ORF III wirft einen Blick zurück auf die Geschichte des österreichischen Kabaretts, kommentiert von prominenten Vertretern des heimischen Kabaretts wie Michael Niavarani, Angelika Niedetzky, Joesi Prokopetz, Andrea Händler, Lukas Resetarits, Florian Scheuba, Werner Sobotka, Erwin Steinhauer und Andreas Vitasek.
Im Jahr 1945 ist der Zweite Weltkrieg endlich zu Ende. Wien liegt in Trümmern, doch Österreich hat schon eine provisorische Regierung und steht aus der Asche der Bomben wieder auf. So, wie sich die ersten Lebenszeichen der Freiheit unter der alliierten Besatzung zeigen, regt sich auch die Kabarettszene - Simpl, Werkl, Literatur am Naschmarkt und Lieber Augustin öffnen wieder ihre Pforten. Auch die überlebenden Größen der Szene kehren wieder nach Wien zurück. Hermann Leopoldi, Karl Farkas oder Gerhard Bronner treten wieder auf.
Der Umgang des Landes mit seiner eigenen Täterschaft im Nationalsozialismus ist fragwürdig. Schon 1948 sind alle offiziellen Entnazifizierungs-Maßnahmen de facto zu Ende. Die Wehrmachtsgeneration bestimmt den Blick auf die Vergangenheit. Ein Zustand, der von den eben heimgekehrten Kabarettisten und Kabarettistinnen immer wieder bissig kommentiert wird. Farkas übernimmt in den 50ern die künstlerische Leitung des Simpl und bringt es zu neuer Blüte sowohl auf der Bühne als auch im Fernsehprogramm mit seinen berühmten "Bilanzen". In seinem Ensemble ist auch Fritz Muliar.
Zum eher unpolitischen Unterhaltungskabarett im Simpl gesellt sich in den 1950er Jahren das "namenlose Ensemble"; ihm gehören Gerhard Bronner, Carl Merz und Helmut Qualtinger an. Letzterer trifft mit seinem Ein-Personen-Stück "Der Herr Karl" mitten in die Seele der österreichischen Nachkriegsgeneration und schreibt damit Fernsehgeschichte. Kein anderes Stück Kabarettgeschichte fängt den Zeitgeist so präzise und schonungslos ein. Doch das mit Carl Merz geschrieben Stück löst auch einen Skandal aus. Viele fühlen sich dadurch bloßgestellt.
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Seine "Waldheimat" hat der Volksdichter Peter Rosegger in seinen Büchern unsterblich gemacht. Zu allen Jahreszeiten, aber vor allem im Winter, entfaltet diese Gegend in den Fischbacher Alpen ihren größten Charme. Gestalter Gebhard Hölzl zeigt, wie sich das Leben hier in den letzten ein, zwei Generationen verändert hat. Nach wie vor ist es hart und entbehrungsreich. Aber wer hier in der freien Natur seiner Arbeit nachgeht, wird mit den großen landschaftlichen Reizen belohnt. Die ORF-III-Produktion stellt mehrere Menschen vor, die hier verwurzelt sind und die über das Heute und das Gestern sprechen.
Der Himmel schleiert zu, die Abende werden kühler und kürzer - Zeit für die Bewohner der Mürztaler Almen, die Saison zu beenden und die Tiere wieder ins Tal zu treiben. Gestalter Michael Weinmann ist mit der Kamera durch das herbstliche Mürzer Oberland gezogen und zeigt, wie die ansässigen Menschen hier mit dem Saisonwechsel umgehen: die Halterin Melanie Lasselsberger, der Musikant Gerhard Gruber, der gerne einmal auf der Hütte aufspielt und den Leuten die letzten sonnigen Tage heroben versüßt, der ehemalige Holzknecht Johann Brandl, der erzählt, dass das frühere Leben der Holzknechte weit von jeder Hüttenromantik entfernt gewesen ist. Außerdem stellt der Film die beiden jungen Pferdeliebhaberinnen Angelika Sparer und Veronika Lercher vor, die ihre Pferde in der warmen Jahreszeit auf der Alm grasen lassen, sowie Martin Veitschegger vom Arbeitersängerbund Maienzeit, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen das überlieferte Liedgut lebendig erhält.
