ZDF
ZDF Mi 16.09.
Film
Zwei Aufsteiger, die sich - noch - im Ruhm ihres Starreporters sonnen: Rainer M. Habicht (Michael Maertens, l.) und Christian Eichner (Jörg Hartmann, r.). ZDF/Marco Nagel
Der Mann der "Chronik" für alle Fälle: Starreporter Lars Bogenius (Jonas Nay) auf Dienstreise. ZDF/Marco Nagel
Kameramann Milo (Michael Ostrowski) filmt Flüchtlingstrecks an der Grenze der USA zum Mexico. ZDF/Marco Nagel
Juan Romero (Elyas M'Barek) mit seiner Frau Anne (Marie Burchard) bei der alljährlichen Verleihung des deutschen Pressepreises ZDF/Marco Nagel
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Lars Bogenius (Jonas Nay) schreibt an einer neuen Story für die "Chronik". ZDF/Marco Nagel
Juan (Elyas M'Barek, l.) recherchiert mit seinem Kameramann Milo (Michael Ostrowski, r.) an der US-mexikanischen Grenze die Hinweise auf eine brutale Bürgerwehr. ZDF/Marco Nagel
Juan (Elyas M'Barek, M.) mit Kameramann Milo (Michael Ostrowski, r.) bei einer Befragung von James Nathaniel Webber (Jeff Burrell), der unter dem Namen Jaeger Teil einer Miliz sein soll, über die Lars Bogenius (Jonas Nay, Foto) eine tolle Story schrieb. ZDF/Marco Nagel
Die Preise flogen ihm nur so zu, jetzt fliegen sie ihm im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren: Lars Bogenius (Jonas Nay) wehrt sich gegen eine Attacke von Juan Romero. ZDF/Marco Nagel
Juan Romero (Elyas M'Barek) recherchiert wie wild, um seine Behauptung zu beweisen, die Reportagen eines Kollegen seien gefälscht. ZDF/Marco Nagel
Juan Romero (Elyas M'Barek, M.) spricht mit einer Mutter (Komparsin) auf der Flucht. ZDF/Marco Nagel

Tausend Zeilen

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  • D 2022
  • 82'
Satire
Mit Elyas M'Barek, Jonas Nay, Michael Ostrowski, Michael Maertens, Jörg Hartmann, Marie Burchard, Sara Fazilat, Ibrahim Al-Khalil

Inhalt

Lars Bogenius ist Starjournalist des Magazins "Chronik". Seine Reportagen sind vielfach preisgekrönt. Doch sein Kollege Juan Romero findet zahlreiche Ungereimtheiten in Text und Bild. Juan vermutet: Lars erfindet seine Geschichten. Bei dem Versuch, den Betrug zu beweisen, wird Juan zum Außenseiter im Job und droht, seine Familie zu verlieren. Elyas M'Barek und Jonas Nay brillieren in einer auf Tatsachen basierenden Geschichte. Die Printmedien sind in der Krise. Doch die "Chronik" kann ihre Auflage steigern. Dank der beim Publikum beliebten Reportagen von Lars Bogenius , mehrfacher Gewinner des deutschen Journalistenpreises, der junge Stern am deutschen Pressehimmel. Er scheint mit den Leuten zu sprechen und an die Orte vorzudringen, die außer ihm kein Reporter oder Journalist erreichen kann. Daraus entstehen fesselnde Stories oder Interviews. Sein Kollege Juan Romero findet gemeinsam mit seinem Kameramann Milo zahlreiche Ungereimtheiten in einer Story über eine US-Miliz, die an der Grenze zu Mexiko patrouilliert. Obwohl Juan seine Chefs Rainer Habicht und Christian Eichner darauf aufmerksam macht, dass ihre nächste große, von Bogenius verfasste Titelstory einer seriösen Überprüfung nicht standhalten könnte, wird sie veröffentlicht. Juans Kampf scheint vergebens. Alle glauben Bogenius, niemand glaubt ihm. Der Erfolg scheint Bogenius recht zu geben. Doch dann kommt er, der "faule Fisch", der Zufall, der alles ändert: Ein Anwalt aus LA ruft bei der "Chronik" an und beschwert sich bei der Geschäftsleitung über ein Interview, das es nie gab. Verfasser: Lars Bogenius. Der von Michael Bully Herbig inszenierte Film beruht auf einem Buch Juan Morenos, der im Film Romero heißt, "Tausend Zeilen Lüge". Gegenstand ist der Relotius-Skandal, der das deutsche Nachrichtenmagazin "Spiegel" betraf. Das war im Jahr 2018 und vermutlich der größte deutsche Presseskandal, seit der "Stern" 1983 die gefälschten Hitler-Tagebücher als echt veröffentlichte. "Wenn mich die Genre-Polizei fragt, was für ein Film 'Tausend Zeilen' eigentlich ist, muss ich gestehen: Ich weiß es nicht", sagt Michael Bully Herbig. Denn die Geschichte und deren Inszenierung sind spannend wie ein Thriller, humorvoll wie eine Komödie, sarkastisch wie eine Satire, emotional wie ein Drama und packend wie ein intelligenter Krimi." Zu den ungewöhnlichen Stilmitteln zählt auch das Durchbrechen der vierten Wand, also das Aufheben der imaginären Grenze zwischen Film und Publikum. "Diese direkte Kontaktaufnahme mit den Zuschauern kennt man meist nur aus Comedyformaten", sagt Michael Bully Herbig. "Bei 'Tausend Zeilen' war mir aber von Anfang an sehr wichtig, dass sowohl der Starreporter als auch der freie Journalist, der die Fälschungen aufdeckt, um die Gunst des Publikums buhlen. Sie wollen die Zuschauer überzeugen, dass sie das Richtige tun. Der Film zeigt, dass beide ihre Motivation haben. Und der Zuschauer wird selbst entscheiden, auf wessen Seite er ist und wessen Motivation er nachvollziehen kann."

Sendungsinfos

Darsteller: Elyas M'Barek, Jonas Nay, Michael Ostrowski, Michael Maertens, Jörg Hartmann, Marie Burchard, Sara Fazilat, Ibrahim Al-Khalil Regie: Michael Bully Herbig Musik: Ralf Wengenmayr Kamera: Torsten Breuer Autor: Hermann Florin VPS: 16.09.2026 00:15, Untertitel, Hörfilm, Stereo, Dolby
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