Ein Turm, der bis in den Himmel ragt und Gottes Zorn erregt. So erzählt die Bibel vom Turmbau zu Babel. Wie viel Wahrheit steckt in dieser Geschichte? Und finden sich noch Spuren des Turms? Der Turmbau zu Babel ist eine der beeindruckendsten Geschichten des Alten Testaments. Archäologen und Historiker suchen sein reales Vorbild. In den Ruinen Babylons und auf alten Schrifttafeln entdecken sie eine Welt, in der dieser Mythos entstanden ist. Es sind nur neun Verse im Buch Genesis, doch sie faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Einst, so heißt es dort, bauen die Menschen in Babylon, genannt Babel, einen Turm, der bis zum Himmel reicht. Gott sieht diesen kühnen Plan jedoch nicht gern. Er steigt vom Himmel herab und verwirrt ihre Sprache. Die Menschen, die vorher eine gemeinsame Sprache hatten, verstehen sich plötzlich nicht mehr. So kommen die verschiedenen Sprachen der Völker in die Welt. Und der Turm? Er bleibt unvollendet. Was ist dran an dieser biblischen Geschichte? Die Spur führt ins Herz des Zweistromlands, des heutigen Irak. Dort liegt einst die blühende Metropole Babylon, die im zweiten und ersten Jahrtausend vor Christus zeitweise die größte Stadt der Welt ist. Im 6. Jahrhundert vor Christus regiert dort König Nebukadnezar II. Er erschafft ein Riesenreich und widmet sich prachtvollen Bauprojekten. Seinen Machthunger trifft auch das jüdische Volk: Im Jahr 597 vor Christus erobert er Jerusalem. Viele Judäer werden nach Babylon verschleppt. Im Babylonischen Exil kommen sie mit einer fremden Kultur in Kontakt. Sie sehen einen von Nebukadnezars Prachtbauten, der all ihre Vorstellungen übersteigt. Liegt dort der Schlüssel zur Geschichte vom Turmbau zu Babel? Archäologen und Historiker begeben sich auf Spurensuche. Die Dokumentation von ZDFinfo gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichtet über die neuesten Forschungsergebnisse. Ob grausame Herrscher oder apokalyptische Katastrophen - die Bibel ist voller sagenhafter Geschichten. Doch was davon gehört ins Reich der Mythen? Und was beruht womöglich auf wahren Begebenheiten?
Vom Immobilien-Clan zur einflussreichen Politdynastie? Seit Generationen streben die Trumps nach Macht und Anerkennung. Allen Skandalen zum Trotz könnten sie bald mächtiger sein als je zuvor. Donald Trump könnte im Herbst 2024 zum zweiten Mal US-Präsident werden. Kritiker befürchten noch mehr Spaltung, Chaos und das Ende der Demokratie. Und selbst, wenn er nicht gewinnt, dürfte die Trump-Ära dank seiner Kinder noch lange nicht zu Ende sein. Donald Trump ist nach wie vor unangefochtenes Familienoberhaupt und Mittelpunkt des Trump-Clans. Doch seine Nachfolger bringen sich bereits in Stellung. Zum Beispiel Donalds Söhne Eric und Don Jr. Sie haben inzwischen das Familienunternehmen übernommen und gelten als wichtigstes Sprachrohr ihres polarisierenden Vaters. Don Jr. ist bei der republikanischen Basis sogar so beliebt, dass viele in ihm den potenziellen Thronfolger der Trump-Dynastie sehen. Auch Donalds Schwiegertöchter Lara Trump und Kimberly Guilfoyle bekleiden wichtige Positionen in der republikanischen Partei. Und dann ist da noch der über zwei Meter große Sohn Barron, das Nesthäkchen. Im Jahr 2024 wird Barron als Delegierter Floridas für den Parteitag der Republikaner nominiert. Obwohl er sich gegen diese Rolle entscheidet, gilt er als sehr interessiert am politischen Weltgeschehen. Ist er Papa Donalds Trumpfkarte? Und last, but not least: Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner. Auch wenn sich das konservative Power Couple aus der aktiven Politik zurückgezogen hat, kümmern sich die beiden hinter den Kulissen um das Trump-Business und die eigene Karriere. Von ihnen wird also noch einiges zu hören sein. Mit einer Mischung aus Opportunismus, Selbstinszenierung und Betrug arbeiten sich die Trumps über Jahrzehnte hinweg vom kleinen Familienunternehmen bis ins Zentrum der Weltpolitik hoch. Wie gelingt es ihnen, all die Rückschläge - darunter Verurteilungen und ein versuchtes Attentat - zu überstehen und daraus sogar Kapital zu schlagen? Die nächsten US-Wahlen jedenfalls könnten über ihre Zukunft entscheiden - und über die Zukunft Amerikas.
Der Sturm aufs Kapitol am 6. Januar 2021 hat die USA in ihren Grundfesten erschüttert und das mächtigste Land der Welt ins Wanken gebracht. Wie konnte es so weit kommen? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Ausschreitungen nicht im luftleeren Raum entstanden sind. Vielmehr ist die US-Geschichte durchzogen von gewaltsamen Konflikten, die bis heute nachwirken und eine zutiefst gespaltene Gesellschaft hervorgebracht haben. Tradierter Rassismus, ein übersteigerter Waffenkult, Abstiegsängste und die manipulativen Kräfte der sozialen Medien haben in den USA einen Nährboden geschaffen, der Ausschreitungen wie den Sturm aufs Kapitol erst möglich gemacht hat. Die Dokumentation zeichnet anhand dieser prägenden Bruchlinien in der US-Gesellschaft nach, welchen Anteil sie an der derzeitigen politischen Verunsicherung haben. Zu Wort kommen der Schriftsteller Russell Banks, der Historiker Eric Foner, Täter und Opfer des Sturms aufs Kapitol, klassische weiße Trump-Wähler aus dem ländlichen Arbeitermilieu sowie Nachfahren des Massakers von Tulsa, bei dem 1921 fast 300 Schwarze von einem weißen Lynch-Mob ermordet wurden.