In kaum einer Gegend hat sich das Leben der Bergbauern so erhalten wie im Pongau. Seit den 1950er Jahren betreibt die Familie Gehwolf ihren Hof in der Wagrainer Hofmark. Josef Gehwolf hatte den Hof schon von seinem Vater übernommen und ist nun selbst schon über 40 Jahre lang der Hofbauer. Seit drei Jahren betreibt nun sein Sohn Josef Junior mit seiner jungen Familie den höfischen Betrieb zwischen Wagrain und Kleinarl auf 1010 Metern Seehöhe. Und seit über drei Jahrzehnten sind die Griesbauer-Gespanne aus der Gegend nicht mehr wegzudenken: Die Gehwolfs sind die einzigen in Wagrain, die vor Ort Pferdeschlittenfahrten anbieten.
Hoch oben in den Bergen thront der Mönchsberghof der Familie Schaidreiter und gibt den Blick frei bis in den Kilometer weit entfernten Talschluss mit seinem malerischen Jägersee. Christine Schaidreiter ist vor allem für die Hausgäste verantwortlich, die dem Trend Zurück-In-Die-Natur folgen und freie Tage und Urlaube am Bauernhof verbringen, während Hans Schaidreiter, der den Hof von seinen Eltern übernahm, sich um den Hof kümmert. Unterstützung erfährt er durch seine Mutter Trude Schaidreiter, die sich freut, dass sie trotz ihres Alters noch mitarbeiten darf.
Ein besonders starkes Miteinander der Generationen lebt auch die Familie Viehhauser am Kleinarler Schwabhof, der schon seit über 100 Jahren in Familienbesitz ist. Rupert Viehhauser ist Milchbauer und Viehzüchter. Weit über 100.000 Kilo Milch werden pro Jahr auf dem riesigen Gelände, das an die 70 Fußballfelder fassen könnte, produziert. R: Christian Papke
Die Rax ist so etwas wie der Hausberg der Wiener und der Niederösterreicher. Sie bietet für alle etwas: für Spaziergänger, für Skifahrer und auch für Kletterer. Unter den Ortsansässigen haben sich trotz der starken touristischen Nutzung die Werte der bäuerlich geprägten Gesellschaft früherer Jahrzehnte erhalten. Dazu zählt auch die Gams-Jagd, die hier verbreitet ist. Die Rax gilt als erstklassiges Gämsen-Revier im Voralpengebiet. Regisseur Wolfgang Winkler porträtiert diese Bergregion und zeigt den traditionellen Umgang der Menschen mit der Natur und der Tierwelt.
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Diese "Land der Berge" - Produktion durch die Salzburger Berge startet von der Salzburger Altstadt aus zur Osterhorngruppe. Der Gaisberg - der Hausberg der Salzburger - begrenzt das weite Salzburger Becken im Osten. Er hat eine wahrhaft turbulente Geschichte hinter sich, in die wir unterwegs nach oben auf sein kahles Haupt eintauchen. Der Gaisberg ist der erste Berg der Osterhorngruppe mit almreichen Kalkvoralpen und seinem von kleinen Tälern zerfurchten Bergland zwischen Salzburg, Fuschlsee, Wolfgangsee und Golling. Das Gipfelplateau auf knapp 1300 Meter eröffnet weitreichende Ausblicke ins Alpenvorland. Eine Serpentinenstraße zum Gipfel für das zahlungskräftige Festspielpublikum und den Rennsport mit Luxus-Karossen ersetzte Ende der 1920er Jahre die alte Zahnradbahn. Über das Wiestal und die Strubklamm führt der Weg weiter zum Hintersee als Ausgangspunkt für eine spezielle Wanderwelt mit eng zerfurchten Tälern, hinauf auf die weitläufigen Almböden samt beeindruckendem Panorama. Vorbei an der Postalm im tiefen Salzkammergut ruht der Blick schließlich am runden Gipfel des Osterhorns. (Doku 2022)
Der Umbau des Schlosshotels zieht sich unerwartet in die Länge. Lennie sucht zusätzliche Ausweichquartiere für seine Gäste, doch damit ist die Chefin des Springer-Reisekonzerns nicht einverstanden. Zu den beruflichen Turbulenzen treten private Probleme. Ida fühlt sich von Lennie sehr vernachlässigt und wird - zu allem Unglück - in einen Verkehrsunfall verwickelt.
