich um die Kühe, Schweine und Pferde und Christine um die Wirtschaft. Besonders stolz ist die gelernte Köchin Christine auf ihre selbstgemachten Würste und Käse. Im Sommer wandern Vroni und Hans Foidl mit allen Tieren auf die Schaunbergalm. Von den Kühen erzeugt Vroni Butter und Käse, die anfallende Molke wird an die Schweine verfüttert. Und am Abend, wenn die Arbeit erledigt ist, sitzt Hans gerne vor der Hütte und wartet auf die Murmeltiere, die wie er sagt "zur Dekoration gehören".
St. Michael ist das Zentrum des UNESCO-Biosphärenparks Salzburger Lungau und Ausgangspunkt für Harry Prünsters Wanderung auf das Speiereck. In fast 2000 Meter Seehöhe liegt die Halterhütte, die 1930 für den Senner gebaut wurde und heute von der Familie Bliem samt Sennerin Tanja bewirtschaftet wird.
Am Katschberg führt der Herzerlweg zur Gamskogelhütte von Nina Strafner und Peter Aschbacher. Hier heroben können Paare in der kleinen Marienkapelle kirchlich heiraten, in der Gamskogelhütte ist das Standesamt untergebracht. Eine Spezialität aus Ninas Küche sind der Apfelstrudel und die Fleischnudeln mit Sauerkraut. Über den Gonntalweg gelangt Harry zur Pritzhütte mit der Ponyalm von Andi Neuschitzer. Mit einem musikalischen Gruß - dem Katschberglied - verabschieden sich Harry und Andi von den Zusehern.
Die Alpen Europas sind das berühmteste Gebirge der Welt. Sie sind der Geburtsort des Alpinismus, doch sie sind nicht die einzigen "Alpen". Es gibt drei weitere Gebirgsmassive, die diesen Namen von den ersten europäischen Besuchern bekommen haben - eines in der nördlichen, zwei in der südlichen Hemisphäre. Angesichts der Gipfel und Karseen in den Japanischen Alpen auf der Hauptinsel Honshu kann man leicht vergessen, dass man sich im Land der aufgehenden Sonne befindet. Selbst die Tiere wie etwa der Japanische Braunbär sehen ihren europäischen Verwandten zum Verwechseln ähnlich. Mit einer großen Ausnahme: Die Rotgesichtsmakaken der Japanischen Alpen sind die einzige Primatenart der Welt, die sich in der von Eis und Schnee geprägten Gebirgswelt zurechtfinden. Die europäischen und japanischen Alpen mögen daher fast identische Welten sein, die australischen und neuseeländischen allerdings könnten nicht unterschiedlicher sein. Die ökologischen Nischen, die in Europas und Japans Alpen Säugetiere besetzen, bevölkern in Australiens Alpen seltsame Beuteltiere und Insekten, und in den neuseeländischen Alpen sogar kuriose flugunfähige Vögel. Während die Südalpen Neuseelands ebenso zerklüftet und bizarr sind wie ihr europäischer Namensvetter, mit denen sie etwa dasselbe Alter teilen, so sind Australiens Alpen nur mehr ein Schatten ihrer einstigen Größe. Sie sind erdgeschichtlich viel älter und daher zu einer welligen Hügellandschaft erodiert.
Eine Dokumentation von Michael Schlamberger und Jeremy Hogarth
In extremen Landschaftsräumen wie den Hochalpen treffen die Gewalten der Natur und die Bedürfnisse der Menschen besonders hart aufeinander: Ewiges Eis und Schneemassen machen Gebirgspässe monatelang unbegehbar. Gewitter, Sturm und Hagel vernichten die Ernten. Lawinen, Muren und Blitzschlag zerstören im Bruchteil einer Sekunde nicht nur die Existenzgrundlage der Menschen, sondern bringen manchmal auch den Tod in die Bergdörfer.
Entlang dem Mythos vom ewigen Eis, dem Mythos von den magischen Orten und dem Mythos vom heiligen Wasser entwickelt der Film seine Erzählstruktur. Die Kamera spürt die Plätze mythischer Vergangenheit auf und verbindet die meist realen Geschichten, die sich hinter den Sagen und Riten verbergen, mit der grandiosen hochalpinen Natur- und Kulturlandschaft Österreichs, Italiens, Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz.
