2017 in Bochum. Es ist ein eiskalter Februartag. In einem Mietshaus hört ein Nachbar leise Hilferufe. Die verständigte Polizei macht eine schreckliche Entdeckung: Ein Mord ist geschehen. In der Wohnung eines Rentner-Ehepaares liegt die ermordete 78-jährige Marie-Luise B., ihr Mann Paul ist schwer verletzt, lebt aber noch. Ermittler Gerhard Sobolewski hofft, dass sein einziger Zeuge überlebt und aussagen kann, doch auch Paul B. verstirbt. Wie soll Sobolewski jetzt diesen Doppelmord aufklären? Ein weiterer Fall: Es ist der 29. Oktober 1996. In einem Waldstück bei Sparow macht ein Pilzsammler einen schrecklichen Fund und benachrichtigt die Polizei. Sofort machen sich Ermittler Olaf Hildebrandt und seine Kollegen auf den Weg, und sie finden die ermordete Studentin Raina S. Polizei-Kollegen aus Dresden können berichten, dass Raina fünf Tage zuvor entführt worden war und dass der Entführer die Eltern erpressen wollte. Deshalb verfügen sie über einen Telefonmitschnitt, auf dem die Stimme des unbekannten Täters zu hören ist. Es ist der erste Fall, in dem Olaf Hildebrandt die Stimme eines Mörders auf Band hat - wird ihm das helfen, den Mann zu finden?
Hier werden die Nachrichten mit viel bissigem Witz beleuchtet. Aufs Korn genommen wird dabei das aktuelle Tagesgeschehen aus Nachrichtensendungen und Politik.
Wie haben Elizabeth II. und Camilla Britanniens König geprägt? Was blieb von Diana? Der Film wirft einen neuen Blick auf Charles III. Lange galt er als tragische Figur auf der Bühne der Windsors. Ein Sonderling, ein Ökospinner, ein Ehebrecher - die ewige Nummer zwei. Kann so ein Mann den Thron besteigen? Selbst monarchietreue Briten sahen in Charles zunächst eine Fehlbesetzung. Doch die Welt hat sich verändert. Charles dagegen ist sich treu geblieben. Es sind die vermeintlich tragischen Attribute, die ihm in den vergangenen Jahren Sympathien eingebracht haben. Beständigkeit in seiner Liebe zu Camilla, Leidenschaft im Kampf für eine bessere Welt und Langmut im Warten auf den Thron. Und das in einer Zeit, in der viele die Monarchie für ein Auslaufmodell halten. Jetzt ist es an Charles, ihren Bestand zu sichern, sie fit zu machen für die Zukunft.
Einst von der Queen missachtet und von den Medien geschmäht: Camilla, die Ehefrau von König Charles III. - Wie die Geliebte zur Königin wurde. Inzwischen ist sie eine Säule der britischen Monarchie und längst angekommen in ihrem neuen royalen Top-Job. "Terra X History" erzählt ihren steinigen Weg auf den Thron. Bei einem Polospiel traf Camilla 1972 auf den britischen Thronfolger. Der schüchterne Charles war fasziniert. Doch die ein Jahr ältere Offizierstochter galt damals nicht als geeignete Heiratskandidatin für den Prince of Wales. Nur ein Jahr später ehelichte Camilla den britischen Offizier Andrew Parker Bowles. Charles trat 1981 mit Lady Diana Spencer vor den Traualtar. Doch trotz ihrer Ehen nahm die Liaison zwischen Camilla und Charles wieder Fahrt auf. Als 1992 heimlich mitgeschnittene intime Telefongespräche veröffentlicht wurden, war das Verhältnis kein Geheimnis mehr. Camillas Ehe ging in die Brüche, 1996 folgte die Scheidung von Charles und Diana. Diana-Fans gaben Camilla die Schuld am Scheitern der Ehe. Als die "Prinzessin der Herzen" bei einem Autounfall in Paris am 31. August 1997 tragisch ums Leben kam, wuchs der Hass der Briten auf Camilla noch. Sie kämpfte jahrelang darum, die Rolle der Diana-Rivalin abzulegen und als Lebensgefährtin von Charles öffentlich akzeptiert zu werden. Schließlich gab es für die beiden doch noch ein Happy End. Als Camilla Parker Bowles und Prinz Charles nach über 30 Jahren ihr Verhältnis am 9. April 2005 legalisierten, hatte sich die Öffentlichkeit bereits weitgehend mit ihnen ausgesöhnt. Für Camilla ein Imagewechsel, der seinesgleichen sucht. Wie hat sie es geschafft, von der meistgehassten Frau Englands zum royalen Darling zu werden? Wie hat sie dem enormen Druck jahrelang standhalten können? Was macht die Beziehung zu Charles aus, und wie füllt sie ihre neue Rolle aus?
Ein Royal zu sein, ist nicht leicht: Ein falsches Outfit, ein unbedachtes Wort, ein unpassendes Hobby - und schon schlagen die Wellen hoch. "Terra X History" schaut auf die höfische Etikette. Wer "zu Königs" gehört, ist oft einem strengen Protokoll unterworfen - das ist seit vielen Jahrhunderten so. Welche Regelbrüche werden geduldet, welche geächtet? "Terra X History" erklärt, was damals und heute an den Höfen Europas erlaubt ist und was verpönt. Für Adlige gelten meist andere Maßstäbe als für Normalsterbliche, und das schon bei den banalsten Dingen: Rocklänge, Absatzhöhe, Kopfbedeckung - alles streng geregelt. Aber auch in ernsten Angelegenheiten gibt es mitunter Vorschriften für die Royals: In Spanien zum Beispiel muss Leonor, die 19-jährige Kronprinzessin, für drei Jahre Militärdienst leisten, anstatt sich - wie andere Gleichaltrige - ihren Berufsweg selbst auszusuchen. Und ihr Großvater, König Juan Carlos, dankte ab, nachdem sein Hobby, die Elefantenjagd, bei seinen Untertanen für zu viel Empörung gesorgt hatte. "Terra X History" begibt sich auf die Suche nach den geschriebenen und ungeschriebenen Regeln der europäischen Königshäuser: die Do's and Don'ts der Royals.
Legendäre Scheidungen - teuer, schmutzig und skurril
D 2025
45'
Die große Liebe soll es sein! Doch was zu Beginn wie ein Feuer brennt, ist am Ende oft nur noch Asche. "Terra X History" schaut auf sechs besonders prominent gescheiterte Beziehungen. Welche ist die schmutzigste Scheidung, welche die blutigste, die schnellste, die teuerste und welche die skurrilste Trennung der Geschichte? Und wer ließ sich am häufigsten scheiden? Der Film erzählt die Hintergründe spektakulärer Ehekriege. Die Hollywood-Romanze von Johnny Depp und Amber Heard endete in einer der größten öffentlichen Promi-Schlammschlachten der Geschichte. In einem aufsehenerregenden Gerichtsprozess ging es um die gescheiterte Ehe, um Drogen, Lügen und Gewalt. Am Ende standen für die Öffentlichkeit beide als Verlierer da. Fast 500 Jahre zuvor erlebte eine Beziehung, die wie kaum eine andere die Geschichte Englands prägte, ein blutiges Finale: Heinrichs VIII. ließ seine Gattin Anne Boleyn wegen angeblichen Ehebruchs hinrichten. Kurzen Prozess machten auch Popikone Britney Spears und Jason Alexander. Die beiden konnten gar nicht schnell genug wieder voneinander loskommen. Der Spontanehe folgte die schnellste Scheidung aller Zeiten - nach nur 55 Stunden. Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda hingegen waren lange 27 Jahre verheiratet. Was als Büroromanze begann, mündete in die vermutlich teuerste Scheidung überhaupt. Weniger teuer, aber dafür umso häufiger ließ sich Schauspielerin Liz Taylor scheiden. Bis heute gilt sie als die Frau mit den meisten Scheidungen. Als schönste Frau der Welt gefeiert, machte sie eben auch wegen ihrer vielen Ehemänner von sich reden. Zwölf Jahre dauerte das zähe Ringen um die Annullierung der skandalträchtigen Ehe von Caroline von Monaco und Philippe Junot. Es ist eine der skurrilsten Scheidungen der Geschichte. Im Mittelpunkt: das Fürstentum Monaco und der Heilige Stuhl in Rom.