Mit Roy Black, Julia Biedermann, Julia Kent, Pierre Brice, Christine Schuberth, Kurt Weinzierl
Lennie Berger sucht verzweifelt nach seiner Freundin Ida, die seit geraumer Zeit verschwunden ist. Als diese Lennie und Krista Springer in einer verfänglichen Situation überrascht, sucht Ida tief enttäuscht Trost bei dem charmanten Franzosen Andre. Der elegante Geschäftsmann bietet ihr an, ihn doch auf seine Geschäftsreise zu den weißen Pferden von Lipica zu begleiten.
Mit Roy Black, Julia Biedermann, Pierre Brice, Mike Krüger, Julia Kent, Christine Schuberth, Kurt Weinzierl
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Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Die Wiener Kapuzinergruft beherbergt nicht nur viele Lebensgeschichten, sondern auch viele Leidensgeschichten. Die Ursachen, an denen die Mitglieder des Herrscherhauses verstarben, waren mannigfaltig. Manche Habsburger erreichten für damalige Verhältnisse ein hohes Alter, wie etwa Franz Joseph, der 86 Jahre alt wurde. Andere raffte der Tod früh hinweg wie etwa seine Tochter Erzherzogin Sophie, die bereits das frühe Kindesalter nicht überlebte. Seuchen wie die Pocken oder die Tuberkulose schlugen in der Geschichte ihre Schneisen durch das Kaiserhaus. Auch gegen andere gesundheitliche Gefahren wie Infektionen war man am Hof kaum besser gerüstet als die einfachen Menschen - zu schlecht war generell der medizinische Wissensstand. Karl Hohenlohe fragt in dieser Erbe Österreich Neuproduktion nach den Todesursachen der Habsburger. R: Sandra Rak
Kronprinz Rudolf war ziemlich genau vier Monate tot, als in Wien-Ottakring Hermann Chajm Steinschneider zur Welt kam, später besser bekannt als Magier Erik Jan Hanussen. Der Hellseher und Trickkünstler verzauberte damals die Massen und ritt auf einer Welle des Okkultismus, die die österreichische Gesellschaft an der Jahrhundertwende erfasst hatte. Eine vage Äußerung auf einer Berliner Bühne brachte ihm den Ruf ein, den Reichstagsbrand am Folgetag vorausgeahnt zu haben - Hanussen wurde als Jude bei der NS-Machtergreifung ermordet. In Österreich war er nur das prominenteste Beispiel einer großen Faszination für paranormale Phänomene. Die Erbe Österreich Neuproduktion macht sich auf die Spuren dieser seltsamen Sucht nach dem Schattenreich.
Maria Theresia kämpfte an vielen Fronten, eine davon war der Aberglaube. Im Banat, das die Habsburger erst kürzlich den Türken abgetrotzt hatten, häuften sich die Berichte über blutleer gesaugte Menschen. Die ORF-III-Produktion "Maria Theresias Vampirjäger" beschäftigt sich mit der Seuche namens "Vampyrismus", die es im 18. Jahrhundert sogar in medizinische Fachjournale schaffte. Gegen solchen Aberwitz schickte die Kaiserin ihren Leibarzt Gerard van Swieten los, der als eingefleischter Aufklärer die ganze Vampirwelt gnadenlos als Mythos entlarvte. Doch sogenannte "Kaffeehauszeitungen" und Untergrundblätter verbreiteten den Spuk weiter, obwohl Maria Theresia sie alle verbieten ließ. Angeblich lancierte Preußens Friedrich II. bewusst Vampir-Gerüchte in Österreich, um seiner Wiener Erzgegnerin zu schaden. So überdauerte die Vampir-Legende eineinhalb Jahrhunderte, bevor sie unauslöschlich in die Weltliteratur einsickerte. Zunächst war der Vampirmythos - man höre und staune - sogar in der Steiermark verortet, wo auch der erste Stummfilm zu dem Thema entstand. Erst der irische Autor Bram Stoker verpflanzte 1897 mit seinem Welthit "Dracula" die Vampire ins ferne Transsylvanien.