Ein Film von Manfred Corrine
Ko ORF/ARTE/BMUKK
Hotelbesitzer Wenzel Hofer hat es nicht leicht: Seine vier Kinder gehen recht unterschiedliche Wege, und manchmal muss er für sie in die Bresche springen. Zu allem Überfluss verliebt sich der Witwer auch noch.
Mit Klaus Wildbolz, Nicole R. Beutler, Heinz Trixner, Andrea Lamatsch, Sascha Wussow, Hans Kraemmer, Johanna Liebeneiner, Hannes Thanheiser, Lotte Ledl, Simon Schwarz, Christina Rainer
Hotelbesitzer Wenzel Hofer hat es nicht leicht: Seine vier Kinder gehen recht unterschiedliche Wege, und manchmal muss er für sie in die Bresche springen. Zu allem Überfluss verliebt sich der Witwer auch noch.
Mit Klaus Wildbolz, Nicole R. Beutler, Heinz Trixner, Sascha Wussow, Hans Kraemmer, Lotte Ledl, Fritz Karl, Johanna Liebeneiner, Birgit Linauer, Helmut Zierl, Harald Windisch, Petra Zieser, Daniela Gaets
Hotelbesitzer Wenzel Hofer hat es nicht leicht: Seine vier Kinder gehen recht unterschiedliche Wege, und manchmal muss er für sie in die Bresche springen. Zu allem Überfluss verliebt sich der Witwer auch noch.
Mit Klaus Wildbolz, Nicole R. Beutler, Sascha Wussow, Hans Kraemmer, Andrea Lamatsch, Johanna Liebeneiner, Birgit Linauer, Fritz Karl, Gila von Weitershausen, Joachim Bißmeier, Gaby Schmoll, Werner Prinz, Klaus Uhlich, Erwin Ebenbauer
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Klinikchefin Johanna hatte nie Verständnis für die Entscheidung ihres Vaters Wilhelm, Deutschland zu verlassen und sich in Afrika eine neue Existenz als Arzt aufzubauen. All die Jahre wollte sie keinen Kontakt zu ihm. Da er todkrank ist, springt sie über ihren Schatten und reist mit gemischten Gefühlen zu ihm. Doch es ist zu spät, Wilhelm stirbt noch vor ihrer Ankunft. Auf der afrikanischen Farm, die ihr Vater zu einem improvisierten Krankenhaus umfunktioniert hat, trifft Johanna auf den ruppigen Buschpiloten Thomas, der eng mit dem Papa befreundet war und mit ihm zusammenarbeitete. Nach Wilhelms Tod will seine Tochter die Farm so schnell wie möglich verkaufen und nach Deutschland zurückzukehren. Doch eine Flugzeugpanne mit anschließender Notlandung in der Wüste ändert alles.
Mit Julia Brendler , Kai Schumann , Kevin Otto , Ndoni Khanyile , Bernhard Piesk , Nikol Voigtländer , Simone Hanselmann , Chris April u.a.
Regie: Ulli Baumann
Johanna hat sich dazu entschlossen, die Klinik ihres Vaters zu übernehmen, und muss sich dem afrikanischen Krankenhaus-Alltag stellen. Der Konflikt mit Thomas ist vorprogrammiert. Eine weltenbummelnde Touristin, die in Not gerät , bringt zusätzlich Verwirrung in die Klinik und zwischen Johanna und Thomas. Welches Geheimnis verschlägt die schöne Fremde ausgerechnet in diese abgelegene Ecke der Welt?
Mit Julia Brendler , Kai Schumann , Kevin Otto , Ndoni Khanyile , Bernhard Piesk , Simone Hanselmann , Chris April , u.a.
Regie: Ulli Baumann
Um in Kontakt mit der Mutter ihres ungeborenen Enkelkindes zu treten, kehrt Dolmetscherin Maria in ein Grenzgebiet nahe ihrer früheren Heimat Ungarn zurück. Was folgt, ist großes Gefühlskino inmitten einer der schönsten Kulturlandschaften Österreichs: dem Nationalpark 'Neusiedler See - Seewinkel'.