Für viele ist es der schönste Tag im Leben: die Hochzeit - ein Fest der Liebe. Doch seit wann heiraten wir eigentlich? Und was hat sich daran im Lauf der Geschichte geändert? Der "Bund fürs Leben" ist hierzulande gesetzlich besonders geschützt. Seit 2017 gilt die "Ehe für alle". Meist heiraten die Paare aus Liebe - doch das war nicht immer so. "Terra X History" geht dem "Mythos Hochzeit" auf die Spur. "Verliebt, verlobt, verheiratet" - noch immer gilt diese Formel als Garant für eine glückliche Ehe. Dabei ist das Konzept der Liebesheirat noch gar nicht so alt. Lange standen andere Aspekte bei einer Eheschließung im Vordergrund: Versorgung, Vermögenssicherung und Fortbestand der Familie. Erst im Zeitalter der Romantik festigte sich die Idee einer Heirat aus Liebe. Auch die Tradition der "weißen Braut" ist noch gar nicht so alt, wie viele glauben: Als Queen Victoria I. 1840 ihren deutschen Prinzen Albert von Sachsen-Coburg ehelicht, schreitet sie in einem Traum in Weiß vor den Altar - und beeinflusst die Brautmode damit bis heute. Hochzeiten, vor allem royale, faszinieren uns, wecken Träume und Sehnsüchte. Als sich Prinzessin Diana und Prinz Charles 1981 in der Londoner St Paul's Cathedral das Jawort geben, nehmen weltweit rund 750 Millionen Zuschauer vor ihren Fernsehern an dem Ereignis teil. 2011, bei der Hochzeit von William und Kate, sind es rund zwei Milliarden. "Terra X History" spürt dem "Mythos Hochzeit" nach.
Mächtige Männer und ihre heimlichen Geliebten: Warum scheint das eine mit dem anderen unweigerlich verknüpft zu sein? "Terra X History" erzählt die Geschichte von fünf "Schattenfrauen". Die Bundeskanzler Helmut Kohl und Willy Brandt, der französische Präsident Francois Mitterand, Bayernkönig Ludwig I. und der französische König Louis XV. unterhielten jahrelang Beziehungen zu Frauen, mit denen sie nicht verheiratet waren. Teils mit fatalen Folgen. Madame de Pompadour, die offizielle Geliebte des französischen Königs Louis XV., gilt als Synonym für die "Mätresse" schlechthin. Sie war nicht nur schön, sondern auch machtbewusst und intelligent. Dem französischen König wärmte sie das Bett, verstand es aber auch, sich als einflussreiche politische Beraterin am Hof zu etablieren, und förderte Kunst und Wissenschaft. Mit ihr, meinen Historiker, begann die "Herrschaft der Mätressen" in Versailles. Die Affäre mit der Tänzerin Lola Montez kostete Bayernkönig Ludwig I. den Thron: Der betagte Monarch verfiel der Femme fatale nach ihrer ersten Begegnung. Er garantierte ihr eine fürstliche Leibrente, änderte gar sein Testament zu ihren Gunsten. Seine Untertanen waren entsetzt - und gingen auf die Barrikaden. Mit der 27 Jahre jüngeren Anne Pingeot führte Francois Mitterand jahrzehntelang ein zweites Familienleben. Sowohl seine Ehefrau Danielle als auch seine Söhne wussten von der Geliebten, auch einige Journalisten waren eingeweiht. Von der Existenz Mitterands unehelicher Tochter erfuhr die Öffentlichkeit jedoch erst nach seinem Tod. Auch Willy Brandt und Helmut Kohl unterhielten Beziehungen zu Frauen, mit denen sie nicht verheiratet waren: Beatrice Herbold lernte Bundeskanzler Helmut Kohl bei einem Urlaub in Bad Hofgastein kennen. Sie beschreibt ihn als ihren "Seelenpartner". Zwischen der Journalistin Heli Ihlefeld und Willy Brandt bestand nicht nur körperliche Anziehung, sondern auch Freundschaft und gegenseitiger Respekt. Der Film beschreibt die vielschichtigen Beziehungen zwischen mächtigen Männern und ihren heimlichen Geliebten, die oft so gar nicht den Klischees entsprechen.
Sisi und Franz: das Traumpaar aus den Filmen der 50er-Jahre mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm. Doch war Franz Joseph wirklich Sisis große Liebe? Auf der Leinwand der jugendlich-frische Monarch, zerrissen zwischen herrschaftlichen Pflichten und übergroßer Liebe zu seiner Frau Elisabeth, genannt Sisi. In Wirklichkeit war Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn ein Herrscher, der mit harter Hand regierte. Die Dokumentation erzählt die Geschichte eines konservativen Monarchen, der keine Antworten auf die drängenden politischen und gesellschaftlichen Probleme seiner Zeit fand. Persönliche Schicksalsschläge, wie den Selbstmord seines Sohnes, Thronfolger Rudolf, ertrug der Kaiser mit stoischer Haltung. "Mir bleibt doch nichts erspart auf dieser Welt", soll Franz Joseph gesagt haben, als er 1898 von dem tödlichen Anschlag auf seine Frau Elisabeth erfuhr. 43 Jahre währte die Ehe, doch lebte das Kaiserpaar längst in getrennten Welten. Auch wenn seine bedingungslose Liebe zu Sisi als historisch gesichert gilt: Sie hat ihn nicht von intimen Beziehungen zu anderen Frauen abgehalten. Auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zeichnet der Film ein emotionales Porträt von Kaiser Franz Joseph - einem Mann voller Widersprüche, geprägt von großem Pflichtbewusstsein in Zeiten des politischen Umbruchs in Europa.
Sie sind die berühmtesten Schwestern der Niederlande: die Königstöchter Amalia, Alexia und Ariane. Was bedeutet es, dass nur eine von ihnen einmal den Thron besteigen wird? Mit der Volljährigkeit rücken auch die jüngeren Töchter in das Interesse der Öffentlichkeit. Verantwortung aber trägt nur die Erstgeborene, Prinzessin Amalia. Ihr Weg ist vorbestimmt als künftige Königin der Niederlande. Ihre Schwestern aber haben die Wahl. Stellen sich Prinzessin Alexia und Prinzessin Ariane in den Dienst des Königshauses wie ihre Großtante Margriet, für die das seit mehr als 60 Jahren Lebensaufgabe ist? Oder folgen sie dem Vorbild von König Willem-Alexanders Brüdern, die als Freelance-Royals eigene Wege gingen? Die Prinzen Friso und Constantijn wurden von ihren Eltern zu einem selbstbestimmten Leben ermutigt. Job, Studium, Eigenverantwortung - so lautete die Devise bei Königin Beatrix und Prinz Claus. Friso schaffte es bis zum Top-Manager eines Nukleartechnologieunternehmens, bevor sein Leben 2013 auf tragische Weise endete. Constantijn zieht die Strippen in der Tech- und Start-up-Szene. Als Netzwerker, Berater und Veranstalter arbeitet er am Aufbau von Innovations- und Technologieökosystemen. Und doch steht er bereit, wenn es darum geht, die Krone zu repräsentieren. Willem-Alexanders Brüder haben gezeigt, dass sich königliche Herkunft und Karriere miteinander vereinbaren lassen. Das niederländische Königshaus nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Der Film blickt auf drei Generationen königlicher Geschwister und beleuchtet, was es für die Erstgeborenen bedeutet, den Thron zu übernehmen und wie es für die Jüngeren ist, als Royals auf der Reservebank aufzuwachsen.
