Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Bologna und die Teenager von Silvia Avallone / Burgund: ein Herz aus Eisen und Stahl / Malaysia: Peters Jackfrucht mit Kokosmilch / England: Die Märtyrer von Tolpuddle.
Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Angola: Der Schriftsteller der Vergessenen / Vietnam: Schach ist König / Angers: Vorsicht Hängebrücke!
Der Seemann Edmond Dantès kehrt 1814 von einer langen Reise heim nach Marseille, um endlich seine Geliebte Mercédès zu heiraten. Unterwegs macht er auf der Insel Elba halt, um im Namen seines verstorbenen Vorgesetzten einen Brief abzugeben. Dort trifft er auf Napoléon, für den er ebenfalls einen Brief mitnehmen soll. Dies wird ihm zum Verhängnis.
Der eifersüchtige Fernand, Mercédès' Cousin, will Mercédès selbst zur Frau haben. Er heckt eine Intrige aus: Dantès wird bei seiner Verlobungsfeier verhaftet. Man wirft ihm vor, ein Komplize Napoléons zu sein. Ohne Prozess lässt ihn Staatsanwalt Villefort unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in das berüchtigte Gefängnis Château d'If einsperren und für tot erklären. Im Gefängnis lernt Dantès Abbé Faria kennen, einen Freiheitskämpfer, der ihn zu seinem Erben ernennt und ihm das Versteck seines unermesslichen Schatzes auf der Insel Monte Christo verrät. 20 Jahre später ergibt sich endlich die Chance zur Flucht: Als der alte Faria stirbt, gibt sich Dantès wie mit ihm vereinbart als der Tote aus und wird im Leichensack aus dem Gefängnis befördert. Sofort macht er sich auf die Suche nach seinem Schatz und seinen einstigen Verbündeten ...
Mit "Der Graf von Monte Christo" (1954) schuf Regisseur Robert Vernay die Neuauflage seines eigenen Schwarz-Weiß-Films von 1943. Wenngleich Vernay akribisch genau an der Buchvorlage blieb, musste in beiden Versionen der immense Umfang des gleichnamigen Romans reduziert werden. Der Film erschien als Zweiteiler, wurde später aber von der Verleihfirma auch in einer gekürzten einteiligen Fassung angeboten.
Mit Jean Marais, Lia Amanda, Roger Pigaut, Noël Roquevert, Jacques Castelot, Gualtiero Tumiati, Julien Bertheau
Nach 20 Jahren unschuldig in Haft ist Edmond Dantès die Flucht geglückt. Dank eines geheimen Schatzes, den sein Zellennachbar Abbé Faria ihm anvertraute, wird er zum reichsten Mann Europas. Von nun an nennt er sich "Graf von Monte Christo" und reist nach Paris, um mit denen abzurechnen, die ihn damals verraten und in die Falle gelockt haben.
Vor allem will er seine Geliebte und ehemalige Verlobte Mercédès zurückgewinnen, die jetzt mit seinem Widersacher Fernand verheiratet ist. Doch Mercédès hat sich mit ihrem Leben abgefunden. Sie fühlt sich ihrem Mann und Sohn verpflichtet und will die vergangenen 20 Jahre nicht ungeschehen machen.
Auf der Suche nach wunden Punkten, an denen er mit seiner Rache ansetzen kann, beginnt Dantès, die Vergangenheit seiner Gegner zu durchforsten. Und wird fündig: Staatsanwalt Villefort, der Dantès für den eigenen Vorteil ins Gefängnis brachte, hat einen unehelichen Sohn, den er als Baby zu töten versuchte. Und Fernand hat bei einem Einsatz im Orient einen Verbündeten an den Feind ausgeliefert und dessen Tochter Haydée als Sklavin verkauft. Dantès schart den Sohn, Haydée und weitere Betrogene für seinen finalen Racheakt um sich - ohne seine Pläne irgendjemandem anzuvertrauen. Doch alle haben auch ihre eigenen Interessen. Vor allem hat Dantès die Rechnung ohne den jugendlichen Sohn von Mercédès und Fernand gemacht ...
Mit "Der Graf von Monte Christo" (1954) schuf Regisseur Robert Vernay die Neuauflage seines eigenen Schwarz-Weiß-Films von 1943. Der Film erschien zunächst als Zweiteiler und später auch in einer gekürzten einteiligen Fassung.
Mit Jean Marais, Lia Amanda, Roger Pigaut, Jacques Castelot, Daniel Ivernel, Folco Lulli, Cristina Grado, Jean-Pierre Mocky
In der tasmanischen Hauptstadt Hobart schließt Peter Walsh eine ungewöhnliche Freundschaft mit einem Schnabeltier. Der 50-Jährige hat gerade erfahren, dass er an einer schlimmen Erkrankung leidet; deshalb verbringt er seine Freizeit damit, Fotos in freier Natur zu machen, um sich zu entspannen. Während der Corona-Pandemie verschreibt er sich ganz dem Schutz dieser gefährdeten Tiere.