Von brennender Neugier getrieben, reist Dolmetscherin Maria in die 'Stadt der Störche', das idyllische Rust am Neusiedlersee. Dort soll die Mutter ihres einzigen Enkelkindes leben. Maria will die junge Frau unbedingt kennenlernen. Leider läuft das erste Zusammentreffen nicht so harmonisch ab wie gehofft. Dafür versteht sich Maria mit Hotelier Harald prächtig. Ihre Zuneigung füreinander und das unbestimmte Gefühl, mit der Gegend eng verwachsen zu sein, veranlassen Maria, ihren Aufenthalt zu verlängern.
Mit Hannelore Elsner, Oliver Karbus, Erni Mangold, Fanny Krausz, Fanny Stavjanik, Hubertus Grimm
Einen Gipfel zu erklimmen und sich in der Weite des Horizonts zu verlieren, ist für viele mehr als eine Leidenschaft. Es ist das Streben nach Freiheit und die gleichzeitige Erkenntnis, der Natur ausgesetzt zu sein. Diese ORF-III-Produktion, durch die vier Jahreszeiten, widmet sich der Sehnsucht nach den Bergen aus verschiedenen Perspektiven: Im Sommer begleiten wir die Paraathleten Angelino Zeller und Daniel Kontsch auf den Grazer Schöckl, was uneingeschränkte, unvergessliche Gipfelmomente ermöglicht. Im "Arthur von Schmid-Haus" am Kärntner Dösener See erfahren wir, wie komplex die Versorgung von Schutzhütten sein kann und wie auf dem umliegenden 3086 Meter hohen Säuleck in Kärnten das Gipfelkreuz mit dem Hubschrauber ausgetauscht wird. Im Winter, im Rauriser Nationalpark Hohe Tauern, ganz hinten im Talschluss Kolm Saigurn, am Fuße des mächtigen Sonnblicks lässt sich die Natur noch in ihrer ursprünglichen Pracht und Gewalt erleben. Das liegt einerseits daran, dass dieses Geheimplatzerl nicht so einfach zu erreichen ist. Vor allem aber liegt es an der Hingabe der Menschen, die hier leben und diese Ursprünglichkeit bewahren. Der Ammererhof wird inzwischen in dritter Generation geführt. Nachhaltigkeit wird großgeschrieben, Teamgeist auch: Nima Sherpa stammt aus Kathmandu, Nepal. Er spricht, abgesehen von seiner Muttersprache, auch englisch und Rauriser Dialekt und gehört schon zur Familie. Und Luise Tomasek-Mühlthaler, die Seniorchefin, erzählt in einem berührenden Interview, wie sie hier aufgewachsen ist: Mit Füchsen und Rehen als Haustieren, ohne Strom, dafür aber mit unglaublichen Freiheiten. Ein "Land der Berge" über Sehnsuchtsorte in den Bergen, der Eigenverantwortung im Gebirge und den damit verbunden Herausforderungen. (Doku 2021)
Diese "Land der Berge"-Neuproduktion begleitet Hüttenwirtinnen und Hüttenwirte auf einigen der schönsten Schutzhütten Tirols und zeigt ihren oft anspruchsvollen Alltag hoch über den Tälern. Die Dokumentation führt zu spektakulär gelegenen Hütten in den Tuxer Alpen, den Hohen Tauern, den Lechtaler Alpen und dem Karwendel. Dabei stehen nicht nur die landschaftliche Schönheit und die Wanderwege im Mittelpunkt, sondern auch die Herausforderungen der Hüttenbewirtschaftung - von Versorgung und Selbstversorgung bis hin zu den besonderen Menschen, die diese Orte mit viel Leidenschaft betreiben.
Er gilt als König der Weitwanderwege in Tirol: der Adlerweg. Auf 24 Etappen und rund 320 Kilometern führt er vom Kaisergebirge bis zum Arlberg - einmal quer durch Tirol. Diese "Land der Berge"-Produktion portraitiert den Tiroler Höhenweg und zeigt spektakuläre Landschaften sowie die Menschen, die mit dem Adlerweg verbunden sind.
