Es ist die Erfüllung eines Lebenstraums: eine gewaltige Reise quer durch Südamerika. Mit Hündin Pepper fahren Svenja (33) und Sebastian (38) mit ihrem Camper über den riesigen Kontinent. Wenn sie morgens ihre Tür aufmachen, sehen sie Canyons oder Lagunen und manchmal 6000 Meter hohe Berge. Ein Jahr haben sie sich für das Abenteuer ihres Lebens Zeit genommen. Es ist eine Reise voller Überraschungen, die ihnen immer wieder viel abverlangt. Die Höhe der Anden und die oft fehlende Infrastruktur macht Südamerika zu keinem einfachen Reiseland - besonders mit ihrem alten Gefährt, einem Auto ohne Allradantrieb und Komfort.
Nathalie (37), Moritz (40) sowie ihre beiden Kinder Sophie (14) und Jonas (7) sind auf ihrem Katamaran unterwegs in die Karibik. Zwei Jahre lang haben sie sich auf das Bootsleben vorbereitet. Die Familie hat ihren durchgeplanten Alltag in Deutschland eingetauscht gegen ein neues Leben - ohne Gewissheit, was die nächste Woche oder die nächsten Monate bringen. Um sich von der Schulpflicht unabhängig zu machen, mussten sie sich in Deutschland abmelden.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
Japan gilt auch als das "Land der tausend Inseln". Die Reihe "Wildes Japan" stellt einige von ihnen vor. Erste Station ist Honshu, die größte japanische Insel. Honshu ist bekannt für städtische Ballungsräume und unendliche Wildnis. Die beeindruckende Kirschbaumblüte im Frühling lockt Touristen aus aller Welt an. Die Japaner leben hier im Einklang mit der Natur. Nicht selten kommt es vor, dass Wildtiere - wie etwa Marderhunde - mitten in Tokio zu sehen sind.
Aktive Vulkane, tropische Strände und smaragdgrünes Meer mit einer einzigartigen Unterwasserwelt - der südliche Teil Japans liegt etwas abgeschieden, besticht aber durch seine Schönheit. Auf den südlichen Inseln springen Makaken auf den Rücken der Sikahirsche herum, Miniatur-Wildschweine kämpfen mit der Nahrungssuche. Die warme Meeresströmung Kuroshio sorgt für großen Fischreichtum und bunte Korallen und lässt die begehrte Alge Mozuku wachsen.
Hokkaido, die zweitgrößte Insel des Landes, ist bekannt für ihre imposante Natur. Thermalquellen und Vulkane gehören ebenso dazu wie Bären, Sikahirsche und arktische Temperaturen im Winter. Das Leben auf Hokkaido ist hart - für Mensch und Tier. Der Sommer ist kurz, der Herbst traumhaft schön und bunt, der Winter eisig kalt. Dieses extreme Klima zieht seltene Tiere wie Riesenseeadler an, aber auch die vom Aussterben bedrohten Mandschurenkraniche.
Sie stampfen mit Wucht auf den Boden. Grimmig starren sie sich an. Im nächsten Moment stürzen die massigen Körper krachend aufeinander. Uralte Rituale und eiserne Disziplin gehören zum Sumo-Ringen dazu. Auch die Kleinen werden schon trainiert - und gemästet. Sumo ist nicht einfach nur ein Sport. Die besten Ringer werden in Japan immer noch gefeiert wie Helden.
Seit mehr als 50 Jahren reisen sie gemeinsam durch die Zeit: Udo Lindenberg & das Panikorchester. In Deutschland haben sie einen Stellenwert wie Johnny Hallyday in Frankreich oder Adriano Celentano in Italien. Angefangen hat alles 1973 im beschaulichen Münster, als Udo Lindenberg mit Steffi Stephan , Gottfried Böttger , Peter "Backi" Backhausen und Karl Allaut die Band gründete. Im gleichen Jahr kam das Erfolgsalbum "Alles klar auf der Andrea Doria" heraus. Was dann folgte, ist Geschichte... Nicht alle Musiker waren durchgängig in der Band, die Besetzung wechselte häufig. Im Jahr 1996 formierte sich wieder der "alte Kern der Gang" und begleitet seitdem Lindenberg auf seinen Tourneen. Der Dokumentarfilm zeigt in anekdotischen Ausschnitten den Weg von der Stammkneipe "Onkel Pö" bis in die großen Stadien der "Bunten Republik Deutschland". Herzstück der Erzählung sind die Orchestermitglieder, aber auch Musiker wie Johannes Oerding, Jan Delay, Clueso, Adel Tawil und Peter Maffay kommen zu Wort.
Seit jeher wurde Migration nach Deutschland musikalisch begleitet. Arbeiterwohnheime und Teehäuser waren die ersten improvisierten Bühnen für gesellschaftskritische Musik. Die Musiker sangen und komponierten Lieder, die ihre Lebensumstände in der Ferne widerspiegelten. Abgekapselt vom Herkunftsland entwickelten die türkischen Migranten in Deutschland eine eigene Musikkultur mit großen Unterschieden zum Musikleben im Heimatland. Die musikalische Subkultur der türkischen Einwanderer, die es in dieser Form nur in Deutschland gab, ist ein kulturelles Erbe der Bundesrepublik.