In Zentralfrankreich fließt der Allier durch unberührte Natur und idyllische Städtchen. Er bietet einen so vielfältigen Lebensraum wie wenig andere Flüsse in Europa. Zahlreiche sesshafte und wandernde Tierarten kommen an seinen Ufern zusammen, um zu jagen. Trotz der starken Einwirkungen des Klimawandels ist der Allier zu jeder Jahreszeit ein Schauplatz überbordenden Lebens.
Was Europa bewegt
Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.
Sechs Personen erhalten eine geheimnisvolle Einladung in eine Villa. Alle Gäste haben etwas gemeinsam: Sie haben etwas zu vertuschen und werden erpresst. In der Nacht kommt es zu einem Mord. Wo hat er stattgefunden, wer war der Täter und welche Tatwaffe wurde benutzt? - Eine auf dem Gesellschaftsspiel "Cluedo" basierende Krimikomödie von Jonathan Lynn aus dem Jahr 1985
Mit Eileen Brennan, Tim Curry, Madeline Kahn, Lee Ving, Christopher Lloyd, Michael McKean, Lesley Ann Warren
Normandie, in den 1930er Jahren: Der desertierte Soldat Jean verliebt sich in die schöne Nelly. Doch das junge Liebesglück ist in Gefahr. Der Verbrecher Lucien und seine Leute bedrängen Nelly, die von Jean verteidigt wird, was Lucien rachsüchtig stimmt ... - Marcel Carnés "Hafen im Nebel" ist einer der herausragenden Filme des französischen Poetischen Realismus.
Mit Jean Gabin, Michel Simon, Michèle Morgan, Pierre Brasseur, Edouard Delmont, Robert Le Vigan
1941 ging Jean Gabin ins Exil nach Hollywood, weil er nicht für die deutschen Besatzer drehen wollte. Er schloss sich den Widerstandsstreitkräften an und war Teil der Befreiung Frankreichs. 1945 verließ Gabin die Armee. Mit Archivaufnahmen und Zeitzeugnissen erzählt Patrick Jeudys Dokumentation die Geschichte des Engagements von Gabin, der vor fast 50 Jahren, am 15. November 1976, starb.
20 Männer lassen sich für zwei Wochen auf ein riskantes Rollenspiel ein: Gefangene und Wärter in einem simulierten Gefängnis. Anfangs gelten klare Regeln, Gewalt ist verboten. Doch Macht, Angst und Gehorsam verändern alles. Aus der Studie wird ein Alptraum - und die Frage bleibt: Kann "Das Experiment" noch gelingen? Psychothriller, inspiriert vom Stanford-Prison-Experiment.
Die Handlung orientiert sich an der Versuchsanordnung des Stanford-Prison-Experiments: Eine Gruppe von 20 - in Stanford 24 - Männern wird zufällig in "Gefangene" und "Wärter" eingeteilt. Zwei Wochen lang sollen die Teilnehmer in einem Scheingefängnis ausharren, das in einem umgebauten Flur im Keller einer Universität eingerichtet ist. Die Gefangenen müssen grundlegende Rechte und Freiheiten aufgeben.
Sie werden desinfiziert, erhalten nummerierte Kittel und werden zu dritt in enge Zellen gepfercht. Als sie sich gegen Erniedrigungen und Schikanen wehren, reagieren die Wärter bereits in der ersten Nacht mit brutaler Härte. Während das reale Experiment in Stanford wegen zunehmender Aggressionen der Wärter und wachsender Abstumpfung der Gefangenen nach kurzer Zeit abgebrochen wurde, steigern Drehbuch und Film die Situation weiter. Sie zeigen, wie Macht, Gehorsam und Gewalt die Versuchspersonen bis an ihre Grenzen und darüber hinaus treiben.
Oliver Hirschbiegels Kinodebüt ist ein verstörender Psychothriller über Rollenverhalten, Autorität und soziale Isolation, basierend auf Mario Giordanos Roman "Black Box" und dem Stanford-Prison-Experiment von 1971. Anfangs scheint die Studie kontrolliert, doch bald eskalieren Macht, Angst und Demütigung. Das reale Experiment gilt als einer der berühmtesten Versuche der Psychologie. Jedoch standen Versuch und Ergebnisse zunehmend in der Kritik und stehen es nach wie vor aufgrund mangelnder Wissenschaftlichkeit.
Mit Moritz Bleibtreu, Maren Eggert, Christian Berkel, Justus von Dohnányi, Oliver Stokowski, Wotan Wilke Möhring
Bild ist Sprache: die vorherrschende Sprache unserer Welt. Bilder sind mächtig und allgegenwärtig. Wir alle sind tagtäglich einer Flut von Bildern ausgesetzt, die wir mehr oder weniger bewusst wahrnehmen. Was wir sehen, kann schockieren oder bewegen. Aber verstehen wir immer auf den ersten Blick, was wir sehen? Sonia Devillers ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe.
"28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.