Osama bin Laden - die privaten Papiere des Terrorfürsten
D 2016
45'
US-Soldaten töteten 2011 Osama bin Laden und stellten dabei Papiere und Datenträger sicher. Das Material ist jetzt zugänglich und erlaubt einen neuen Blick auf den Al-Kaida-Chef. "ZDF-History" wertet die private Korrespondenz Osama bin Ladens aus und erzählt, wie er seine letzten Lebensjahre in seinem Versteck in Pakistan verbrachte. Dort entwarf er neue Terrorstrategien und kümmerte sich zugleich um seine umfangreiche Familie. Die Dokumentation stellt Bin Ladens Lebensgeschichte und insbesondere das Leben, das er in seinen letzten Jahren führte, in den Mittelpunkt. Sein Anwesen im pakistanischen Abbottabad, das ihm scheinbar Sicherheit vor den Amerikanern bot, war eine Art selbst gewähltes Gefängnis - aber immerhin lebte Bin Laden dort mit seiner Familie. In der Korrespondenz mit Familienmitgliedern, die nicht anwesend sein konnten, erwies er sich als besorgter und fürsorglicher Patriarch - doch andere "Bin-Laden-Papiere" zeugen von seinen extremen politischen Ansichten und terroristischen Strategien. Neben dem Leben in Abbottabad bildet die Suche der Amerikaner, die die Schlinge immer enger um Bin Laden ziehen, einen weiteren Erzählstrang der Dokumentation. Aufwendige Animationen und anerkannte internationale Experten rekonstruieren die letzten Jahre des Terror-Chefs in seinem pakistanischen Refugium. Die gefundenen Papiere erlauben erstmals ganz persönliche Einblicke in seinen Lebensweg und seine Gedankenwelt.
Die Terroranschläge von 9/11 veränderten die Welt. Die Dokumentation zeichnet nach, wie der "Krieg gegen den Terror" noch heute nachwirkt - und wie Menschen mit den Folgen fertigwerden. Gab es nach dem Fall der Mauer 1989 eine Hoffnung darauf, dass sich Demokratie und Freiheit universell durchsetzen, so haben der 11. September 2001 und sein langer Schatten diese Hoffnung zerstört. Krisen, Überwachung und Hass im Netz prägen das 21. Jahrhundert. Die erste Folge der Reihe zeigt, wie sich nach 9/11 Feindbilder verbreiten und verfestigen - von der "Hamburger Zelle" über rassistische Gewalt in den USA bis hin zum viralen Erfolg von Verschwörungstheorien, die weltweit zunehmen. Nach dem Schock der Anschläge wächst in den USA der Ruf nach Vergeltung. Der "War on Terror" beginnt. Sicherheitsgesetze werden verschärft, Überwachung und Kontrolle ausgeweitet. Zugleich trifft der Verdacht viele Menschen, die mit den Tätern nichts zu tun haben. Der aus Bangladesch stammende Einwanderer Rais Bhuiyan wird in Dallas aus nächster Nähe angeschossen - von einem Rechtsradikalen, der seine Tat als Rache für 9/11 versteht. Doch nach seiner Genesung beschließt das Opfer, sich für den Täter einzusetzen, gegen den die Todesstrafe verhängt wurde. Während die USA nach den Anschlägen nach Antworten suchen und um die richtige Reaktion ringen, formiert sich parallel im Internet Misstrauen gegenüber offiziellen Erklärungen. Der junge Filmemacher Dylan Avery beginnt, mit seinem besten Freund Korey Rowe "Loose Change" zu produzieren - einen Film, der sich rasant verbreitet und 9/11-Verschwörungserzählungen weltweit populär macht. Wie blicken sie heute auf die Auswirkungen des Films? In allen drei Folgen beleuchtet die Reihe, wie 9/11 unsere Welt seit 25 Jahren prägt. Die Geschichten der Protagonistinnen und Protagonisten in den USA und Deutschland werden teils unter Einsatz künstlicher Intelligenz im Stil von Graphic Novels rekonstruiert. Dazu ordnen Expertinnen und Experten die historischen Entwicklungen analytisch ein.
Die Terroranschläge von 9/11 veränderten die Welt. Die Dokumentation zeichnet nach, wie der "Krieg gegen den Terror" noch heute nachwirkt - und wie Menschen mit den Folgen fertigwerden. Was passiert, wenn ein Land im Namen seiner Sicherheit den Rechtsstaat einschränkt? Auf der Jagd nach den Hintermännern der Anschläge von 2001 setzen die USA durch Rechtsverstöße und Folter ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Mit weitreichenden Folgen. Die zweite Folge der Reihe zeigt, wie die US-amerikanischen Geheimdienste nach 9/11 den hohen Stellenwert bekamen, den sie aktuell haben, und wie die heute in vielen Krisen eingesetzten Drohnen in Folge der Anschläge erstmals eingesetzt wurden. Entwicklungen, die auch in den USA selbst kritisch gesehen werden. Der CIA-Agent John Kiriakou leitet in Pakistan die Jagd nach einem hochrangigen Mitglied von Al-Kaida und koordiniert dessen Verhaftung - einer der ersten großen Erfolge im "War on Terror". Als Kiriakou 2007 öffentlich bestätigt, dass die CIA systematisch folterte, wird er selbst verfolgt: Er ist der einzige CIA-Mitarbeiter, der wegen des Folterprogramms ins Gefängnis musste - obwohl er nach eigener Aussage nie selbst gefoltert hat. Brandon Bryant aus Montana tritt 2006 der Air Force bei und landet im Drohnenprogramm der USA. Aus Tausenden Kilometern Entfernung feuert er Raketen auf Menschen, die er nur als Wärmesignatur auf einem Bildschirm sieht. Nach Hunderten von Einsätzen mit mindestens 13 Toten verlässt er die Streitkräfte mit einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung. Murat Kurnaz, 1982 in Bremen geboren, reist kurz nach 9/11 aus religiöser Neugier nach Pakistan. Er gerät in eine Routinekontrolle, wird verhaftet und landet unter falschem Verdacht in Guantánamo. Vier Jahre lang sitzt er dort als Gefangener 053 - ohne Prozess, ohne Beweis, ohne Rechte. Der Bremer Anwalt Bernhard Docke, der Kurnaz' Geschichte erzählt, macht sich damals für seine Freilassung stark, die schlussendlich gelingt. In allen drei Folgen beleuchtet die Reihe, wie 9/11 unsere Welt seit 25 Jahren prägt. Die Geschichten der Protagonistinnen und Protagonisten in den USA und Deutschland werden teils unter Einsatz künstlicher Intelligenz im Stil von Graphic Novels rekonstruiert. Dazu ordnen Expertinnen und Experten die historischen Entwicklungen analytisch ein.
