Oxford liegt mitten im Grünen und wird geprägt von ihrer Universität. Rund 26.000 Studierende sind in 39 Colleges eingeschrieben. Es ist nicht leicht, hier zu bestehen. Geist und Körper sollen auf Höchstleistungen trainiert werden. Höhepunkt des Jahres sind die Ruderrennen, bei denen die Colleges gegeneinander antreten, wie die NDR/ARTE-Doku atmosphärisch zeigt.
"Twist" ist das Kulturmagazin für relevante Themen unserer Zeit. Jede Woche liegt eine andere europäische Stadt im Fokus: Lokale Kulturschaffende sprechen über große Fragen der Gegenwart und die Beiträge leuchten aus, wie in verschiedenen Kunstdisziplinen dazu gearbeitet und gedacht wird. Eine halbe Stunde voller neuer Perspektiven!
1874: Link Jones lebt mit seiner Familie in einem kleinen Ort des amerikanischen Westens. Der Auftrag, eine Lehrerin für die neu zu gründende Schule zu finden, lässt ihn eine Eisenbahnreise antreten. Dabei lernt er den Spieler Sam Beasley und die Barsängerin Billie Ellis kennen. Als der Zug auf freier Strecke anhalten muss, wird er von Banditen überfallen. Der Lokführer nimmt abrupt die Fahrt wieder auf, ehe der ganze Zug ausgeraubt ist, und Jones, Beasley und Billie bleiben allein zurück.
Die drei machen sich auf den Weg zu einer Hütte, in der Jones früher gelebt hat. Inzwischen dient sie den Banditen als Unterschlupf. Jones hat einst der Bande angehört und war für ihren Anführer Dock Tobin ein wichtiges Mitglied. Für ihn ist klar, dass er Tobin glaubhaft vorgaukeln muss, er wäre freiwillig zurückgekehrt und wolle wieder dabei sein. Um Billie vor den Banditen zu schützen, gibt er sie als seine Frau aus. Zur Bewährung soll Jones die Möglichkeiten für einen neuen Beutezug auskundschaften und geht zum Schein darauf ein. In einem verlassenen Ort gelingt es ihm, sich gegen die Übermacht der Banditen zu behaupten. Die längst fällige Abrechnung mit Tobin steht ihm jedoch noch bevor ...
1958 drehte Regisseur Anthony Mann "Der Mann aus dem Westen" mit Gary Cooper in der Titelrolle eines ehemaligen Outlaws, der einen fast aussichtslosen Kampf gegen den ständigen Kreislauf von Verbrechen und Vergeltung führen muss. Der auf dem Roman von Will C. Brown basierende Film gilt als "einer der meistgerühmten Western der 50er Jahre" .
Mit Gary Cooper, Julie London, Lee J. Cobb, Arthur O'Connell, Jack Lord, John Dehner, Royal Dano, Robert Wilke
Die Geschichte von John Lennon und seiner jungen Assistentin May Pang stand lange im Schatten einer der berühmtesten Beziehungen der Popgeschichte. Als die Ehe von John Lennon und Yoko Ono Anfang der 1970er Jahre in eine Krise gerät, beginnt dieses wenig bekannte Kapitel im Leben John Lennons. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte aus der Sicht von May Pang.
Bemerkenswert ist dabei die Rolle Yoko Onos. Sie ermutigt ihre Assistentin May Pang dazu, Zeit mit John Lennon zu verbringen, wodurch sich eine intensive Liebesbeziehung entwickelt, die rund 18 Monate andauert. Später bezeichnet Lennon sie als sein "Lost Weekend" - obwohl diese Zeit deutlich länger als ein Wochenende währte.
May Pang ist erst als Mitarbeiterin von Apple Records, dann als ihre persönliche Assistentin mit Lennon und Ono verbunden. Ihre persönlichen Erinnerungen, bislang selten gezeigte Fotografien, Archivmaterial und Zeitzeugeninterviews erzählen, welche Dramen sich daraus entwickelten.
Gleichzeitig wirft der Film einen neuen Blick auf John Lennon selbst. Er dokumentiert eine Phase kreativer Erneuerung, in der er an den Alben "Mind Games", "Walls and Bridges" und "Rock 'n' Roll" arbeitet. In der Zeit mit May Pang entsteht sein einziger US-Nummer-eins-Hit als Solokünstler, "Whatever Gets You Thru the Night".
Pangs Erinnerungen zufolge, hilft sie ihm dabei, die Beziehung zu seinem Sohn Julian neu aufzubauen und verlorene familiäre Bindungen wiederzufinden. Dadurch entsteht das Bild eines Mannes, der zwischen Weltruhm und persönlicher Sehnsucht seinen eigenen Weg sucht.
Émile Zola, auf dem Höhepunkt seines literarischen Ruhms, entdeckte die Fotografie - und schuf fast 2.000 Bilder. Zwischen Privatleben, Dreyfus-Affäre und Exil in London dokumentierte er das moderne Paris und das industrielle London. Seine Aufnahmen, lange unveröffentlicht, zeigen den Schriftsteller als neugierigen Chronisten einer Epoche im Wandel.