Kein Amt in Sicht und doch im Rampenlicht. Kaum Pflichten, aber viele Privilegien. Haben Anne, Edward und Andrew, die Geschwister von König Charles III., tatsächlich das leichtere Leben? Was heißt es, "spare to heir", Ersatzerbe, zu sein? Prinzessin Anne war einmal auf Platz zwei der Thronfolge. Heute gilt sie als Fleißigste in der Königsfamilie. Von klein auf schien sie geeigneter für die große Bühne als ihr schüchterner Bruder Charles. Prinz Andrew absolvierte eine steile Militärkarriere. Nebenbei lieferte er den Medien immer wieder Skandale. Zuletzt geriet er in den Dunstkreis krimineller Machenschaften durch seinen Freund Jeffrey Epstein. Obwohl er seit Mai 2020 das Königshaus nicht mehr vertreten darf und 2022 alle Schirmherrschaften und Ehrentitel abgab, steht der Palast weiter unter Handlungsdruck, was Andrews Verstrickung in den Missbrauchsskandal betrifft. Edward ist 16 Jahre jünger als sein Bruder Charles. Er versuchte, mit einer Filmproduktionsfirma Geld zu verdienen. Doch der Erfolg blieb aus. Daher stieg der Prinz wieder verstärkt in den royalen Betrieb ein. 2022 ernannte König Charles ihn neben Anne als Staatsrat. Damit kann auch Edward seinen Bruder vertreten, wenn dieser krank oder im Ausland ist. Wie bewertet die britische Öffentlichkeit den Job der Geschwister des Königs? Und die nächste Generation? Was ist mit Harry, dem Bruder von Thronfolger William? Der Zweitgeborene hat ein Exempel statuiert: Warum sich von royalen Zwängen einengen lassen, wenn man in der Thronfolge ohnehin abgeschlagen ist? Mit seinem Ausstieg stürzte er die Königsfamilie in eine Krise. Als rebellisch galt auch Margaret, die Schwester der Queen. Doch dank ihres Muts, mit Regeln und Traditionen zu brechen, wurde sie auch zu einer Wegbereiterin für moderne Royals. Der Film beleuchtet, wie die nachgeborenen Prinzen und Prinzessinnen mit ihren Nebenrollen im königlichen Schauspiel zurechtkommen.
Für viele schien sie unsterblich, für manche bleibt sie es: Elizabeth II. - die Jahrhundertkönigin. Vertraute aus dem "Inner Circle" teilen erstmals ihre Erinnerungen an die Queen. Die Privatsekretärin, ein Freund, ein Bischof, ihr Schneider - durch ihre Erzählungen kommt der Film "Die Queen und ich" der Monarchin sehr nah. Denn was sie wirklich dachte und empfand, was sie bewegte und inspirierte, war immer ein Geheimnis. Ihre Liebe zu Schloss Windsor und ihren rasanten Fahrstil erlebte der frühere Erzbischof von Canterbury als Wochenendgast und Beifahrer der Queen. Doch stets war sie Profi. "Sie schuf eine entspannte Atmosphäre. Aber es war klar, wer der Boss ist", erinnert sich Bischof Justin Welby an seine Vieraugengespräche mit der Queen. Sie war immer akribisch vorbereitet und vergaß kein Detail. Gefürchtet ihre Frage: "Sind Sie sich sicher?" Selbst wenn sie ein paar Tage bei ihren Freunden - den Warrens - verbrachte, kam sie ihren Pflichten nach. Die roten Lederkoffer mit den Staatspapieren hatte sie ebenso im Gepäck wie ihre Reitstiefel. John Warren beriet die Queen bei der Zucht ihrer Rennpferde. Täglich telefonierten und fachsimpelten sie, erzählt er - auch von einem Erlebnis mit ihrem Vater, das den Grundstein für ihre Pferdepassion legte. Die dreireihige Perlenkette, die George VI. seiner Tochter schenkte, war ihr tägliches Accessoire. Jedes Tageskleid musste so gefertigt werden, dass die Kette zur Geltung kam. "Die Queen war durchaus kokett", sagt Modeschöpfer Stewart Parvin, der die Queen zwanzig Jahre lang einkleidete, vom Entwurf bis zur Anprobe. Zu ihrem ikonischen Look gehörte auch die Handtasche. Aber was ist dran an dem Handtaschen-Code, mit dem die Queen angeblich Signale an ihr Team sendete? Ihre Privatsekretärin klärt auf, wie die Kommunikation mit ihrer Chefin lief. Besonders gerne denkt Samantha Cohen an Aufenthalte mit der Queen in Balmoral, wo nicht nur die Amtsgeschäfte auf dem Plan standen, sondern auch viel gelacht und - auch mit ihr - getanzt wurde.
Die Rolle des Prinzen von Wales ist die wohl undurchsichtigste Position im britischen Königshaus. Ein Titel, der dem erstgeborenen männlichen Thronfolger gebührt. Doch ist er Fluch oder Segen? Wie herausfordernd langes Warten auf den Job des Monarchen sein kann, haben viele Prinzen von Wales vom Mittelalter bis heute erfahren. Strenge Erziehung, öffentliche Verantwortung und so manche Verfehlung haben die königlichen Dynastien schon ins Wanken gebracht. Mit ihm fing vor siebenhundert Jahren alles an: Edward von Woodstock, furchtloser und gefürchteter Kämpfer, wegen seiner schwarzen Rüstung auch der Schwarze Prinz genannt. Edward schmückte sich als erster mit den drei Straußenfedern, die seither das Wappen des Prinzen von Wales zieren - nebst dem Motto "Ich dien". Von ihm stammt auch der rote Rubin, den Elizabeth II. stolz in ihrer Krone trug. Nicht jeder Titelinhaber nahm es mit den Pflichten so genau: Als Prinz von Wales verprasste Georg IV. im 18. Jahrhundert ein Vermögen, frönte dem Glücksspiel und genoss ein abwechslungsreiches Sexualleben. Der spätere Edward VIII. wurde als Prinz von Wales gefeiert wie ein Popstar, galt als Lebemann und Modernisierer. Doch nach seiner Abdankung wegen der Heirat mit der geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson wurde er zur Persona non grata. Den Thron überließ er seinem Bruder - und dessen Tochter Elizabeth. Die stabilisierte die Krone, auch wenn ihr Sohn Charles als Prinz von Wales etliche Skandale verursachte. Von vielen mitleidig belächelt, konnte er erst nach 70 Jahren den Thron besteigen. Auch sein Sohn William hat es nicht leicht: Als Teenager verlor er seine Mutter Prinzessin Diana. Seine Frau Catherine und Vater Charles sind an Krebs erkrankt und Bruder Harry ätzt aus dem amerikanischen Exil mit immer neuen Vorwürfen. Seine Zeit als Prinz von Wales scheint eher Fluch als Segen zu sein.
Kaiserin Sisi, Winston Churchill, Konrad Adenauer, Marilyn Monroe und Robert Enke: Psychologe Leon Windscheid führt anhand der Prominenten durch die Geschichte der Krankheit Depression. So spricht er mit der berühmten Psychoanalytikerin Erika Freeman, die nicht nur Marilyn Monroe, sondern auch Woody Allen, Marlon Brando und viele andere Hollywood-Stars behandelte. Leon Windscheid fährt zum Kloster Maria Laach, in dem Konrad Adenauer vor den Nationalsozialisten Schutz suchte. Dort trifft er auf Prof. Hanns-Jürgen Küsters, der aus den rund 200 bislang unbekannten Briefen des ersten deutschen Bundeskanzlers zitiert, in denen auch Suizidgedanken erwähnt werden. Was war in den jeweiligen Epochen der Protagonisten über Depressionen oder entsprechende Gemütszustände bekannt, und wie gingen die Betroffenen selbst damit um? Wie sehen wir mit unserem Wissen heute auf die großen Persönlichkeiten der Weltgeschichte? Schon Sisi sagte man eine schwere Melancholie nach. Die Kaiserin wog nie mehr als 50 Kilogramm bei einer Größe von 1,72 Metern. Am Ende ihres Lebens trug sie nur noch schwarze Kleidung und vermied jeden Kontakt mit der Öffentlichkeit. Diese Melancholie, die man schon damals als psychische Krankheit begriff, bekam erst im Laufe des 19. Jahrhunderts den Namen Depression. Winston Churchill erlebte immer wieder Phasen von anhaltender Niedergeschlagenheit. Diese Zeiten nannte er "Besuch vom schwarzen Hund". Leon Windscheid trifft sich auch mit Teresa Enke, der Witwe des deutschen Fußball-Nationaltorwarts Robert Enke, der 2009 durch Suizid starb. Als Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung bemüht sie sich heute um Aufklärung hinsichtlich der Krankheit Depression. Erstmals in dieser Zusammenschau erläutert die Dokumentation die Hintergründe der Leidensgeschichten in den einzelnen Biografien.