Die Terroranschläge von 9/11 veränderten die Welt. Die Dokumentation zeichnet nach, wie sie die politische Spaltung in den USA befeuerten - und wie Menschen mit den Folgen fertigwerden. Hat der "War on Terror" letztlich mehr Radikalisierung erzeugt als verhindert? Bilder aus Guantánamo, Bagdad und Kabul untergruben die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Einsätze und verstärkten die Spaltung, die Donald Trump für seinen eigenen Aufstieg nutzen konnte. Folge drei der Reihe zeigt, wie sich nach dem anfänglichen Schock von 2001 politische und gesellschaftliche Brüche substanziell vertiefen - vom Aufstieg des Rechtspopulismus über die Erosion des Vertrauens in etablierten Medien bis zum Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan. Kai Pfaffenbach ist 2001 einer der ersten deutschen Fotografen am Ground Zero und dokumentiert danach als Kriegsreporter Militäreinsätze in Afghanistan, Irak und weiteren gefährlichen Orten. 2014 wird seine engste Kollegin und Freundin, die preisgekrönte Fotojournalistin Anja Niedringhaus, in Afghanistan ermordet. Wie der Journalist Claus Kleber berichtet Pfaffenbach über die Macht der Bilder im Kontext von 9/11 und danach. Nicholas Gorki wird nach 9/11 geboren - sein Vater, ein junger Banker aus Iserlohn, starb im World Trade Center, bevor sein Sohn das Licht der Welt erblickte. Nicholas wächst in den USA bei der Mutter auf und beobachtet, wie seine Generation zunehmend politisiert wird. Irfan Peci radikalisiert sich nach 9/11 im Internet, leitet als Jugendlicher von der Oberpfalz aus die deutschsprachige Onlinepropaganda von Al-Kaida. Nach seiner späteren Verhaftung bricht der Sohn bosnischer Einwanderer mit der Ideologie, wird V-Mann des Verfassungsschutzes. Nach seiner Enttarnung taucht er unter. Heute tritt er als vehementer Islamkritiker auf. In allen drei Folgen beleuchtet die Reihe, wie 9/11 unsere Welt seit 25 Jahren prägt. Die Geschichten der Protagonistinnen und Protagonisten in den USA und Deutschland werden teils unter Einsatz künstlicher Intelligenz im Stil von Graphic Novels rekonstruiert. Dazu ordnen Expertinnen und Experten die historischen Entwicklungen analytisch ein.
Fünf Wochen vor 9/11 werden acht Entwicklungshelfer in Afghanistan verhaftet. Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Dann verändert der 11. September 2001 alles. Während die USA den Taliban mit Krieg drohen, geraten die Gefangenen zwischen die Fronten. Das Dokudrama zeichnet ihre über 100 Tage andauernde Haft mit Interviews und Zeitzeugenberichten nach. Spielszenen erzählen von Angst, Hoffnung und Überleben. Die Inhaftierten gehören der Hilfsorganisation Shelter Now International an, darunter Frauen und Männer aus Deutschland, Australien und den USA. Auch 16 Ortskräfte werden gefangen genommen. Sie erleben die unmenschlichen Haftbedingungen in Afghanistan und einen Schauprozess. Doch nach dem 11. September ändert sich ihre Lage. Faktisch sind die Entwicklungshelfer nun Geiseln. Die USA fordern vom Regime in Kabul, Bin Laden auszuliefern, die Terrorcamps von Al Qaida zu schließen und die Entwicklungshelfer freizulassen. In dieser Situation drohen die Geiseln zum Spielball der Mächte zu werden. Aus der Zeit ihrer Gefangenschaft gibt es nur wenige Fotos, keine Videoaufnahmen und keine weiteren Unterlagen. Um die Angst, Verzweiflung und Hoffnung dieser Wochen glaubwürdig zu erzählen, nutzt der Film teilweise die Mittel des Spielfilms. Die mehr als 100 Tage dauernde Haft wird zudem auf Grundlage von Interviews und Zeitzeugenberichten dokumentarisch nacherzählt. Durch diese Kombination wird die damalige Zeit wieder erlebbar. Speziell für den Film haben bekannte Darstellerinnen und Darsteller wie Moritz Führmann und Laura Louisa Garde Dialoge in den in Afghanistan üblichen Sprachen Dari und Paschtu gelernt. Dadurch entsteht eine authentische Nähe zum damaligen Geschehen. Einige der Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer kehren bereits 2002 nach Afghanistan zurück. Für sie steht fest: Die vielen, teils sehr schönen Momente während ihrer Zeit in Afghanistan, die entstandenen Freundschaften und die selbstlose Hilfe afghanischer Mitgefangener lassen ihre Liebe zu dem Land und seinen Menschen nicht erlöschen.
Fünf Wochen vor 9/11 werden acht Entwicklungshelfer in Afghanistan verhaftet. Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Dann verändert der 11. September 2001 alles. Während die USA den Taliban mit Krieg drohen, geraten die Gefangenen zwischen die Fronten. Das Dokudrama rekonstruiert ihre mehr als 100 Tage dauernde Haft mit Interviews, Zeitzeugenberichten und Spielszenen und erzählt von Angst, Hoffnung und Überleben. Die Inhaftierten gehören der Hilfsorganisation Shelter Now International an, darunter Frauen und Männer aus Deutschland, Australien und den USA. Auch 16 Ortskräfte werden gefangen genommen. Sie erleben die unmenschlichen Haftbedingungen in Afghanistan und einen Schauprozess. Doch nach dem 11. September ändert sich ihre Lage. Faktisch sind die Entwicklungshelfer nun Geiseln. Die USA fordern vom Regime in Kabul, Bin Laden auszuliefern, die Terrorcamps von Al Qaida zu schließen und die Entwicklungshelfer freizulassen. In dieser Situation drohen die Geiseln zum Spielball der Mächte zu werden. Aus der Zeit ihrer Gefangenschaft gibt es nur wenige Fotos, keine Videoaufnahmen und keine weiteren Unterlagen. Um die Angst, Verzweiflung und Hoffnung dieser Wochen glaubwürdig zu erzählen, nutzt der Film teilweise die Mittel des Spielfilms. Die mehr als 100 Tage dauernde Haft wird zudem auf Grundlage von Interviews und Zeitzeugenberichten dokumentarisch nacherzählt. Durch diese Kombination wird die damalige Zeit wieder erlebbar. Speziell für den Film haben bekannte Darstellerinnen und Darsteller wie Moritz Führmann und Laura Louisa Garde Dialoge in den in Afghanistan üblichen Sprachen Dari und Paschtu gelernt. Dadurch entsteht eine authentische Nähe zum damaligen Geschehen. Einige der Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer kehren bereits 2002 nach Afghanistan zurück. Für sie steht fest: Die vielen, teils sehr schönen Momente während ihrer Zeit in Afghanistan, die entstandenen Freundschaften und die selbstlose Hilfe afghanischer Mitgefangener lassen ihre Liebe zu dem Land und seinen Menschen nicht erlöschen.