Zu ihnen gehören die ehrenamtlichen Wegwarte am Wilden Kaiser, die mit großem Einsatz die Wanderwege erhalten. Im Karwendel gibt Naturpark-Ranger Sebastian Pilloni Einblicke in die Tierwelt - allen voran in das Leben der Steinadler, die hier ihre Brutgebiete haben. Die Region beherbergt eine der dichtesten Steinadler-Populationen der gesamten Alpen. Vom Gipfelsieg auf der Birkkarspitze führt die Route weiter entlang der Nordkette mit Blick auf Innsbruck. Hier trifft "Land der Berge" auf Hirte Felix Felderer, der im Sommer über 800 Schafe hütet, sowie auf die Hüttenwirte Manuela Kneringer-Schimpfössl und Christoph Schimpfössl, die die abgelegene Steinseehütte in den Lechtaler Alpen bewirtschaften - versorgt manchmal nur per Hubschrauber. Ein abschließender Höhepunkt ist die älteste Höhensiedlung Tirols, Pfafflar, wo Christoph Lechleitner mit seiner Mutter Rosi Friedl und zahlreichen Helfern in alter Tradition überwucherte Viehweiden zurückerobert. Gleich, welchen Teil des Adlerweges man durchwandert hat: Was am Ende bleibt, sind Erinnerungen an atemberaubende Landschaften und unvergessliche Begegnungen mit beeindruckenden Menschen.
Die Alpen Europas sind das berühmteste Gebirge der Welt. Sie sind der Geburtsort des Alpinismus, doch sie sind nicht die einzigen "Alpen". Es gibt drei weitere Gebirgsmassive, die diesen Namen von den ersten europäischen Besuchern bekommen haben - eines in der nördlichen, zwei in der südlichen Hemisphäre. Angesichts der Gipfel und Karseen in den Japanischen Alpen auf der Hauptinsel Honshu kann man leicht vergessen, dass man sich im Land der aufgehenden Sonne befindet. Selbst die Tiere wie etwa der Japanische Braunbär sehen ihren europäischen Verwandten zum Verwechseln ähnlich. Mit einer großen Ausnahme: Die Rotgesichtsmakaken der Japanischen Alpen sind die einzige Primatenart der Welt, die sich in der von Eis und Schnee geprägten Gebirgswelt zurechtfinden. Die europäischen und japanischen Alpen mögen daher fast identische Welten sein, die australischen und neuseeländischen allerdings könnten nicht unterschiedlicher sein. Die ökologischen Nischen, die in Europas und Japans Alpen Säugetiere besetzen, bevölkern in Australiens Alpen seltsame Beuteltiere und Insekten, und in den neuseeländischen Alpen sogar kuriose flugunfähige Vögel. Während die Südalpen Neuseelands ebenso zerklüftet und bizarr sind wie ihr europäischer Namensvetter, mit denen sie etwa dasselbe Alter teilen, so sind Australiens Alpen nur mehr ein Schatten ihrer einstigen Größe. Sie sind erdgeschichtlich viel älter und daher zu einer welligen Hügellandschaft erodiert.
Eine Dokumentation von Michael Schlamberger und Jeremy Hogarth
In extremen Landschaftsräumen wie den Hochalpen treffen die Gewalten der Natur und die Bedürfnisse der Menschen besonders hart aufeinander: Ewiges Eis und Schneemassen machen Gebirgspässe monatelang unbegehbar. Gewitter, Sturm und Hagel vernichten die Ernten. Lawinen, Muren und Blitzschlag zerstören im Bruchteil einer Sekunde nicht nur die Existenzgrundlage der Menschen, sondern bringen manchmal auch den Tod in die Bergdörfer.
Entlang dem Mythos vom ewigen Eis, dem Mythos von den magischen Orten und dem Mythos vom heiligen Wasser entwickelt der Film seine Erzählstruktur. Die Kamera spürt die Plätze mythischer Vergangenheit auf und verbindet die meist realen Geschichten, die sich hinter den Sagen und Riten verbergen, mit der grandiosen hochalpinen Natur- und Kulturlandschaft Österreichs, Italiens, Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz.