Krankheiten können jeden treffen, auch Promis. Oft versuchen Künstler, Politiker oder Royals, ihre Leiden vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Was geschieht, wenn die Presse davon erfährt? Ob Freddie Mercury, Kaiserin Soraya oder John F. Kennedy: Sie litten heimlich an Krankheiten. Welchen Einfluss hatten ihre Gebrechen auf ihr Leben, ihre Karriere - vielleicht sogar auf die Weltgeschichte? "Terra X History" geht den Spuren berühmter Kranker nach. Kaiser Wilhelm II. litt aufgrund eines Geburtsfehlers Zeit seines Lebens an einem verkürzten linken Arm. Eine besonders strenge Erziehung sollte diesen Makel ausgleichen. Bei öffentlichen Auftritten und auf Fotos versuchte er stets, die Beeinträchtigung zu verstecken. Historiker und Ärzte sind sich einig: Wilhelm II. entwickelte daraus einen Minderwertigkeitskomplex. Hatte das auch Auswirkungen auf seine Politik? US-Präsident John F. Kennedy galt als charmanter, vitaler Politiker. Er wurde gefeiert wie ein Popstar. Dass er seit seiner frühesten Kindheit an spinaler Muskelatrophie litt, hielt Kennedy stets vor der Öffentlichkeit geheim. Starke Medikamente führten zur Abhängigkeit; die Überdosierung wiederum zu weiteren körperlichen Beeinträchtigungen. Um sich bei öffentlichen Auftritten überhaupt auf den Beinen halten zu können, trug der US-Präsident heimlich ein Stützkorsett. Kostete ihn dies am 22. November 1963 in Dallas das Leben? Die persische Kaiserin Soraya schien ein unbeschwertes Leben in Luxus und Reichtum zu führen. Doch auch sie verbarg ein Geheimnis: Nach einer schweren Typhus-Erkrankung litt die zweite Ehefrau des Schahs unter Kinderlosigkeit. Auch Fachärzte konnten nicht helfen. Nach sieben Jahren Ehe trennte sich der Kaiser von ihr, heiratete erneut, um den ersehnten Erben zu erhalten. Soraya musste den persischen Hof verlassen. Freddie Mercury, der sich mit dem tödlichen Virus HIV ansteckte, machte seine Krankheit erst nach jahrelangem Versteckspiel öffentlich - allerdings erst einen Tag vor seinem Tod. Die Mexikanerin Frida Kahlo erlitt bei einem Busunglück schwere Verletzungen, die sie monatelang ans Bett fesselten und chronische Schmerzen verursachten. Die Malerei wurde für sie zum Rettungsanker, ihre Bilder zum Ausdruck von Leid und Stärke.
Krypto-Queen Ruja Ignatova, Wirecard-Manager Jan Marsalek, Hochstaplerin Anna Sorokin: "Terra X History" zeigt drei unglaubliche Betrugsfälle und die Menschen, die alle Welt täuschten. Es geht um Geld, um sehr viel Geld. Ignatova soll Unsummen veruntreut haben. Scheinbuchungen in Milliardenhöhe werden Marsalek vorgeworfen. Und Sorokin gab sich als deutsche Millionenerbin aus und legte damit die New Yorker Schickeria aufs Kreuz. Auf die Ergreifung von Ruja Ignatova wurden 100.000 Dollar ausgesetzt. Die Deutsche aus Schramberg im Schwarzwald machte mit der von ihr 2014 gegründeten Krypto-Währung OneCoin Furore. Medien nannten sie die "Krypto-Queen", weil sie grandiose Auftritte vor ihren Anhängern absolvierte, die an sie glaubten wie an eine Heilsbringerin. Millionen Menschen, die in ihre "Währung" investierten, galt sie als Hoffnung auf ein besseres Leben. Im Oktober 2017 setzte sie sich nach Osteuropa ab. Ein Hollywoodfilm soll ihre Vita verfilmen, mit Kate Winslet in der Hauptrolle. Auch Ex-Manager Jan Marsalek setzte sich wahrscheinlich Richtung Osten ab. Mit einem Privatflugzeug floh er nach Minsk, als der Wirecard-Skandal 2020 publik wurde. Dem ehemaligen Vorstandsmitglied wird Bilanzfälschung aufgrund von Scheinbuchungen im Umfang von mindestens 1,9 Milliarden Euro vorgeworfen. Geld, das es wohl nie gab. Der Zusammenbruch von Wirecard gilt als größter Wirtschaftsskandal Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Als bekannteste Hochstaplerin unserer Zeit gilt Anna Sorokin. Sie gab sich als reiche Erbin aus und täuschte damit erfolgreich die New Yorker High Society. Mit dieser Masche erschlich sie sich Geld und geldwerte Leistungen in Höhe von 275.000 US-Dollar. 2017 wurde Sorokin wegen Betrugs verhaftet und 2019 zu einer Haftstrafe von mindestens vier Jahren verurteilt. Ihre Geschichte sorgte weltweit für Aufsehen. Wie funktioniert das Muster von Täuschung und Betrug? Wie gelingt es, andere Menschen hinters Licht zu führen? "Terra X History" blickt auf drei spektakuläre True-Crime-Geschichten über Geld, Macht und Gier.
Manchmal sind Vierbeiner genauso berühmt wie Herrchen und Frauchen. Und sie sind gut fürs Image. "Terra X History" erzählt die Geschichte von mächtigen Menschen, Hund und Katz. Tiere spielen im Leben vieler Menschen eine Hauptrolle. Auch die Mächtigen dieser Welt sind davon nicht ausgenommen. Allein im Weißen Haus tummelten sich bereits unzählige Vierbeiner. In Großbritannien sind die Corgis der Queen Legende. So mancher Politiker und Staatschef nutzt seinen Hund, um Sympathiepunkte zu sammeln. Oder - wie Adolf Hitler - als Teil der eigenen Inszenierung. Andere lieben ihre Vierbeiner einfach und nehmen sie überall hin mit. Auch ins Weiße Haus - die berühmteste Hundehütte der Welt, wie manche behaupten. Schon US-Präsident Franklin D. Roosevelt brachte seine Fala mit in den Amtssitz, aber auch neben George Bush Jr. und Barack Obama saßen Fellnasen im Oval Office. Kennedys kleine Pushinka war ein diplomatisches Geschenk - mit Grüßen aus Moskau. Auch im französischen Élysée-Palast ist mit seinen mehr als 360 Zimmern noch Platz für Hunde. Nur, wenn mal ein kleines Malheur passiert, wie bei Nemo, dem Hund von Emmanuel Macron, wird der Protokollchef nervös. In der Londoner Downing Street Nummer 10 residiert hingegen eine Katze: Der Posten des Chief Mouser, des obersten englischen Mäusejägers, ist eine dotierte Beamtenstelle auf Lebenszeit der Katze. Premierminister kommen und gehen, der Chief Mouser bleibt. "Die Hunde der Mächtigen - und eine Katze" ist eine tierische Reise durch die Weltgeschichte und erzählt von Vierbeinern, die an der Seite ihrer Menschen selbst zu Berühmtheiten wurden.
Romy und Magda Schneider: Mutter, Tochter, Rivalinnen?
D 2025
55'
Filmstar Romy Schneider: Neu entdeckte Privatfilme, Briefe und Tagebücher geben spannende Einblicke in ihr Leben, vor allem in die schwierige Beziehung zu Mutter Magda. Hals über Kopf zog Romy Schneider 1958 nach Paris, zu ihrer großen Liebe Alain Delon. Damit verabschiedete sie sich vom deutschen Nachkriegsfilm, in dem Mutter und Tochter ein Gespann waren, das die Kinokassen klingeln ließ. Eine Flucht vor der Übermutter? Hängte Romy ihre Sissi-Rolle an den Nagel, weil sie in der mütterlichen "Zwangsjacke" zu ersticken drohte? Zu Beginn von Romy Schneiders Karriere galt Magda als omnipräsente Helikoptermutter, als "Wachhund", der den Jungstar keine Sekunde aus den Augen ließ. Eifersüchtig soll sie verfolgt haben, wie Romy zum gefeierten Kinostar aufstieg und die Filmkarriere der Mutter in den Schatten stellte. Und nicht nur das: Magda soll rigoros alle anspruchsvollen Rollenangebote für die junge Romy vom Tisch gefegt haben. Die Tochter sollte lieber weiterhin in Schmonzetten spielen, in denen Magda gleich mit gebucht wurde. Lange werden diese Vermutungen nicht hinterfragt. Der neue Dokumentenfund erzählt von Romys Sehnsüchten, Ängsten und Leidenschaften, vor allem aber offenbart er, wie es wirklich war - das Verhältnis von Romy und Magda Schneider.
Hier werden die Nachrichten mit viel bissigem Witz beleuchtet. Aufs Korn genommen wird dabei das aktuelle Tagesgeschehen aus Nachrichtensendungen und Politik.