Nordkorea schickt Truppen in den Ukrainekrieg und tritt international immer selbstbewusster auf. Das Kim-Regime nutzt neue globale Allianzen für das eigene Image. Seit Jahrzehnten wird der Kollaps Nordkoreas vorhergesagt - doch das Gegenteil passiert: Die Kim-Dynastie scheint stärker denn je. Propaganda, militärisches Muskelspiel und das Atomprogramm sichern Kims Macht nach innen und außen. Die Dokumentation "Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie" zeichnet nach, wie Nordkorea von einer kleinen isolierten Erbdiktatur zu einem der wenigen Länder werden konnte, das die USA mit transkontinentalen Atomwaffen erreichen könnte. Erstmals entsendet das Regime Tausende Soldaten an der Seite Russlands in den Ukrainekrieg - ein vielbeachteter Schritt, der dem Land Kampferfahrung, Devisen und Zugang zu neuer Militärtechnologie verschafft. Neue Archive, exklusive Analysen internationaler Nordkorea-Experten und Einblicke in die aufwendig inszenierten Trauer- und Heldenkulte zeigen, wie es dem System zu gelingen scheint, durch neue internationale Stärke das Ansehen im eigenen Land zu stärken. So zeigt sich, warum Kim Jong Un in einer so günstigen strategischen Position scheint wie nie zuvor - und weshalb die Welt seine Rolle nicht unterschätzen sollte. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen im eigenen Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.
Nordkoreas Kim-Dynastie stilisiert sich seit jeher mit Mythen und Propaganda zu Göttern. Doch etwas scheint sich zu wandeln: Bereiten sich die Kims schon auf den nächsten Machtwechsel vor? Seit Kurzem zeigt sich Nordkorea von einer ungewohnten Seite: Luxusresorts, ein Marathon in der Hauptstadt, eine fast nahbar wirkende Diktatorenfamilie. Vollzieht das Land, das bislang eher durch Abschottung und Repressionen bekannt ist, einen Imagewandel? Die neue Folge der Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" blickt in das Landesinnere und zeigt zwei ganz unterschiedliche Seiten des aktuellen Nordkorea. Auf der einen Seite präsentiert sich das Land weltoffen bei sportlichen Events mit internationalen Teilnehmern, die vorher sorgfältig ausgewählt und eingeladen wurden. Über die Landesgrenzen hinaus verbreiten sich Bilder einer offenbar blühenden Wirtschaft: Onlineshopping in Pjöngjang, traumhafte Badestrände mit moderner Urlaubsinfrastruktur und sogar Streamingdienste für die wohlhabenden und regimetreuen Nordkoreaner. Das staatliche Fernsehen zeigt fröhliche Einheimische, die sich am Badeort Wonsan eine Auszeit gönnen nach ihrer harten Arbeit für ihr Vaterland. Einst völlig abgeschottet, sollen mittlerweile rund 80 Prozent der Nordkoreaner ein Handy besitzen - allerdings nur mit zugelassenen nordkoreanischen Apps. Kim Jong Un scheint ganz offensichtlich einen Imagewechsel anzustreben. Immer häufiger tritt der nordkoreanische Anführer mit seiner Tochter Kim Ju Ae in die Öffentlichkeit. Ein Hinweis auf eine mögliche Thronfolge oder eine Taktik, um nahbarer und menschlicher zu erscheinen? Auf der anderen Seite jedoch greift das Regime nach wie vor weiter hart durch: Archivaufnahmen und Berichte von Flüchtlingsorganisationen zeigen öffentliche Prozesse gegen Schüler, die beim Konsum südkoreanischer Popkultur erwischt worden sind. Internationale Experten betonen: Ein Imagewandel nach außen bedeutet noch keineswegs eine Aufgabe von Überwachung, Bestrafung und Zensur. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.
Er ist durch Erbfolge zum kommunistischen Diktator geworden: Kim Jong-un. Mit eiserner Hand führt er die despotische Herrschaft seines Vaters und Großvaters fort. Es gelingt ihm zwar, Nordkorea aus der diplomatischen Isolation zu holen. Doch gleichzeitig macht Kim Jong-un sein Land zu einer international gefürchteten Atommacht. Der Alltag der Menschen ist geprägt von Kontrolle, Mangelwirtschaft und Personenkult. Ehemalige nordkoreanische Diplomaten und nach Südkorea Geflüchtete berichten vom Leben jenseits des 38. Breitengrades und wie das Regime seine Macht aufrechterhält. Wichtige Instrumente der Staatsmacht sind vor allem die Geheimpolizei "Bowibu", die die Bevölkerung auf Schritt und Tritt überwacht, und die Indoktrination der Massen, in Nordkorea unter dem Begriff "Chuch'e" bekannt. Die Staatsideologie schreibt den Kult um die Kim-Familie vor - zum Wohle der Autarkie Nordkoreas. Mit dieser Leitlinie und militärischen Drohgebärden bleiben die internationalen Beziehungen angespannt. Das gilt insbesondere für das Verhältnis zu den USA - bis ausgerechnet Donald Trump, der nicht für diplomatische Finesse bekannt ist, einen Dialogversuch unternimmt. Doch die Bilanz der öffentlichkeitswirksamen Inszenierung ist ernüchternd. Eine positive Wende in den bilateralen Beziehungen bleibt aus.
Nordkorea: Das kleine Land in Ostasien gibt sich unbeugsam, seine Herrscherfamilie scheint unantastbar. Aber mit welchen Strategien schützt sich das Regime vor dem Zusammenbruch? Der Film ergründet den Führerkult des Landes und zeigt, wie Diktator Kim Jong Un mit totaler Kontrolle sein Volk beherrscht. Ein hochrangiger nordkoreanischer Flüchtling gibt Einblicke in die dunklen Finanzgeschäfte des Landes. Ein Nuklearwaffenspezialist deckt auf, mit wessen Hilfe Nordkorea die Atombombe entwickeln konnte. Und schlussendlich beantwortet der Film die zentrale Frage: Was will das Regime in Pjöngjang, was will Kim Jong Un?
Wie ist es möglich, dass Nordkorea, eines der ärmsten Länder der Welt, ein Atomwaffenprogramm finanziert, mit dem es sogar die USA herausfordern kann? Antwort: dank "Bureau 39". Diese Organisation ist eine geheime Division des Regierungsapparates. Ihr Ziel ist die Devisenbeschaffung mit allen Mitteln, um das Regime von Kim Jong Un mit Geld zu versorgen. Falschgeld, Drogen, Menschenhandel - nichts ist Nordkoreas Geld-Gangstern zu ruchlos. Die Doku enthüllt die spektakulärsten Fälle und zeigt die atemberaubenden Tricks, mit denen Nordkorea seit Jahrzehnten äußerst erfolgreich UN-Sanktionen umgeht und sein Atomprogramm aufbaut.