Die dreiteilige Musikdokumentation geht auf Zeitreise: gesellschaftliche Entwicklungen, die sich in der Musik widerspiegeln, werden von den jeweiligen Interpreten noch einmal aus persönlicher Perspektive beleuchtet. Als "Mädchen, Mädchen" 1994 die Charts stürmt, fühlen sich unzählige Mädchen und Frauen im ganzen Land angesprochen. Der Song thematisiert die Selbstbestimmung von Frauen, auch in ihrer Sexualität - ein Thema, das zuvor kaum in der Popkultur behandelt wurde. Dieser Song steht sinnbildlich für die "Girlie"-Kultur der 1990er-Jahre, in der Frauen wie die "Spice Girls" oder "Tic Tac Toe" die Bühne erobern. Jennifer Weist erzählt, wie auch sie als Kind von der Begeisterung rund um "Mädchen, Mädchen" mitgerissen wurde. Für Jennifer zeigen Themen wie der Gender Pay Gap und der Gender Care Gap aber, dass Deutschland noch immer weit davon entfernt ist, eine Gesellschaft zu schaffen, in der Frauen wirklich selbstbestimmt und gleichberechtigt sind. Diese Erfahrungen bringen Jennifer dazu, "Mädchen, Mädchen" rund 30 Jahre später auf ihrem ersten Soloalbum neu zu interpretieren. In dieser Folge spricht auch die Original-Songwriterin Luci van Org über die Entstehung des Hits.
Mit ihrem Kulthit "Ein Jahr " traf die Band Fehlfarben 1980 den Nerv einer ganzen Generation. Und die Parallelen zu heute sind erschreckend. Die Band beschreibt die damalige Zeit des Umbruchs, die von Themen geprägt war, die sich heute zu wiederholen scheinen, so: "Es gibt irrationale Politiker, die plötzlich an die Macht kommen wollen. Es gibt Umweltangst. Es gibt Krisenangst. Es gibt Terrorismusangst." "Es geht voran" spiegelt die Stimmung in Westdeutschland der frühen 1980er-Jahre wider, eine Ära, die zwischen Aufbruch und Resignation pendelt. Im Westen Deutschlands ist die Gesellschaft gespalten zwischen der Hoffnung auf Veränderung und dem Gefühl der Ohnmacht. Es sind die letzten Jahre der SPD-Regierung von Helmut Schmidt, während sich mit Helmut Kohl bereits eine neue konservative Ära anbahnt. Die Ängste vor RAF-Terror, dem Kalten Krieg und einer nuklearen Katastrophe sind allgegenwärtig. Die Fehlfarben-Mitglieder Peter Hein und Thomas Schwebel begeben sich noch einmal an die entscheidenden Orte ihrer Bandgeschichte und lüften die Geheimnisse des Kultsongs.
Als 2004 eine Nagelbombe in der Kölner Keupstraße explodiert, trifft das die vorwiegend migrantische Community der Straße schwer. 22 Menschen werden verletzt, zahlreiche Geschäfte verwüstet - die Brutalität dieses Angriffs hinterlässt die Bewohner fassungslos. Die Behörden vermuten zunächst, dass die Täter Verbindungen zur Keupstraße haben und ordnen die Tat als möglichen Clankonflikt ein. Der damalige Bundesinnenminister Otto Schily schließt einen rechtsterroristischen Hintergrund aus. Rapper Eko Fresh war bereits damals ein Star in Deutschland und bekannt für seinen humorvollen und unkonventionellen Stil. Er kommt aus Köln-Kalk und verbringt viel Zeit in der Keupstraße. Das falsche Narrativ, der Anschlag sei ein interner Konflikt, hält sich jahrelang. Erst 2011 bringt ein Bekennervideo der Rechtsextremistin Beate Zschäpe die Wahrheit ans Licht. Mit seinem Song "Es brennt" aus dem Jahr 2014 möchte Eko Fresh der jahrelangen Unwissenheit und Ignoranz begegnen. "Ich muss über diesen Vorfall sprechen. Wenn ich das nicht erzähle, wer soll es dann erzählen?", sagt Eko Fresh.
Sultan baut sich in Saarbrücken eine neue Welt auf. Hier kann er sich so entfalten, wie er es in seiner Heimat Oman nie konnte. Seit seiner Flucht nach Deutschland mischt er als Dragqueen das saarländische Nachtleben auf. Doch seine Vergangenheit begleitet ihn auch hier und holt ihn immer wieder ein.
Die 7 gilt als heilige Zahl. Sie verbindet die Zahl 3, die für Gott steht, und die 4, die Zahl für die Welt. Siebenmal über eine Brücke gehen - das erfordert Mut, Abgründe zu übertreten - alles mit dem Ziel, am Ende neue Ufer zu erreichen. Die Entstehungsgeschichte des Liedes ist eng an die politischen Ereignisse Ende der 70er Jahre geknüpft. Eine Parabel zunächst nicht für die Brücke zwischen Ost und West, sondern zwischen Ost und Ost. Das Lied hat seinen Ursprung in Ostdeutschland. Dann aber hört der westdeutsche Rockstar Peter Maffay den Titel und die gesamtdeutsche Karriere von "Über sieben Brücken musst du gehen" beginnt...