Augustin Hadelich spielt Tschaikowskys Violinkonzert
D 2026
45'
Unter Streichern gilt Peter Tschaikowskys einziges Violinkonzert als technisch höchst anspruchsvoll. Violinist Augustin Hadelich und die Münchner Philharmoniker spielen Tschaikowskys Werk unter der Leitung der Dirigentin Elim Chan. Die Dokumentation begleitet Probenarbeiten und lässt die Entstehung einer Interpretation spürbar werden, die in einem grandiosen Konzert begeistert.
Ein Wort, ein Gegenstand, ein Ritual - "Karambolage" erläutert spielerisch und humorvoll die kleinen und großen Unterschiede zwischen Deutschen und Franzosen ...
Das Rheinland liegt zu beiden Seiten des Rheins im Nordwesten Deutschlands. Anfang November gedenkt man hier mit bunten Laternenumzügen dem heiligen Sankt Martin. Die Kinder bekommen Weckmänner aus süßem Hefeteig und als Festessen werden Martinsgänse zubereitet. Für Familie Kircher aus Mettmann beginnt mit dem Martinstag die Saison.
Bunte Farben, anregende Gerüche, lautes Feilschen von Händlern und Kunden - auf den Märkten, im Bauch der Städte, vereinen sich alle typischen Aromen der sie umgebenden Regionen. In dieser Folge: In Florenz wurde vor mehr als 1.000 Jahren das Konzept des Lebensmittelmarktes geboren, als die Bauern aus der Umgebung auf dem zentralen Platz der Stadt ihre Produkte anboten.
In "Absolute Power", einem Thriller aus dem Jahr 1997 von und mit Clint Eastwood, spielt er einen alternden Meisterdieb, der in eine Verschwörung gerät. Als Zeuge eines Mordes, in den der US-Präsident verwickelt ist, wird er vom FBI gejagt, während er versucht, die Wahrheit aufzudecken. - Spannendes Katz-und-Maus-Spiel über Machtmissbrauch und Korruption in höchsten Ämtern
Mit Clint Eastwood, Gene Hackman, Ed Harris, Laura Linney, Judy Davis, Scott Glenn, Dennis Haysbert, E.G. Marshall, Melora Hardin
Als cooler Cowboy und zynischer Polizist spielte Clint Eastwood sich zunächst in die Herzen der Zuschauer, nicht aber der Kritiker. Mit einfühlsamen Meisterwerken wie "Die Brücken am Fluss" gelang es ihm schließlich, sie als Schauspieler und Regisseur zu überzeugen. 70 Jahre vor und hinter der Kamera und immer noch aktiv: Clint Eastwood ist der Letzte seiner Art.
Tanz als Befreiung: Alvin Aileys amerikanisches Erbe
F 2021
88'
Anhand seltener Archivbilder und bisher unveröffentlichter Tonaufnahmen beleuchtet der Dokumentarfilm den faszinierenden Werdegang von Alvin Ailey (1931-1989), einem Pionier des amerikanischen Modern Dance und einer bedeutenden Figur der afroamerikanischen Kultur.
Ukraine, Sowjetunion, 1990: Der 17-jährige Yasha rebelliert, wie viele andere Teenager auch. Doch die Schulleitung tadelt nicht nur sein vermeintliches Fehlverhalten, sondern lässt ihn auch ihre Feindseligkeit gegenüber seinem Jüdischsein spüren. Wäre Auswandern eine Möglichkeit, dieser Misere zu entfliehen?
Mit Regina Arbačiauskaitė, Vladyslav Baliuk, Alina Cheban, Liudmila Gnatenko, Augustas Gudelis, Sergej Zdoronkov, Ariana Rimkute, Vaidotas Martinaitis
Köln, Anfang der 1970er Jahre: Der erfolgreiche Regisseur Peter von Kant lebt mit seinem schweigsamen Assistenten Karl zusammen, den er herablassend behandelt und dennoch vollkommen für sich beansprucht. Durch die Schauspielerin Sidonie , die einst seine Muse war, lernt Peter den jungen Amir kennen. Fasziniert von dessen Schönheit und Selbstbewusstsein, verliebt er sich augenblicklich und verspricht, ihm den Einstieg ins Filmgeschäft zu ermöglichen. Amir zieht bei ihm ein, erhält eine Hauptrolle - und wird schon bald selbst zum Star.
Doch je unabhängiger Amir wird, desto stärker wächst Peters Angst, ihn zu verlieren. Zuneigung schlägt in Besitzdenken, Eifersucht und emotionale Abhängigkeit um. Während Peter verzweifelt versucht, die Kontrolle über die Beziehung zu behalten, wird er zunehmend mit seiner eigenen Einsamkeit konfrontiert.
François Ozon interpretiert Rainer Werner Fassbinders Filmdrama "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" neu und macht aus dem Beziehungsdrama zugleich eine spielerische Hommage an Fassbinder selbst. Denis Ménochet spielt gekonnt sein fiktives Alter Ego des späteren Fassbinders mit Körperfülle und aufgedunsenem Gesicht. Eine besondere Verbindung zur Lebens- und Wirkgeschichte des Originals schafft Fassbinders einstige Muse und häufige Hauptdarstellerin Hanna Schygulla: Sie verkörpert Peters Mutter Rosemarie. Das Drama feierte als Eröffnungsfilm der 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin seine Weltpremiere im Februar 2022 im Berlinale Palast.
Mit Denis Ménochet, Isabelle Adjani, Khalil Gharbia, Hanna Schygulla, Stefan Crepon, Aminthe Audiard