Kim Yo-jong: Sie ist die Schwester von Nordkoreas Diktator Kim Jong-un und zugleich seine engste Beraterin. Längst gilt Kim Yo-jong als Nordkoreas geheime Nummer zwei. Doch man weiß fast nichts von ihr. Nicht einmal ihr Geburtsjahr ist bekannt. Wer ist die Frau, die öffentlich nicht sprechen darf, aber aus dem Hintergrund die Strippen zieht? Wer ist die Souffleuse des Diktators? Wer ist Kim Yo-jong? 2011, bei der Beerdigung ihres Vaters, des "ewigen Generalsekretärs" Kim Jong-il, taucht Kim Yo-jong das erste Mal in der Öffentlichkeit auf. Seit diesem Tag gewinnt sie immer mehr an Einfluss. Wenn ihr herzkranker Diktatoren-Bruder Kim Jong-un zwischenzeitlich abtaucht, ist sie es, die Nordkorea aus dem Hintergrund führt. Sie ist auch die erste Vertreterin der Kim-Dynastie, die nach Südkorea reist. Doch die Friedensbotschafterin verwandelt sich schnell zur Hardlinerin. 2020 lässt sie das gemeinsame interkoreanische Verbindungsbüro in die Luft sprengen und droht dem Nachbarland mit dem Einsatz von Atomwaffen. Ist Nordkoreas nächster Herrscher also möglicherweise eine Diktatorin?
Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, um ihre Freiheit zu erlangen? Packende Fluchtgeschichten zeigen Bilder aus Nordkorea, die unter Lebensgefahr heimlich aufgenommen wurden. Eine Familie will mitsamt der alten Großmutter und der kleinen Kinder durchs Gebirge aus Nordkorea, dem repressivsten Staat der Erde, entkommen. Ein Pfarrer aus Südkorea hilft ihnen und wird zum selbstlosen Helden. Im Mittelpunkt des Films steht eine Mutter, die verzweifelt versucht, ihr Kind wiederzusehen, das sie zurücklassen musste; eine fünfköpfige Familie - darunter kleine Kinder und eine ältere Großmutter -, die sich auf eine tückische Reise über den Yalu-Fluss und in die feindlichen Berge Chinas begeben; und ein Mann Gottes, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, diesen verzweifelten Menschen zu helfen. Sollten sie gefasst werden, drohen schwerste Strafen, möglicherweise sogar die Hinrichtung. Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist über viele Quadratkilometer so vermint, dass dieser Fluchtweg nicht infrage kommt. Deshalb müssen Nordkoreaner, die ihr Land verlassen wollen, nicht nur einen Stacheldrahtzaun überwinden und einen reißenden Fluss überqueren, sondern sich anschließend noch heimlich über China, Vietnam und Laos bis nach Thailand durchschlagen. Erst dort sind sie sicher und werden nicht mehr an die Schergen von Kim Jong Un ausgeliefert. Was wir von Nordkorea sehen, ist zumeist genau das, was das Kim-Regime uns sehen lassen will: die Atomraketen, die großen Paraden und die emotionale Vergötterung der Kims. Der Film wirft einen Blick auf den Alltag der 26 Millionen Nordkoreaner, die weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten sind und sich nicht vorstellen können, dass es noch ein anderes Leben gibt als das, das sie führen. Historische Rückblenden und politische Exkurse erlauben eine geopolitische Einordnung der aktuellen Situation zwischen Nord- und Südkorea.
Eine Berlinerin dealt jahrelang mit Luxushandtaschen von Hermès & Co. Die wohlhabenden Käuferinnen vertrauen der charismatischen Frau. Bis herauskommt: Etliche der Modelle sind Fälschungen. Die Masche der attraktiven It-Bag-Dealerin: Sie gehört selbst zur Hautevolee Berlins, geht in Luxusboutiquen ein und aus und umschmeichelt vermögende Taschenliebhaberinnen mit Komplimenten. Deshalb vertrauen ihr die Käuferinnen - ein Fehler. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die getäuschten Käuferinnen berichten von hohen fünfstelligen Beträgen, die sie verloren haben. Denn Handtaschenmodelle wie Hermès Birkin oder Kelly werden selbst auf dem Secondhandmarkt noch hoch gehandelt, kosten auch hier nicht selten über 8000 und bis zu 50.000 Euro - oder gar mehr. Der Grund: Sogar für Betuchte ist es schwierig, eine solche Tasche direkt bei Hermès zu bekommen, denn die Lieferzeiten sind lang, und oft bekommen Kunden nicht einmal ihr Wunschmodell. Echte Fans und Sammler sind deshalb empfänglich für günstige Angebote ohne Wartezeit. Beste Voraussetzungen für das lukrative Geschäft von Fälschern und Betrügern. Das Risiko, auf sogenannte Superfakes hereinzufallen, ist deshalb groß. Doch noch schwerer als der finanzielle Verlust wiegt für die Betroffenen die menschliche Enttäuschung. Denn auch der enge freundschaftliche Kontakt, den die Taschenhändlerin bewusst mit ihnen pflegte, war nicht echt.
Gold ist so gefragt wie lange nicht - für Experten ein Warnsignal. Kriege und immer höhere Staatsschulden treiben den Preis für das Edelmetall, das Sicherheit in unruhigen Zeiten verspricht. Gold hat die Menschen schon immer fasziniert - über alle Kulturen und Jahrtausende hinweg. Gold steht für Zeitlosigkeit und war stets Objekt der Begierde. Lange waren Währungen durch Gold gedeckt, heute nicht mehr - im Zeichen explodierender Staatsschulden. Die Dokumentation "Gold. Macht. Gier." lässt führende wirtschaftspolitische Akteure zu Wort kommen. Sie sehen Gold als eine Art Fieberthermometer für die Krise im internationalen Finanzsystem.