Einst von der Queen missachtet und von den Medien geschmäht: Camilla, die Ehefrau von König Charles III. - Wie die Geliebte zur Königin wurde. Inzwischen ist sie eine Säule der britischen Monarchie und längst angekommen in ihrem neuen royalen Top-Job. "Terra X History" erzählt ihren steinigen Weg auf den Thron. Bei einem Polospiel traf Camilla 1972 auf den britischen Thronfolger. Der schüchterne Charles war fasziniert. Doch die ein Jahr ältere Offizierstochter galt damals nicht als geeignete Heiratskandidatin für den Prince of Wales. Nur ein Jahr später ehelichte Camilla den britischen Offizier Andrew Parker Bowles. Charles trat 1981 mit Lady Diana Spencer vor den Traualtar. Doch trotz ihrer Ehen nahm die Liaison zwischen Camilla und Charles wieder Fahrt auf. Als 1992 heimlich mitgeschnittene intime Telefongespräche veröffentlicht wurden, war das Verhältnis kein Geheimnis mehr. Camillas Ehe ging in die Brüche, 1996 folgte die Scheidung von Charles und Diana. Diana-Fans gaben Camilla die Schuld am Scheitern der Ehe. Als die "Prinzessin der Herzen" bei einem Autounfall in Paris am 31. August 1997 tragisch ums Leben kam, wuchs der Hass der Briten auf Camilla noch. Sie kämpfte jahrelang darum, die Rolle der Diana-Rivalin abzulegen und als Lebensgefährtin von Charles öffentlich akzeptiert zu werden. Schließlich gab es für die beiden doch noch ein Happy End. Als Camilla Parker Bowles und Prinz Charles nach über 30 Jahren ihr Verhältnis am 9. April 2005 legalisierten, hatte sich die Öffentlichkeit bereits weitgehend mit ihnen ausgesöhnt. Für Camilla ein Imagewechsel, der seinesgleichen sucht. Wie hat sie es geschafft, von der meistgehassten Frau Englands zum royalen Darling zu werden? Wie hat sie dem enormen Druck jahrelang standhalten können? Was macht die Beziehung zu Charles aus, und wie füllt sie ihre neue Rolle aus?
Mächtige Männer und ihre heimlichen Geliebten: Warum scheint das eine mit dem anderen unweigerlich verknüpft zu sein? "Terra X History" erzählt die Geschichte von fünf "Schattenfrauen". Die Bundeskanzler Helmut Kohl und Willy Brandt, der französische Präsident Francois Mitterand, Bayernkönig Ludwig I. und der französische König Louis XV. unterhielten jahrelang Beziehungen zu Frauen, mit denen sie nicht verheiratet waren. Teils mit fatalen Folgen. Madame de Pompadour, die offizielle Geliebte des französischen Königs Louis XV., gilt als Synonym für die "Mätresse" schlechthin. Sie war nicht nur schön, sondern auch machtbewusst und intelligent. Dem französischen König wärmte sie das Bett, verstand es aber auch, sich als einflussreiche politische Beraterin am Hof zu etablieren, und förderte Kunst und Wissenschaft. Mit ihr, meinen Historiker, begann die "Herrschaft der Mätressen" in Versailles. Die Affäre mit der Tänzerin Lola Montez kostete Bayernkönig Ludwig I. den Thron: Der betagte Monarch verfiel der Femme fatale nach ihrer ersten Begegnung. Er garantierte ihr eine fürstliche Leibrente, änderte gar sein Testament zu ihren Gunsten. Seine Untertanen waren entsetzt - und gingen auf die Barrikaden. Mit der 27 Jahre jüngeren Anne Pingeot führte Francois Mitterand jahrzehntelang ein zweites Familienleben. Sowohl seine Ehefrau Danielle als auch seine Söhne wussten von der Geliebten, auch einige Journalisten waren eingeweiht. Von der Existenz Mitterands unehelicher Tochter erfuhr die Öffentlichkeit jedoch erst nach seinem Tod. Auch Willy Brandt und Helmut Kohl unterhielten Beziehungen zu Frauen, mit denen sie nicht verheiratet waren: Beatrice Herbold lernte Bundeskanzler Helmut Kohl bei einem Urlaub in Bad Hofgastein kennen. Sie beschreibt ihn als ihren "Seelenpartner". Zwischen der Journalistin Heli Ihlefeld und Willy Brandt bestand nicht nur körperliche Anziehung, sondern auch Freundschaft und gegenseitiger Respekt. Der Film beschreibt die vielschichtigen Beziehungen zwischen mächtigen Männern und ihren heimlichen Geliebten, die oft so gar nicht den Klischees entsprechen.
Liebe, Lust und Leidenschaft - Sex im geteilten Deutschland
D 2023
45'
DDR-Bürger sind sexuell ungehemmt - Wessis eher prüde. Stimmt das? Was ist dran an den Geschichten über das unterschiedliche Liebesleben der Deutschen in Ost und West vor dem Mauerfall? Denn angeblich sollen ostdeutsche Frauen häufiger einen Orgasmus haben als die im Westen, so zumindest eine Studie der 80er. Danach haben Menschen in der DDR auch früher Sexualkontakte, heiraten öfter und bekommen früher Kinder als in der Bundesrepublik. 40 Jahre lang leben und lieben die Deutschen tatsächlich in zwei sehr unterschiedlichen Systemen. Bereits seit den 60er-Jahren geht die DDR viel offener mit dem Intimleben ihrer Bürger um. Es geht hier auch um pragmatischere Haltungen in Fragen von Sexualität, Ehe und Familie. Denn für die DDR-Planwirtschaft sind weibliche Arbeitskräfte unentbehrlich. Das führt dazu, dass im Osten fast alle Frauen berufstätig, aber auch in jeder Hinsicht emanzipierter sind. Im Westen gibt es dagegen bis 1977 ein Gesetz, nach dem eine Frau nur mit Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten darf. Die DDR versteht sich nicht nur beim Thema "Gleichberechtigung der Geschlechter" als fortschrittlich. Die Diktatur will dem Klassenfeind immer einen Schritt voraus sein. Während im Westen die Frauen für ihr Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf Abtreibung kämpfen, führt die Regierung in Ostberlin schon 1972 die Fristenregelung ein, die einen Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate straffrei ermöglicht. Beim Thema Homosexualität zeigt sich die DDR - zumindest auf dem Papier - toleranter. Der Paragraf 175, der gleichgeschlechtliche Liebe bei Männern unter Strafe stellt, verschwindet im Osten schon Ende der 50er-Jahre aus dem Gesetzbuch - im Westen erst 1994. Diskriminierung erleben Lesben und Schwule im real existierenden Sozialismus dennoch genauso wie im Westen. Pornografie, Prostitution und Sexshops sind in der DDR dagegen verboten, gelten als "dekadenter Auswuchs des Kapitalismus". Im Westen boomt seit den 70er-Jahren die Erotikindustrie. In "Liebe, Lust und Leidenschaft" kommen Zeitzeugen aus Ost und West zu Wort. "ZDF-History" zeigt, wie Deutschland im Kalten Krieg gelebt und geliebt hat.
Ein Royal zu sein, ist nicht leicht: Ein falsches Outfit, ein unbedachtes Wort, ein unpassendes Hobby - und schon schlagen die Wellen hoch. "Terra X History" schaut auf die höfische Etikette. Wer "zu Königs" gehört, ist oft einem strengen Protokoll unterworfen - das ist seit vielen Jahrhunderten so. Welche Regelbrüche werden geduldet, welche geächtet? "Terra X History" erklärt, was damals und heute an den Höfen Europas erlaubt ist und was verpönt. Für Adlige gelten meist andere Maßstäbe als für Normalsterbliche, und das schon bei den banalsten Dingen: Rocklänge, Absatzhöhe, Kopfbedeckung - alles streng geregelt. Aber auch in ernsten Angelegenheiten gibt es mitunter Vorschriften für die Royals: In Spanien zum Beispiel muss Leonor, die 19-jährige Kronprinzessin, für drei Jahre Militärdienst leisten, anstatt sich - wie andere Gleichaltrige - ihren Berufsweg selbst auszusuchen. Und ihr Großvater, König Juan Carlos, dankte ab, nachdem sein Hobby, die Elefantenjagd, bei seinen Untertanen für zu viel Empörung gesorgt hatte. "Terra X History" begibt sich auf die Suche nach den geschriebenen und ungeschriebenen Regeln der europäischen Königshäuser: die Do's and Don'ts der Royals.