In dieser Folge "Was schätzen Sie..?" begrüßt Karl Hohenlohe wieder Gäste mit spannenden Kunstgegenständen im Wiener Dorotheum. Die Expertinnen und Experten des Auktionshauses überprüfen wie gewohnt Antiquitäten, Gemälde und Schmuck auf Herkunft und Wert.
Die Wiener Kapuzinergruft beherbergt nicht nur viele Lebensgeschichten, sondern auch viele Leidensgeschichten. Die Ursachen, an denen die Mitglieder des Herrscherhauses verstarben, waren mannigfaltig. Manche Habsburger erreichten für damalige Verhältnisse ein hohes Alter, wie etwa Franz Joseph, der 86 Jahre alt wurde. Andere raffte der Tod früh hinweg wie etwa seine Tochter Erzherzogin Sophie, die bereits das frühe Kindesalter nicht überlebte. Seuchen wie die Pocken oder die Tuberkulose schlugen in der Geschichte ihre Schneisen durch das Kaiserhaus. Auch gegen andere gesundheitliche Gefahren wie Infektionen war man am Hof kaum besser gerüstet als die einfachen Menschen - zu schlecht war generell der medizinische Wissensstand. Karl Hohenlohe fragt in dieser Erbe Österreich Neuproduktion nach den Todesursachen der Habsburger. R: Sandra Rak
Kronprinz Rudolf war ziemlich genau vier Monate tot, als in Wien-Ottakring Hermann Chajm Steinschneider zur Welt kam, später besser bekannt als Magier Erik Jan Hanussen. Der Hellseher und Trickkünstler verzauberte damals die Massen und ritt auf einer Welle des Okkultismus, die die österreichische Gesellschaft an der Jahrhundertwende erfasst hatte. Eine vage Äußerung auf einer Berliner Bühne brachte ihm den Ruf ein, den Reichstagsbrand am Folgetag vorausgeahnt zu haben - Hanussen wurde als Jude bei der NS-Machtergreifung ermordet. In Österreich war er nur das prominenteste Beispiel einer großen Faszination für paranormale Phänomene. Die Erbe Österreich Neuproduktion macht sich auf die Spuren dieser seltsamen Sucht nach dem Schattenreich.
Maria Theresia kämpfte an vielen Fronten, eine davon war der Aberglaube. Im Banat, das die Habsburger erst kürzlich den Türken abgetrotzt hatten, häuften sich die Berichte über blutleer gesaugte Menschen. Die ORF-III-Produktion "Maria Theresias Vampirjäger" beschäftigt sich mit der Seuche namens "Vampyrismus", die es im 18. Jahrhundert sogar in medizinische Fachjournale schaffte. Gegen solchen Aberwitz schickte die Kaiserin ihren Leibarzt Gerard van Swieten los, der als eingefleischter Aufklärer die ganze Vampirwelt gnadenlos als Mythos entlarvte. Doch sogenannte "Kaffeehauszeitungen" und Untergrundblätter verbreiteten den Spuk weiter, obwohl Maria Theresia sie alle verbieten ließ. Angeblich lancierte Preußens Friedrich II. bewusst Vampir-Gerüchte in Österreich, um seiner Wiener Erzgegnerin zu schaden. So überdauerte die Vampir-Legende eineinhalb Jahrhunderte, bevor sie unauslöschlich in die Weltliteratur einsickerte. Zunächst war der Vampirmythos - man höre und staune - sogar in der Steiermark verortet, wo auch der erste Stummfilm zu dem Thema entstand. Erst der irische Autor Bram Stoker verpflanzte 1897 mit seinem Welthit "Dracula" die Vampire ins ferne Transsylvanien.