Dynastien zwischen Glanz und Abgrund: Über viele Jahrzehnte entstehen Milliardenvermögen, weltbekannte Marken und die Faszination großer Familienimperien. Doch hinter dem Glanz stehen oftmals Krisen, Skandale und Konflikte. Die glänzenden Namen sind Agnelli, Bettencourt und Ambani. Umstritten ist die Marcos-Dynastie und bodenständig die Familie Würth. Wie schaffen sie es, langfristig erfolgreich zu sein? Von traditionsreichen Unternehmerfamilien bis zu politisch geprägten Clans: Der Film spannt den Bogen von Europa über Asien bis in die USA und erzählt von Aufstieg und Fall, von spektakulärem Erfolg, tiefen Krisen und den Mechanismen ihrer Macht. Im Fokus stehen die Agnellis, die aus einem Turiner Autobauer ein globales Industrieimperium formten, die Marcos, die durch Korruption Milliarden entzogen, ins Exil gingen und später an die Macht zurückkehrten, sowie die Würth-Familie, die mit konsequenter Aufbauarbeit zu den reichsten Unternehmerdynastien der Welt aufstieg. Ebenso beleuchtet werden die Bettencourts, deren Name durch einen der größten Familienskandale Frankreichs ging, ohne die Dominanz von L'Oréal zu brechen, und die Ambanis, die mit außergewöhnlichem Reichtum und ikonischen Symbolen moderner Macht neue Maßstäbe setzen. Gemeinsam machen sie sichtbar, was diese Dynastien antreibt, wie sie Krisen überstehen - und warum ihr Einfluss bis heute ungebrochen ist. Zwischen Marken, Macht und Milliarden: Superreiche und ihre Imperien. Ihr Aufstieg wirkt wie ein Versprechen grenzenlosen Erfolges - doch hinter dem Glanz verbergen sich nicht nur Milliardenvermögen, sondern auch Krisen, Skandale und Konflikte.
Keinen Respekt vor Regeln - nur die Überzeugung, dass wer anders denkt, den Markt beherrscht. Der Film zeigt, wie Rulebreaker Imperien schaffen: radikal, risikobereit und rücksichtslos. Ob in Technologie, Rohstoffen, Pharma oder Finanzen: Christian Angermayer, Travis Kalanick, Zhong Huijuan, Peter Thiel, Gina Rinehart und Masayoshi Son haben die Grenzen des Machbaren verschoben - und so ganze Branchen verändert. Dieser Teil der Reihe "Die Welt der Superreichen" richtet den Blick auf eine Generation von Milliardären, die Märkte nicht nur bedient, sondern neu erfunden haben - oft gegen Widerstände, Konventionen und die Logik ihrer Branchen. Travis Kalanick verwandelte eine simple Idee in ein globales Mobilitätsimperium - und legte dabei das Taxigewerbe weltweit in Trümmer. Peter Thiel erkannte früher als alle anderen, dass Technologie Macht ist, und investierte sein Kapital konsequent in die Zukunft, die er selbst mitgestalten wollte. Zhong Huijuan baute in einem der reguliertesten Märkte der Welt einen Pharmakonzern von globalem Format - mit Methoden, die die Branche bis heute beschäftigen. Gina Rinehart erbte ein angeschlagenes Unternehmen und machte daraus eines der größten Bergbauimperien der Erde - unnachgiebig, polarisierend, unaufhaltsam. Christian Angermayer setzt auf Psychedelika, Longevity und Technologie, wo andere noch zögern. Masayoshi Son verwettet Milliarden auf Visionen, die kaum jemand versteht - und scheitert spektakulär, nur um beim nächsten Mal noch größer zu wetten. Was sie alle eint: kein Respekt vor dem Status quo, kein Zögern an Grenzen - sondern die Überzeugung, dass wer die Regeln schreibt, auch den Markt beherrscht. Doch Erfolg kommt selten ohne Preis: Ihre Wege sind gepflastert mit spektakulären Siegen, milliardenschweren Fehlinvestitionen und Skandalen, die ganze Branchen erschütterten. Zwischen Marken, Macht und Milliarden: Superreiche und ihre Imperien. Ihr Aufstieg wirkt wie ein Versprechen grenzenlosen Erfolges - doch hinter dem Glanz verbergen sich nicht nur Milliardenvermögen, sondern auch Krisen, Skandale und Konflikte.
Sie sind jung, digital und weltweit vernetzt. Sie sind die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Reichtum im 21. Jahrhundert neu definieren. Ihre Erfolgsgeschichten prägen die Welt. MrBeast, Martin Klenk, Ben Francis, Lucy Guo, Ed Craven und Melanie Perkins stehen für eine Generation, die Aufmerksamkeit, Identität und digitale Erlebnisse in Milliardenunternehmen verwandelt - und das in einem atemberaubenden Tempo. Von der Garage bis zur Milliarde: Der Film richtet den Blick auf eine Generation, die die Regeln des Reichtums neu geschrieben hat. MrBeast verwandelte YouTube-Videos in ein globales Medienimperium mit Hunderten Millionen Abonnenten. Martin Klenk machte aus einer Studentenarbeit einen Weltkonzern. Ben Francis nähte in seiner Garage Trainingskleidung - und baute mithilfe von Influencer-Marketing eine der begehrtesten Sportswear-Marken der Welt. Lucy Guo wusste schon als Kind, wie man ein PayPal-Konto eröffnet, und setzte früh auf KI, als andere noch zögerten. Ed Craven bewegt sich mit seiner Vorliebe für Spielwetten souverän im Graubereich der digitalen Wirtschaft. Und Melanie Perkins hat es sich zur Mission gemacht, kreatives Gestalten für jeden zugänglich zu machen. Was sie alle eint: kein Erbe, kein Familienname, keine traditionellen Strukturen - sondern Instinkt, Risikobereitschaft und die Fähigkeit, den Zeitgeist zu lesen, bevor er sichtbar wird. Zwischen Marken, Macht und Milliarden: Superreiche und ihre Imperien. Ihr Aufstieg wirkt wie ein Versprechen grenzenlosen Erfolges - doch hinter dem Glanz verbergen sich nicht nur Milliardenvermögen, sondern auch Krisen, Skandale und Konflikte.
Oligarchen: Sie sind die reichsten Männer Russlands, herrschen über Firmenimperien und leben in Luxus. Ihren Reichtum verdanken sie dem Chaos der sich auflösenden UdSSR in den 1990er-Jahren. Die Privatisierung nach dem Zerfall der UdSSR ermöglicht einigen Russen die Einflussnahme auf die staatlichen Rohstoffkonzerne und damit großen Reichtum. Besonders ihr Verhältnis zu Putin, Russlands machthungrigem Präsidenten, spielt dabei eine wichtige Rolle. Oleg Deripask und Wladimir Potanin gehören zu den reichsten und mächtigsten Menschen Russlands. Um die Spitze zu erreichen, greifen sie auf teils niederträchtige und illegale Methoden zurück - Korruption ist ihr Alltag. Der vermutlich mächtigste und reichste unter ihnen ist jedoch Wladimir Putin. Konflikte mit dem Staatsoberhaupt sind aufseiten der Oligarchen meist nicht zu vermeiden. Sie müssen sich klar zu ihm bekennen, anderenfalls droht ihnen das Exil oder sogar der Tod. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine gerät das Vermögen der Oligarchen ins Visier der westlichen Staaten. "Tycoons - Die Macht der Milliardäre" schaut auf die reichsten Menschen der Welt, die in ihren Ländern großen Einfluss besitzen. Auf Amerikas Superreiche, die russischen Oligarchen und die chinesischen Entrepreneure an der Spitze der größten Konzerne des Landes.