ZDFroyal: Plötzlich Majestät - Liebe und Geheimnis
Plötzlich Majestät - Liebe und Geheimnis
D 2025
45'
Was passiert, wenn sich Bürgerliche in Royals verlieben und umgekehrt? Das Leben steht erst einmal Kopf und am Ende zumindest eine kleine Krise der Monarchie. Kann es ein Happy End geben? Die Liebe zu einem Royal hat für Mary Donaldson, Mette-Marit Tjessem Høiby, Kate Middleton und Daniel Westling alles verändert. Können die Bürgerlichen die anachronistischen Ansprüche und Erwartungen der Königshäuser erfüllen? Wenn ja, zu welchem Preis? Eine Begegnung kann das Leben von einem Tag auf den anderen durcheinanderwirbeln, Traditionen über den Haufen werfen und ganze Monarchien erschüttern. So geschehen, als sich um die Jahrtausendwende Europas Thronfolger und Thronfolgerinnen nicht mehr standesgemäße Partner wählen. Die Dokumentation erzählt die bewegenden Liebesgeschichten der beliebtesten drei Prinzen und der beliebtesten Kronprinzessin in einzigartigen Bildern, kommentiert und eingeordnet von ausgewiesenen Monarchie-Expertinnen und Königshauskennern. Der Fokus liegt auf den Bürgerlichen, die sich mit royalen Traditionen, Pflichten und Gepflogenheiten vertraut machen müssen. Was geben sie für ein Leben in Prunk und Pracht an der Seite eines Royals auf? Wie kommen sie damit klar, permanent im Rampenlicht zu stehen und kritisch beäugt zu werden? Gibt es historische Vorbilder? Als die Australierin Mary Donaldson während der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000 den dänischen Kronprinzen Frederik in einem Pub kennenlernt, ahnen beide noch nicht, was es bedeutet, wenn eine beruflich erfolgreiche Tasmanierin einen Thronfolger am anderen Ende der Welt liebt. Und wenn sich der norwegische Kronprinz Haakon auf einem Musikfestival in eine blonde Schönheit mit einem Vorleben verliebt, dann ist die Skepsis gegenüber einer ernsthaften Partnerschaft sehr groß. Kate Middleton freundet sich zunächst mit Prinz William während des Studiums an und erfährt sehr schnell, welcher Druck auf ihr lastet, als die beiden ein Paar werden. Bei der Verlobung 2010 beschreibt es Kate als "beängstigende Aussicht", ein Mitglied der königlichen Familie zu werden. Der Fitnesstrainer Daniel Westling aus dem kleinen schwedischen Dorf Ockelbo bekommt einen eigenen Trainer an die Seite gestellt, um zu lernen, wie man sich auf dem royalen Parkett bewegt und immer zwei Schritte hinter Kronprinzessin Victoria bleibt. Die Dokumentation beschreibt die Hürden und Bürden für die royalen Liebespaare in der Gegenwart und Vergangenheit - und warum sich so viele Menschen für sie interessieren.
ZDFroyal: Plötzlich Majestät - Hochzeit und Verwandlung
Plötzlich Majestät - Hochzeit und Verwandlung
D 2025
45'
Vier rauschende royale Hochzeiten mit vier Bürgerlichen, die in Europas Königsfamilien einheiraten. Nationale Feste, die Traditionen und modernes Leben miteinander verknüpfen. Bis es so weit ist, müssen Kate Middleton, Mary Donaldson, Mette-Marit Tjessem Høiby und Daniel Westling viel lernen. Denn es gibt für sie keine richtige Ausbildung für das künftige Leben als Royal. Wie meistern die Bürgerlichen ihren Weg? Bei royalen Eheschließungen ging es früher um politische Allianzen zwischen Königreichen. Der Hochadel heiratete fast ausschließlich untereinander. Liebe war dabei der unwichtigste Faktor. Das hat sich im 21. Jahrhundert komplett geändert. Alle europäischen Thronerben haben sich um das Jahr 2000 in Bürgerliche verliebt. Und trotzdem werden Traditionen hochgehalten, wenn es um die Zukunft der Monarchien geht. Die auserwählten Partnerinnen und Partner werden von der Königsfamilie und der ganzen Nation genauestens geprüft. Sind sie würdig? Sind sie wirklich in der Lage, ihre künftige Rolle auszufüllen? Etwa neun Jahre musste Kate Middleton auf den Heiratsantrag von Prinz William warten. Eine lange Zeit der Prüfung. Als ihre Verlobung am 16. November 2010 bekannt gegeben wird, sind schließlich nicht nur die Briten aus dem Häuschen. Fünf Monate später verfolgen 200 Millionen Zuschauer weltweit die Hochzeit vor dem Fernseher. "Es war wahrscheinlich die größte königliche Hochzeit seit Charles und Diana in den 80er-Jahren. Die Aufregung um diese königliche Hochzeit war also sehr, sehr groß", erklärt die britische Journalistin Afua Hagan im ZDF-Interview. Die bürgerliche Millionärstochter Kate Middleton weiß um das Erbe, das sie antritt. Auch Schwedens Thronerbin Victoria und der Bürgerliche Daniel Westling geben sich erst nach rund acht Jahren das Jawort. Zeichen dafür, dass der Schritt vor den Traualtar wohl überlegt sein will? "Sie mussten um ihre Liebe kämpfen", so die Königshausexpertin Jenny Alexandersson. Den öffentlichen Druck verspüren auch Mary Donaldson, die sich in den dänischen Kronprinzen Frederik verliebte, und die Norwegerin Mette-Marit, die den norwegischen Thronfolger Haakon zum Lebenspartner wählte. Dabei hatte Norwegens König Harald selbst Jahrzehnte zuvor die Bürgerliche Sonja Haraldsen gegen alle Widerstände geheiratet. Die Anforderungen an die Bürgerlichen sind hoch: Mary gibt für ihre Zukunft mit Frederik nicht nur ihre australische und englische Staatsbürgerschaft auf und beginnt ein Leben in einem gänzlich fremden Land. Sie muss auch ihre Religion wechseln und im Falle einer Scheidung auf ihre Kinder verzichten. Bei aller Skepsis gegenüber den Bürgerlichen in Königshäusern erwarten die Menschen, dass sich die Monarchien modernisieren und mit der Zeit gehen. Bürgerliche "machen die königliche Familie viel nahbarer", so die Historikerin Ellie Woodcare. Und letztendlich wünschen sich alle ein gutes Ende für eine echte Liebesgeschichte - auch für Royals. Die Dokumentation erzählt in opulenten Bildern die Hochzeiten der Thronerben in den bekanntesten europäischen Königshäusern und leuchtet die Hintergründe aus.
Wie verändern bürgerliche Prinzessinnen und ein Prinz Europas Monarchien? Welchen Einfluss haben ihre Wertvorstellungen auf die Königshäuser? Ein Balanceakt zwischen Tradition und Moderne. Nach der Hochzeit erfüllen Kate, Mary, Mette-Marit und Daniel ihre wichtigste Pflicht: Sie bekommen Nachwuchs. Doch sind sie ihrer neuen royalen Rolle auf Dauer gewachsen? Wie meistern sie die Herausforderungen eines Lebens im Palast? Wie gehen sie mit Krisen um? "Adeliges Blut und Blutlinie sind nicht mehr so wichtig wie einst", so die Historikerin Ellie Woodacre gegenüber dem ZDF. Aber die Öffentlichkeit beobachtet die Bürgerlichen, die nach der Jahrtausendwende in das britische, schwedische, dänische und norwegische Königshaus eingeheiratet haben, sehr genau. Als Prinz Daniel nach der Geburt seiner Tochter Estelle Elternzeit nimmt, ist das für einen schwedischen Royal bislang einmalig. Wie reagieren die Schweden? Und wie kommt der Prinz als Mann damit klar, immer zwei Schritte hinter Victoria herzulaufen? Norwegens neue Prinzessin Mette-Marit bringt einen Sohn aus erster Ehe in die Königsfamilie. Wie beurteilen die Norwegerinnen und Norweger die Patchworkfamilie? Und wie viele Konflikte hält sie aus? "Kate hat die Monarchie modernisiert, ihr Image aufgepeppt, und sie ist die Zukunft", erklärt die britische Historikerin Anna Whitelock. Aber gefährden schwere gesundheitliche Sorgen den Bestand der Monarchie? Oder geht sie gestärkt aus der Krise hervor? "Wenn Royals Personen mit einem normalen Hintergrund heiraten, dann hilft das, den Vertrag zwischen Königtum und den Leuten aufrechtzuerhalten", erklärt die Historikerin Ellie Woodacre. Aber was geschieht, wenn das Leben von Royals dem Leben normaler Bürger immer ähnlicher wird und in der Presse sogar von Ehekrisen wie in Dänemark oder Schweden die Rede ist? "Die Monarchie und die royale Familie stehen für traditionelle Werte. Deshalb ist ein glückliches Paar sehr wichtig für dieses Image", ordnet die schwedische Königshaus-Expertin Jenny Alexandersson die Krisengerüchte um Daniel und Victoria ein. Wie viel Geheimnis braucht eine Monarchie, und wie weit muss sie sich den Bürgern öffnen, um ihre Sympathie auch im 21. Jahrhundert zu behalten? Die Doku liefert Antworten.
