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rbb Mi 13.05.
Doku
Ilja Trauberg, Regisseur, mit Sonnenbrille, in den Moskauer Ateliers, 1940, während der Arbeit an seinem Film "Konzert-Walzer". rbb/Magic Mountain Ltd.
Darya Krenova folgt in den Moskauer Archiven den Spuren ihres Großvaters Ilja Trauberg. rbb/Magic Mountain Ltd.
Gründungsfeier der DEFA in den Räumen der Filmateliers in Althoff im Jahr 1946. rbb/progress film
Der DEFA-Wegweiser zeigt das Schild "Auskunft" und ist dreisprachig. rbb/progress film

Ghost Train

Trauberg, die DEFA und der Tod

  • 90'
Dokumentation Als im Mai 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone die DEFA als erste deutsche Nachkriegsfilmgesellschaft gegründet wurde, war sie ein Symbol für Neubeginn und kulturellen Aufbruch. Die Filmemacherin Darya Khrenova begibt sich Jahrzehnte später auf familiäre Spurensuche. Ihr Großvater Ilja Trauberg leitete seit 1947 das DEFA-Filmstudio. Ein Jahr später starb er unter mysteriösen Umständen...

Inhalt

Nach dem Zweiten Weltkrieg liegen sowohl Deutschland als auch die Sowjetunion in Schutt und Asche. Nach der Neustrukturierung Berlins durch die Alliierten befindet sich das berühmte Studio Babelsberg im sowjetischen Sektor. Hier wird am 17. Mai 1946 die DEFA gegründet, die sich zum Filmkonzern der zukünftigen DDR entwickeln wird. Das wiederauferstandene Studio nimmt unter Aufsicht der UdSSR seine Arbeit auf. Von sowjetischer Seite wird der junge Filmregisseur Ilja Trauberg zum Direktor der DEFA berufen. Er stirbt im Dezember 1948 mit nur 43 Jahren in Berlin unter bis heute ungeklärten Umständen. Herzschlag? Selbstmord? Mord? Über sieben Jahrzehnte später will die Regisseurin Darya Khrenova, Ilja Traubergs Enkelin, Licht in diese rätselhafte Geschichte bringen: In der Sterbeurkunde, die sie nach dem Tod der Großmutter entdeckt, wird ein Herzinfarkt als Todesursache vermerkt. Da kommt ihr ein Satz ihrer Großmutter in den Sinn, den sie als Teenager gehört hat: "Ilja wurde vergiftet." Stimmt das? Wenn ja, warum? Darya Khrenova begibt sich auf Spurensuche, rekonstruiert die Frühgeschichte der DEFA. Das Berlin der Nachkriegszeit war ein 'Hotspot', eine konfliktgeladene Pufferzone zwischen den Ländern des sozialistischen Ostens und des kapitalistischen Westens. Welche Rolle spielte ihr Großvater in diesem brisanten Gemenge? Und was für ein Mensch war Ilja Trauberg? Das Leben und der Tod ihres Großvaters lassen Darya Khrenova keine Ruhe. Jeder Schritt, jede Begegnung und jedes Archiv bringen weitere Geschichten, Fakten, Fotos und Dokumente ans Tageslicht. Ein Kaleidoskop, das nach und nach als schillerndes Bild Ilja Traubergs Gestalt annimmt. Noch weiß Darya Khrenova nicht, welches Portrait des Großvaters der letzte Puzzlestein ergibt: Spion, Herzensbrecher, Cineast - der darüber stolperte, dass das Kino lediglich ein Schaukasten für das gerade begonnene Wettrüsten zwischen Ost und West war? Wem wird sie am Ende gegenüberstehen?

Hintergrund

Zum 80. Geburtstag zeigt der rbb im Mai unter dem Titel DEFA 80 ausgewählte Spielfilme und Dokus. Im Filmmuseum Potsdam wird es eine Jubiläumsausstellung geben.

Sendungsinfos

Von: Darya Khrenova Untertitel, Stereo
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