Ein Film von Manfred Corrine
Ko ORF/ARTE/BMUKK
Die steirische Bärenschützklamm im östlichen Grazer Bergland zählt zu den schönsten wasserführenden Felsenklammen Österreichs. 1978 wurde sie zum Naturdenkmal erklärt. Etwa 40.000 Besucher benutzten pro Jahr die knapp 170 Brücken und Leitern, die über rund 350 Höhenmeter durch die Klamm führten. Doch nachdem im Juli 2020 durch einen Steinschlag Menschen verletzt und getötet wurden, blieb der Weg durch die Klamm für lange Zeit geschlossen. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, für die vorausschauend weitere Felsen abgesprengt wurden, führten letztlich zur praktisch vollständigen Erneuerung der Steiganlage.
Zwischen UNESCO-Weltkulturerbe, vielbesuchten Schauburgen und mächtigen Wehrburgen - die Burgen und Schlösser im Weinviertel sind lebhafte Monumente einer vielbewegten Geschichte.
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In jedem Winkel der Häuser wird Weltgeschichte spürbar. Die Schlossherren und Burgdamen des Weinviertels und des tschechischen Grenzgebiets bezeugen in mühseliger Kleinarbeit das unermüdliche Bedürfnis, Geschichte in Szene zu setzen und Vergangenheit greifbar zu machen.
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Die filmische Reise durch die Herrschaftshäuser des Weinviertels und den Süden Tschechiens beginnt auf der Burg Kreuzenstein. Die einstmals mittelalterliche Burg der Habsburger wurde im Dreißigjährigen Krieg vollends zerstört. Im 19. Jahrhundert gelangte die Ruine in den Besitz des Polarforschers Graf Johann Nepomuk Wilczek. 1874 veranlasste er den Wiederaufbau zu einer neuromantischen Schauburg und Ort für seine umfangreichen Kunstsammlungen. Immer noch im Besitz der Familie Wilczek ist das Haus seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch eine beliebte Filmkulisse.
Anschließend werden die Häuser der Familie Liechtenstein an der österreichisch-tschechischen Grenze besucht. Schloss Wilfersdorf ist seit 1436 durchgehend im Besitz der fürstlichen Familie Liechtenstein. Ein Museum zur Familiengeschichte, die fürstliche Hofweinkellerei und der Verwaltungssitz für die fürstlichen Familiengüter in Niederösterreich sind hier beheimatet. Schlossadministrator Hans Huysza, führt durch das schlicht gegliederte barocke Wohnschloss und das von ihm in jahrzehntelanger Kleinarbeit aufgebaute Liechtenstein-Museum.
Von Wilfersdorf führt die Reise nach Südmähren zum Schloss Valtice, dem ehemaligen Wohnsitz der Familie Liechtenstein. Von hier aus hat die Familie aus Ablehnung des Nationalsozialismus 1938 ihren Sitz auf Schloss Vaduz im heutigen Fürstentum Liechtenstein verlegt. Durch die Prunkräume des Schlosses führt uns der pensionierte Fremdenführer Vladimir Smy?ka.
Im nahegelegenen Schloss Lednice, dem ehemaligen Sommerschloss der Familie Liechtenstein empfängt die Verwalterin Ivana Holásková das Filmteam. Sie führt durch die neugotische Anlage sowie das gusseiserne Gewächshaus, das bei seiner Fertigstellung 1845 das größte Glashaus der Welt war. Als "Garten Europas" wird die weitläufige Parklandschaft aus englischen und französischen Gärten bezeichnet, in er man ein Minarett, eine künstliche Burgruine und andere romantische Bauten entdecken kann.
Majestätisch thront die Burg Hardegg auf einem Felsen im Nordwesten des Weinviertels über der kleinsten Ortschafts Österreichs. Die Wehrburg wurde im 12. Jahrhundert von den Grafen von Plain und Hardegg errichtet. Der heutige Burgherr, Octavian Pilati, der hier mit seiner Familie wohnt, präsentiert die historischen Räumlichkeiten und erzählt von den Herausforderungen bei der Erhaltung der weitläufigen Anlage.
Grafenegg ist die letzte Station der filmischen Reise. Der heutige Besitzer, Tassilo Metternich-Sándor, führt durch die bedeutendste Schlossanlage des romantischen Historismus in Österreich. Ein einzigartiges Erlebnis sind die abendlichen Konzerte auf der futuristischen Open Air-Bühne Wolkenturm inmitten des 32 Hektar großen Landschaftsgartens der romantischen Vierflügelanlage.
Eine Dokumentation von Valentin Badura