Mächtige Männer und ihre heimlichen Geliebten: Warum scheint das eine mit dem anderen unweigerlich verknüpft zu sein? "Terra X History" erzählt die Geschichte von fünf "Schattenfrauen". Die Bundeskanzler Helmut Kohl und Willy Brandt, der französische Präsident Francois Mitterand, Bayernkönig Ludwig I. und der französische König Louis XV. unterhielten jahrelang Beziehungen zu Frauen, mit denen sie nicht verheiratet waren. Teils mit fatalen Folgen. Madame de Pompadour, die offizielle Geliebte des französischen Königs Louis XV., gilt als Synonym für die "Mätresse" schlechthin. Sie war nicht nur schön, sondern auch machtbewusst und intelligent. Dem französischen König wärmte sie das Bett, verstand es aber auch, sich als einflussreiche politische Beraterin am Hof zu etablieren, und förderte Kunst und Wissenschaft. Mit ihr, meinen Historiker, begann die "Herrschaft der Mätressen" in Versailles. Die Affäre mit der Tänzerin Lola Montez kostete Bayernkönig Ludwig I. den Thron: Der betagte Monarch verfiel der Femme fatale nach ihrer ersten Begegnung. Er garantierte ihr eine fürstliche Leibrente, änderte gar sein Testament zu ihren Gunsten. Seine Untertanen waren entsetzt - und gingen auf die Barrikaden. Mit der 27 Jahre jüngeren Anne Pingeot führte Francois Mitterand jahrzehntelang ein zweites Familienleben. Sowohl seine Ehefrau Danielle als auch seine Söhne wussten von der Geliebten, auch einige Journalisten waren eingeweiht. Von der Existenz Mitterands unehelicher Tochter erfuhr die Öffentlichkeit jedoch erst nach seinem Tod. Auch Willy Brandt und Helmut Kohl unterhielten Beziehungen zu Frauen, mit denen sie nicht verheiratet waren: Beatrice Herbold lernte Bundeskanzler Helmut Kohl bei einem Urlaub in Bad Hofgastein kennen. Sie beschreibt ihn als ihren "Seelenpartner". Zwischen der Journalistin Heli Ihlefeld und Willy Brandt bestand nicht nur körperliche Anziehung, sondern auch Freundschaft und gegenseitiger Respekt. Der Film beschreibt die vielschichtigen Beziehungen zwischen mächtigen Männern und ihren heimlichen Geliebten, die oft so gar nicht den Klischees entsprechen.
Kaiserin Sisi, Winston Churchill, Konrad Adenauer, Marilyn Monroe und Robert Enke: Psychologe Leon Windscheid führt anhand der Prominenten durch die Geschichte der Krankheit Depression. So spricht er mit der berühmten Psychoanalytikerin Erika Freeman, die nicht nur Marilyn Monroe, sondern auch Woody Allen, Marlon Brando und viele andere Hollywood-Stars behandelte. Leon Windscheid fährt zum Kloster Maria Laach, in dem Konrad Adenauer vor den Nationalsozialisten Schutz suchte. Dort trifft er auf Prof. Hanns-Jürgen Küsters, der aus den rund 200 bislang unbekannten Briefen des ersten deutschen Bundeskanzlers zitiert, in denen auch Suizidgedanken erwähnt werden. Was war in den jeweiligen Epochen der Protagonisten über Depressionen oder entsprechende Gemütszustände bekannt, und wie gingen die Betroffenen selbst damit um? Wie sehen wir mit unserem Wissen heute auf die großen Persönlichkeiten der Weltgeschichte? Schon Sisi sagte man eine schwere Melancholie nach. Die Kaiserin wog nie mehr als 50 Kilogramm bei einer Größe von 1,72 Metern. Am Ende ihres Lebens trug sie nur noch schwarze Kleidung und vermied jeden Kontakt mit der Öffentlichkeit. Diese Melancholie, die man schon damals als psychische Krankheit begriff, bekam erst im Laufe des 19. Jahrhunderts den Namen Depression. Winston Churchill erlebte immer wieder Phasen von anhaltender Niedergeschlagenheit. Diese Zeiten nannte er "Besuch vom schwarzen Hund". Leon Windscheid trifft sich auch mit Teresa Enke, der Witwe des deutschen Fußball-Nationaltorwarts Robert Enke, der 2009 durch Suizid starb. Als Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung bemüht sie sich heute um Aufklärung hinsichtlich der Krankheit Depression. Erstmals in dieser Zusammenschau erläutert die Dokumentation die Hintergründe der Leidensgeschichten in den einzelnen Biografien.
Krankheiten können jeden treffen, auch Promis. Oft versuchen Künstler, Politiker oder Royals, ihre Leiden vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Was geschieht, wenn die Presse davon erfährt? Ob Freddie Mercury, Kaiserin Soraya oder John F. Kennedy: Sie litten heimlich an Krankheiten. Welchen Einfluss hatten ihre Gebrechen auf ihr Leben, ihre Karriere - vielleicht sogar auf die Weltgeschichte? "Terra X History" geht den Spuren berühmter Kranker nach. Kaiser Wilhelm II. litt aufgrund eines Geburtsfehlers Zeit seines Lebens an einem verkürzten linken Arm. Eine besonders strenge Erziehung sollte diesen Makel ausgleichen. Bei öffentlichen Auftritten und auf Fotos versuchte er stets, die Beeinträchtigung zu verstecken. Historiker und Ärzte sind sich einig: Wilhelm II. entwickelte daraus einen Minderwertigkeitskomplex. Hatte das auch Auswirkungen auf seine Politik? US-Präsident John F. Kennedy galt als charmanter, vitaler Politiker. Er wurde gefeiert wie ein Popstar. Dass er seit seiner frühesten Kindheit an spinaler Muskelatrophie litt, hielt Kennedy stets vor der Öffentlichkeit geheim. Starke Medikamente führten zur Abhängigkeit; die Überdosierung wiederum zu weiteren körperlichen Beeinträchtigungen. Um sich bei öffentlichen Auftritten überhaupt auf den Beinen halten zu können, trug der US-Präsident heimlich ein Stützkorsett. Kostete ihn dies am 22. November 1963 in Dallas das Leben? Die persische Kaiserin Soraya schien ein unbeschwertes Leben in Luxus und Reichtum zu führen. Doch auch sie verbarg ein Geheimnis: Nach einer schweren Typhus-Erkrankung litt die zweite Ehefrau des Schahs unter Kinderlosigkeit. Auch Fachärzte konnten nicht helfen. Nach sieben Jahren Ehe trennte sich der Kaiser von ihr, heiratete erneut, um den ersehnten Erben zu erhalten. Soraya musste den persischen Hof verlassen. Freddie Mercury, der sich mit dem tödlichen Virus HIV ansteckte, machte seine Krankheit erst nach jahrelangem Versteckspiel öffentlich - allerdings erst einen Tag vor seinem Tod. Die Mexikanerin Frida Kahlo erlitt bei einem Busunglück schwere Verletzungen, die sie monatelang ans Bett fesselten und chronische Schmerzen verursachten. Die Malerei wurde für sie zum Rettungsanker, ihre Bilder zum Ausdruck von Leid und Stärke.