Elon Musk, Jeff Bezos, Bill Gates - hinter diesen Namen stecken faszinierende Erfolgsgeschichten. Die Superreichen in den USA verändern mit technologischer Innovation die moderne Welt. Die obersten ein Prozent der US-Amerikaner sind reicher als die unteren 90 Prozent zusammen, und die Zahl der Milliardäre stieg in den letzten Jahren auf über 700. Ihr Reichtum verleiht ihnen eine große politische und gesellschaftliche Macht. Wird ihnen jemals Einhalt geboten? Der amerikanische Traum zieht seit jeher mutige Unternehmer an, deren Zukunftsvisionen sie in die Welt der Superreichen befördern: von den frühen Ölbaronen und Industriellen bis hin zu den modernen Social-Media-Influencern, die neue globale Märkte erschließen. Die Superreichen geben übermäßig viel Geld aus für typische Luxusgüter wie Megajachten, Villen und Sportwagen, aber sie leisten auch Pionierarbeit: sei es die Erforschung ferner Planeten oder die Errichtung eines virtuellen Metaversums. "Tycoons - Die Macht der Milliardäre" schaut auf die reichsten Menschen der Welt, die in ihren Ländern großen Einfluss besitzen. Auf Amerikas Superreiche, die russischen Oligarchen und die chinesischen Entrepreneure an der Spitze der größten Konzerne des Landes.
Likes, Luxus, Lügen? Influencer im Visier der Steuerfahnder
D 2026
30'
Reisen, Luxus, Geschenke - Influencer verdienen damit viel Geld. Doch manche wollen viel nehmen, aber nichts geben und zahlen keine Steuern. Jetzt sind sie im Visier der Steuerfahnder.
Der Schaden gehe in die Millionen, sagt das Finanzamt in Nordrhein- Westfalen. Mit Steuertricks versuchen manche Influencer, sich vor den unliebsamen Zahlungen zu drücken.
Allein 2025 zahlten Unternehmen in Deutschland über 800 Millionen Euro an Influencer, damit sie Werbung machen. Einnahmen, die natürlich versteuert werden müssen. Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer - je nachdem kann am Ende fast die Hälfte der Einnahmen an den Staat gehen. Tut es aber oft nicht. Allein in Nordrhein-Westfalen prüfen Ermittler des Finanzamtes Steuerfälle gegen Influencer in einem Gesamtvolumen von rund 300 Millionen Euro. "Viele Influencer scheinen vergessen zu haben, wenn sie Einnahmen haben, müssen sie auch zahlen", sagt Steuerfahnderin Stephanie Thien. Und das System mancher Influencer sei "wirklich auf Verschleierung angelegt". Die Autorinnen Greta Buschhaus und Nadine Sander wollen verstehen, wie das System der Steuervermeidung funktioniert. Sie haben unter anderem undercover bei einem Steuerberater gedreht, der aggressive Steuermodelle bewirbt und Influencern Ratschläge gibt, die die Grenze zur Legalität überschreiten. Mehr unter https://diespur.zdf.de
Informativ, hintergründig, analytisch: die Nachrichten des Tages aus Deutschland und der Welt. Mit Berichten, Reportagen und Interviews aus Politik, Gesellschaft und Kultur.
Im Hochsicherheitsgefängnis Renovación 1 in Escuintla, Guatemala, sitzen einige der gefährlichsten Verbrecher des Landes ein - unter strengen Sicherheitsvorschriften, Flucht unmöglich. Ob in einer Gemeinschaftszelle mit 30 Insassen oder in der winzigen Isolationszelle: Die Häftlinge verbringen die meiste Zeit eingesperrt. Langeweile und Platzmangel führen schnell zu Konflikten - und im schlimmsten Fall zu Unruhen und Aufständen. In der Regel dürfen sich die Insassen nur einmal alle zwei Wochen für eine Stunde draußen im Gefängnishof aufhalten. Ebenfalls alle 14 Tage sind Besuche der Angehörigen erlaubt. Um sich und ihre Familien vor möglichen Racheaktionen zu schützen, tragen die Wärter dort Masken. Mit den Gefangenen zu sprechen, ist nur dem Leiter der jeweiligen Schicht erlaubt. Jahrelang war das nur eine halbe Autostunde von der Hauptstadt entfernte Gefängnis Renovación 1 auch als "El Infiernito" bekannt, die "kleine Hölle". Damals lebten die Häftlinge dort sogar noch recht komfortabel: Ob Spielekonsolen, Fernseher, Glasfaserkabel und Zootiere im Schwimmbassin - an nichts mangelte es den Männern. Die Gangbosse unter ihnen waren die heimlichen Herren im Knast. Doch seit einer Razzia im Jahr 2024, bei der auch Waffen und Bargeld gefunden wurden, können die schlimmsten Verbrecher Guatemalas von diesen Tagen nur noch träumen. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Island gilt als das sicherste Land der Welt. Doch Drogenkriminalität und Gewalt nehmen zu. Das Hochsicherheitsgefängnis Litla Hraun ist die größte und älteste Haftanstalt des Inselstaates. Etwa 80 Häftlinge leben dort - hinter dicken Stahltüren in Einzelzellen. Alle Gemeinschaftsbereiche werden 24/7 mit Kameras überwacht. Die Wärter sind unbewaffnet - und das, obwohl bei Durchsuchungen mitunter selbst gebaute Waffen gefunden werden. Für die gefährlichsten Insassen gestaltet sich der Alltag extrem eintönig - Fernsehen und Musik hören sind die einzigen Ablenkungen. Für diejenigen, denen die Arbeit in der Gefängniswerkstatt erlaubt ist, kann das Hoffnung und neuen Lebensmut bedeuten. So wie für den 43-jährigen Marco, der wegen Drogenschmuggels inhaftiert wurde - weit entfernt von seiner Freundin und seinen beiden Töchtern. In regelmäßigen Abständen besuchen Mitglieder der Organisation Afstaða das Gefängnis. Es sind ehemalige Häftlinge, die den Insassen Rat und Hilfe anbieten. Einer von ihnen ist Haukur, ein in Island bekannter Musiker. Auch er sitzt für einige Jahre wegen Drogendelikten in dem Gefängnis ein. Sein Talent könnte ihm dabei helfen, die Zeit besser zu überstehen - und nach der Haft einen Neuanfang zu wagen. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Im Hochsicherheitsgefängnis der Hafenstadt Cebu City auf den Philippinen sitzen Mörder, Menschenhändler, Drogendealer ein. Um Aufstände zu vermeiden, müssen die Wärter 24/7 wachsam sein. Viele der inhaftierten Männer und Frauen, die in einem getrennten Bereich untergebracht sind, warten dort jahrelang auf ihr Urteil. Denn die Anzahl an Straftaten, mit denen sich die philippinischen Gerichte befassen müssen, ist extrem hoch, die Justiz ist überlastet. Wie in vielen anderen philippinischen Gefängnissen gelten auch in Cebu City völlig andere Gesetze als außerhalb. Da die Haftanstalten oft überbelegt sind, hat sich in manchen eine Art internes Gesellschaftssystem gebildet. Angeführt wird es in der Regel von einem Bosyo - einem Häftling, der sich über die Jahre einen Namen gemacht und nun das Sagen über die anderen Inhaftierten hat. Für die Gefängniswärter bedeutet das vor allem eine Arbeitserleichterung. Denn der Bosyo regiert mit strenger Hand. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Frankreichs Gefängnisse stehen vor dem Kollaps: Überbelegung, Gewalt und Suizide gehören zum Alltag der Insassen und Aufseher. In Haftanstalten wie Villepinte und Fresnes schlafen Hunderte auf dem Boden, die Zellen sind feucht und von Ungeziefer befallen. Personalmangel, psychisch kranke Gefangene, Schmuggel und zunehmende Aggression bringen das System an seine Grenzen. Die Strafvollzugsbeamten arbeiten täglich am Limit. Gründe dafür sind unter anderem improvisierte Waffen und illegale Drohnenlieferungen. In Frankreichs Haftanstalten Villepinte und Fresnes wurden allein 2025 Hunderte Drohnenvorfälle gemeldet, oft mit Drogen oder Smartphones beladen. Spezialeinheiten rücken aus, wenn Konflikte eskalieren, doch auch sie sind regelmäßig in der Unterzahl: In Fresnes, für knapp 1700 Insassen gebaut und inzwischen weit überbelegt, kommen auf 100 Häftlinge oft nur zehn bis zwölf Wärter. Häftlinge berichten von Rattenplagen, Schimmelbefall und bis zu 22 Stunden täglicher Zellenhaft bei hoher Suizidrate. Die Aufseher kämpfen täglich um Sicherheit und Ordnung in einem System, das seit Jahren wegen menschenunwürdiger Zustände auch international in der Kritik steht. Die Doku gewährt Einblick in den Alltag von Häftlingen und Aufsehern und zeigt die täglichen Herausforderungen in diesen überbelegten Gefängnissen.
In der Haftanstalt São Luís im brasilianischen Maranhão befindet sich eines der härtesten Frauengefängnisse der Welt. Strenge Regeln, Gewalt, aber auch Hoffnung bestimmen dort das Leben. In dem Gefängniskomplex sitzen Hunderte Frauen wegen Mordes, Drogenschmuggels oder Bandenkriminalität ein, oftmals für Jahrzehnte. Unter ihnen sind auch Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern, die ihre ersten beiden Lebensjahre hinter Gittern verbringen. Wer in São Luís überdauern will, muss sich anpassen. Es herrscht nicht nur extremer Platzmangel, auch die hygienischen Bedingungen sind miserabel. Doch es gibt auch Lichtblicke: Ob bei der Arbeit in der Gefängnisbäckerei, beim Lesen- und Schreibenlernen im Unterrichtsraum oder beim Bibelstudium - viele Insassinnen finden in der Haft einen besonderen Anker, der im besten Fall dabei helfen kann, ihr Leben zu verändern und der Kriminalität für immer den Rücken zu kehren. Doch der Einfluss der Banden, der viele von ihnen hinter Gittern gebracht hat, ist auch im Gefängnis allgegenwärtig. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen viele Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Die Gefängnisse im brasilianischen Nordosten gelten als besonders brutal. Gewalt, rivalisierende Banden und Überbelegung bestimmen dort den Alltag sowohl für Insassen als auch für Wärter. Wer in der Haftanstalt Geraldo Beltrão in der Provinz Paraíba sitzt, muss einiges einstecken können. Gefahr droht nicht nur den Wärtern. Auch die Häftlinge müssen wachsam sein und brauchen Schutz, um nicht von verfeindeten Banden umgebracht zu werden. Doch trotz der harschen Lebensbedingungen hinter den Gittern des Hochsicherheitsgefängnisses schöpfen viele der rund 200 Insassen - meist Mörder und Mitglieder von Gangs - dort neue Hoffnung: Sie arbeiten zum Beispiel in der Küche, lernen lesen und schreiben, holen ihren Schulabschluss nach oder schließen sogar ein Fernstudium ab. Mit solchen Arbeits- und Bildungsprogrammen versucht die Regierung, die Häftlinge zu resozialisieren - und damit zu verhindern, dass sie nach ihrer Entlassung erneut auf die schiefe Bahn geraten. Für viele stellt das die einzige Chance auf ein neues Leben dar. Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
Japan gilt als strukturiertes und sicheres Land. Doch die Kriminalität nimmt zu. Im Gefängnis von Osaka herrscht ein striktes Regiment mit drakonischen Strafen und Sprechverboten. In dieser Strafvollzugsanstalt müssen sich über 1000 Häftlinge einem starren System aus militärischem Drill und Isolation unterwerfen. Jedes Wort, jede Handlung muss von einem Wärter genehmigt werden. Das Besondere: Die Wärter tragen weder Waffen noch Handschellen. Die strenge Ordnung und die harten Bestrafungen sorgen dafür, dass das Personal in Osaka immer die Kontrolle über die Insassen behält, auch während ihrer täglichen Arbeit in einer der Werkstätten der Haftanstalt. Denn auch dieser Teil des Tages wird von Verboten bestimmt: Zur Toilette oder trinken dürfen die Häftlinge nur zu festgelegten Zeiten, miteinander zu sprechen, ist tabu. Immer wieder gibt es von Menschenrechtsorganisationen massive Kritik an diesem Vorgehen - doch der harte Kurs der Gefängnisverwaltung scheint Erfolg zu haben: Seit Jahrzehnten hat es dort zumindest keinen Gefängnisaufstand mehr gegeben. Doch wo endet Disziplin, und wo beginnt menschenunwürdige Behandlung? Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. "Überleben hinter Gittern" zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft - und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.