Die Wiener Kapuzinergruft beherbergt nicht nur viele Lebensgeschichten, sondern auch viele Leidensgeschichten. Die Ursachen, an denen die Mitglieder des Herrscherhauses verstarben, waren mannigfaltig. Manche Habsburger erreichten für damalige Verhältnisse ein hohes Alter, wie etwa Franz Joseph, der 86 Jahre alt wurde. Andere raffte der Tod früh hinweg wie etwa seine Tochter Erzherzogin Sophie, die bereits das frühe Kindesalter nicht überlebte. Seuchen wie die Pocken oder die Tuberkulose schlugen in der Geschichte ihre Schneisen durch das Kaiserhaus. Auch gegen andere gesundheitliche Gefahren wie Infektionen war man am Hof kaum besser gerüstet als die einfachen Menschen - zu schlecht war generell der medizinische Wissensstand. Karl Hohenlohe fragt in dieser Erbe Österreich Neuproduktion nach den Todesursachen der Habsburger. R: Sandra Rak
Kronprinz Rudolf war ziemlich genau vier Monate tot, als in Wien-Ottakring Hermann Chajm Steinschneider zur Welt kam, später besser bekannt als Magier Erik Jan Hanussen. Der Hellseher und Trickkünstler verzauberte damals die Massen und ritt auf einer Welle des Okkultismus, die die österreichische Gesellschaft an der Jahrhundertwende erfasst hatte. Eine vage Äußerung auf einer Berliner Bühne brachte ihm den Ruf ein, den Reichstagsbrand am Folgetag vorausgeahnt zu haben - Hanussen wurde als Jude bei der NS-Machtergreifung ermordet. In Österreich war er nur das prominenteste Beispiel einer großen Faszination für paranormale Phänomene. Die Erbe Österreich Neuproduktion macht sich auf die Spuren dieser seltsamen Sucht nach dem Schattenreich.
Maria Theresia kämpfte an vielen Fronten, eine davon war der Aberglaube. Im Banat, das die Habsburger erst kürzlich den Türken abgetrotzt hatten, häuften sich die Berichte über blutleer gesaugte Menschen. Die ORF-III-Produktion "Maria Theresias Vampirjäger" beschäftigt sich mit der Seuche namens "Vampyrismus", die es im 18. Jahrhundert sogar in medizinische Fachjournale schaffte. Gegen solchen Aberwitz schickte die Kaiserin ihren Leibarzt Gerard van Swieten los, der als eingefleischter Aufklärer die ganze Vampirwelt gnadenlos als Mythos entlarvte. Doch sogenannte "Kaffeehauszeitungen" und Untergrundblätter verbreiteten den Spuk weiter, obwohl Maria Theresia sie alle verbieten ließ. Angeblich lancierte Preußens Friedrich II. bewusst Vampir-Gerüchte in Österreich, um seiner Wiener Erzgegnerin zu schaden. So überdauerte die Vampir-Legende eineinhalb Jahrhunderte, bevor sie unauslöschlich in die Weltliteratur einsickerte. Zunächst war der Vampirmythos - man höre und staune - sogar in der Steiermark verortet, wo auch der erste Stummfilm zu dem Thema entstand. Erst der irische Autor Bram Stoker verpflanzte 1897 mit seinem Welthit "Dracula" die Vampire ins ferne Transsylvanien.
Die Wiener Kapuzinergruft beherbergt nicht nur viele Lebensgeschichten, sondern auch viele Leidensgeschichten. Die Ursachen, an denen die Mitglieder des Herrscherhauses verstarben, waren mannigfaltig. Manche Habsburger erreichten für damalige Verhältnisse ein hohes Alter, wie etwa Franz Joseph, der 86 Jahre alt wurde. Andere raffte der Tod früh hinweg wie etwa seine Tochter Erzherzogin Sophie, die bereits das frühe Kindesalter nicht überlebte. Seuchen wie die Pocken oder die Tuberkulose schlugen in der Geschichte ihre Schneisen durch das Kaiserhaus. Auch gegen andere gesundheitliche Gefahren wie Infektionen war man am Hof kaum besser gerüstet als die einfachen Menschen - zu schlecht war generell der medizinische Wissensstand. Karl Hohenlohe fragt in dieser Erbe Österreich Neuproduktion nach den Todesursachen der Habsburger. R: Sandra Rak