Sie sind reich, berühmt und kriminell: Stars, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten oder gar ein Menschenleben auf dem Gewissen haben. "Terra X History" erzählt fünf spektakuläre Fälle. Sind vor dem Gesetz alle gleich? Was passiert, wenn berühmte Persönlichkeiten vor Gericht stehen? Wird härter über VIPs geurteilt, oder fallen die Strafen sogar milder aus? Der Film zeigt, mit welchen Folgen Stars leben müssen, die getötet haben. O. J. Simpson, einer der größten Footballstars der USA, muss sich vor Gericht wegen Doppelmordes an seiner Ex-Frau und ihrem Bekannten verantworten. Doch gerissene Anwälte erreichen am Ende einen Freispruch. Die Schauspielerin Ingrid van Bergen wird zu sieben Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt, weil sie ihren Geliebten Klaus Knaths erschoss - benebelt von Alkohol und Medikamenten. Der Rapper Snoop Dogg steht vor Gericht, weil ein Mitglied einer gegnerischen Gang bei einem Streit ums Leben kam. Welche Rolle spielte der Musiker dabei? Schauspieler Günther Kaufmann gesteht einen Mord, den er nie begangen hat, und Paralympics-Star Oscar Pistorius erschießt seine Freundin durch eine geschlossene Tür. War es Mord oder ein tragischer Unfall?
Sie sind die wahren "James Bonds" - aber das Leben der echten Spione verläuft noch "viel spannender". Das sagt einer der berühmtesten deutschen Agenten, Werner Mauss, bei "History". Werner Mauss gilt als Legende: Undercover hat er RAF-Terroristen enttarnt, die Räuber des Kölner Domschatzes ausfindig gemacht und illegale Gifthändler überführt. Für "Terra X History" gewährt der verdeckte Ermittler Einblick in seine Arbeit. Mata Hari - eine weitere Legende. Die erotische Tänzerin gerät im Ersten Weltkrieg zwischen die Fronten, spioniert sowohl für Frankreich als auch für das Deutsche Reich. Ein Doppelleben führt auch der Brite Kim Philby im Kalten Krieg - er arbeitet für Briten und Sowjets. Seiner Enttarnung kommt er nur durch die Flucht nach Moskau zuvor, wo Stalin ihn dann misstrauisch überwachen lässt. Als Heldin gefeiert wird hingegen Anne Chapman alias "Null-Null-Sex", Putins angebliche Geheimwaffe im Westen. Seit ihrer Rückkehr nach Russland tritt sie ganz indiskret im Fernsehen und in Social-Media-Kanälen auf. James Bonds historisches Vorbild ist Sidney Reilly: Der Gentleman und Lebemann reist im Auftrag Ihrer Majestät um die ganze Welt und scheitert schließlich beim Versuch, Lenin zu töten. Lange totgeschwiegen wird der polnische Agent Witold Pilecki: Freiwillig lässt er sich im KZ Auschwitz inhaftieren, um das Massenmorden der Nazis aufzudecken. Später will er auch Verbrechen der Sowjets enthüllen und wird dafür hingerichtet. Erst nach Ende des Kalten Krieges erfolgt seine Rehabilitierung als polnischer Nationalheld.
Der Vatikan - ein Ort des Glaubens und dunkler Geheimnisse. Ein mysteriöser Mehrfachmord, ein beinahe tödliches Attentat und eine erpresserische Entführung werfen noch immer Fragen auf. Wer steckt hinter den Verbrechen? Die Geheimdienste, die Mafia oder gar der Klerus selbst? Ist es Intransparenz, die Spekulationen befördert, oder hat der Vatikan tatsächlich etwas zu vertuschen? Die Angehörigen der Opfer fordern Gewissheit. 4. Mai 1998. Gegen 21.00 Uhr findet ein Schweizer Gardist drei Leichen in der Dienstwohnung seines Kommandanten. Die Opfer: Alois Estermann, der Kommandant der päpstlichen Elite-Truppe, dessen Ehefrau Gladys und der junge Gardist Cédric Tornay. Alle drei starben durch Pistolenschüsse, doch niemand der Nachbarn hat diese gehört. Die genauen Umstände des Mehrfachmordes sind bis heute ungeklärt, auch wenn der Vatikan den Fall nach neun Monaten als Wahnsinnstat von Cédric Tornay zu den Akten legt. Die Mutter des vermeintlichen Mörders, Muguette Baudat, glaubt fest an die Unschuld ihres Sohnes. Tatsächlich legt eine zweite unabhängige Obduktion der Leiche ihres Sohnes den Verdacht nahe, dass die offizielle Version des Tathergangs so nicht stimmen kann. Manches erinnert an einen anderen Kriminalfall, der den Vatikan einige Jahre zuvor erschüttert hat: die Entführung von Emanuela Orlandi, der damals 15-jährigen Tochter eines Vatikanangestellten. Bis heute ist ihr Schicksal ungewiss. Immer wieder gibt es neue Spuren. Ali Agca, der Papst-Attentäter von 1981, behauptete, dass Emanuela noch lebe. Die Ex-Geliebte eines Mafiabosses sagte aus, an der Entführung des Mädchens beteiligt gewesen zu sein. Ging es etwa um schmutzige Geschäfte der Vatikanbank? Schon der rätselhafte Tod von Papst Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen im Amt wird mit den mafiösen Machenschaften des Finanzinstituts in Verbindung gebracht. Hängen die Fälle möglicherweise zusammen, wie Pietro Orlandi, der Bruder Emanuelas, glaubt? Die Familien der Opfer kämpfen weiter für Wahrheit und Gerechtigkeit.
Abweichler, Journalisten und Oppositionelle leben in Russland gefährlich. Sie sterben durch Gift, auf offener Straße durch Schüsse oder unter mysteriösen Umständen im Arbeitslager. Es scheint fast so, als ob das Regime immer wieder unliebsame Kritiker einfach ausschaltet. Und das zur Abschreckung meist öffentlich. Beweise gibt es kaum. Dabei liegt die Täterschaft russischer Geheimdienste nah: Sind sie die Killer des Kremls? Seit Jahren bestehen im Grunde nur wenige Zweifel daran, wie Putins Apparat mit Kritikern oder sogenannten Landesverrätern umgeht. Es ist ein autokratisches System, das wenig Widerspruch duldet und frei nach der russischen Redensart "Kein Mensch, kein Problem" operiert. Ein solches Problem stellte wohl auch die Journalistin Anna Politkowskaja dar. Sie wurde im Treppenhaus ihres Wohnhauses hingerichtet. Zuvor recherchierte sie kritisch zu Putin und seinen Verbündeten. Russische Oppositionelle leben dabei besonders gefährlich. Boris Nemzow war politischer Konkurrent, der in den Augen des Kremls wohl zum Problem wurde. Im Herzen Moskaus wurde der Oppositionsführer erschossen. In beiden Fällen führen bis heute die Spuren nach Tschetschenien, regiert von Ramsan Kadyrow - auch bekannt als Putins Bluthund. Jahre später stirbt ein weiterer Rivale Putins nach jahrelanger Verfolgung in einer russischen Strafkolonie: Alexej Nawalny. Zuvor überlebte er einen Giftanschlag. Mit ihm verlieren viele die letzte Hoffnung auf ein neues Russland. Einer der letzten Oppositionellen ist Wladimir Kara-Mursa. Er wurde gleich zweimal Opfer von Giftanschlägen. Dennoch kehrte er nach Russland zurück und landete prompt im russischen Gulag. Nur ein Gefangenenaustausch bewahrte ihn wohl vor einem ähnlichen Schicksal wie Nawalny. Doch er und seine Familie wissen, dass sie ihres Lebens niemals sicher sein können. Denn Wladimir Putin ist selbst ein Mann der Geheimdienste. Eines galt für ihn und seine politischen Freunde schon immer als unverzeihlich: der Verrat. Geheimdienstler, die es wagen, abtrünnig zu werden, besiegeln damit ihr Schicksal. So wie der Ex-KGB-Mann Alexander Litwinenkow. Nachdem er in Großbritannien überlief, wurde er mit einem radioaktiven Kampfstoff in London vergiftet und starb im Krankenhaus. Nirgendwo ist man, so scheint es, vor der Rache des Kremls sicher, auch nicht in Deutschland. Mitten im Berliner Tiergarten wird Zelimkhan Kangoshvili hingerichtet. Er hatte Jahre zuvor in Tschetschenien gegen Russland gekämpft. Die deutsche Justiz spricht von einem Mord im staatlichen Auftrag Russlands - ohne jeden Zweifel. Währenddessen weist Putin persönlich jede Schuld für politische Auftragsmorde von sich. "Terra X History" zeigt, wie Kritiker des Systems verfolgt werden und welche Spuren in den Kreml führen.