45 Sekunden nach Abwurf explodierte 1945 eine über Hiroshima abgeworfene Atombombe. Eine einzige Nuklearbombe war für die Auslöschung einer Stadt und den Tod von mehr als 100.000 Menschen verantwortlich. Sie wurde damit zur verheerendsten Waffe in der Geschichte und hat die Welt für immer verändert. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die wichtigsten Ereignisse vor, während und nach dem Abwurf der Atombombe. Er zeigt das Geschehen in den Hauptquartieren der Alliierten und der japanischen Streitkräfte, die Gespräche in den Flugzeugen und die verwüsteten Straßen Hiroshimas. Zugleich stellt der Film die maßgeblichen Akteure vor und erläutert die Situation an den strategischen Punkten vor Ort. Reichhaltiges Archivmaterial, spektakuläre Bilder, vielfältige Quellen und berührende Gespräche mit Augenzeugen machen ihn zu einem wertvollen Zeitdokument.
Überlebende, die sich nie zuvor darüber geäußert haben, sprechen über die Folgen der Bombardierung in der zerstörten Stadt: Waisenkinder wurden an Prostitutionsnetzwerke verkauft, Yakuza-Banden plünderten die Straßen und die letzten Stadtbewohner kämpften teils mit Gewalt ums Überleben. Unveröffentlichte Dokumente aus Regierungskreisen und neu entdecktes Archivmaterial der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK bringen neue Erkenntnisse über die Geschichte der diplomatischen Beziehungen zwischen den Konfliktparteien vor der Explosion. Neue Einblicke gibt es auch in die verheerenden Schäden, die der Atomwaffenabwurf anrichtete. Der Film konzentriert sich besonders auf die japanische Sicht der Ereignisse.
Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Kambodscha: Ein Künstler verschmilzt mit der Natur / Burle Marx entwirft die Gärten von Rio de Janeiro / Norwegen: Björns Algenbrot / Paris: Die Königin der Betrügereien
Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Japan: Jiro Taniguchi und die Kunst der Nostalgie / Bayern: Ein Hoch auf den Hopfensaft / Estland: Martens feine Fischsuppe / Ägypten: Ideenwerkstatt Alexandria
Deutschland, 1945: Wenige Wochen vor der Befreiung durch die Alliierten kommt ein polnischer Häftling mit einem der letzten Transporte in das Konzentrationslager Buchenwald. Bei sich trägt er einen Koffer, den er sich weigert, aus der Hand zu geben; darin ist ein dreijähriger, jüdischer Junge versteckt, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Bei einer Entdeckung durch die Lagerleitung droht dem Kind der Tod.
Als die Häftlinge Höfel und Pippig den Koffer öffnen, möchten sie spontan das Kind retten und vor der SS verstecken. Doch dadurch könnten sie den bewaffneten Aufstand gefährden, den eine Widerstandsgruppe im Lager plant. Die Häftlinge sind in ihrer Haltung gespalten, und das Leben des Jungen ungewiss.
"Nackt unter Wölfen" beruht auf dem 1958 erschienenen gleichnamigen Roman von Bruno Apitz, der kurz nach der Befreiung seine Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald zu Papier brachte. Erstmals wurde die hermetisch abgeriegelte Welt eines Lagers in Frank Beyers filmischer Adaption so intensiv dargestellt: nüchtern, klar und ohne jedes Pathos. In einem hochkarätigen Ensemble großer Darsteller verkörpert Armin Mueller-Stahl in einer seiner intensivsten Rollen den Häftling Höfel.
Das jüdische Kind hat es tatsächlich in Buchenwald gegeben: Der dreijährige Stefan Jerzy Zweig kam im Herbst 1944 ins Lager und wurde am 11. April 1945 gemeinsam mit seinem Vater befreit.
Der am Ende des Films beschriebene bewaffnete Aufstand hat so nie stattgefunden. Stattdessen hatte die SS, aus Angst vor den anrückenden Amerikanern, das Lager aufgegeben und die Flucht in die Wälder angetreten.
Mit Erwin Geschonneck, Armin Mueller-Stahl, Krystyn Wójcik, Fred Delmare, Boleslaw Plotnicki, Viktor Awdjuschko, Gerry Wolff, Peter Sturm, Wolfram Handel
Diese Etappe auf dem Great Loop führt von North Carolina über die Chesapeake Bay und den Delaware River nach New York. Unterwegs geht es an Austernzüchtern, maritimen Traditionen und einem Naturschauspiel mit Pfeilschwanzkrebsen vorbei. In New Jersey zeigen Forschende, warum der Schutz der Küsten wichtig ist. Über den Hudson und den Erie-Kanal geht es weiter in Richtung Große Seen.
Diese Folge führt durch die Großen Seen zwischen Kanada und den USA. Start ist im Thousand Islands National Park mit ausgewilderten Schildkröten und führt weiter nach Toronto und zu den Niagarafällen. Über Detroit geht es in den Huron- und den Michigansee, vorbei an Mackinac Island, Wracks und Dünen bis nach Chicago, wo ein Renaturierungsprojekt die Etappe beschließt.
Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl: Der 17-jährige Max kämpft für eine offene Gesellschaft, Jura-Student Hannes dokumentiert den politischen Rechtsruck in seiner Heimat, und Kosmetikerin Alexandra erlebt täglich, wie tief ihre Kundschaft auch politisch gespalten ist.
Der erfahrene Segler Jacques Cournot wird von einem zwielichtigen Geschäftsmann engagiert, in Santa Maddalena die Jacht Dragoon zu erwerben. Doch kurz nach Besichtigung des Objektes wird es gestohlen. Was Cournot nicht weiß: Er ist unter Waffenhändler geraten und wird Teil eines gefährlichen Spiels auf hoher See. Abenteuerfilm von Claude Sautet.
Mit Lino Ventura, Sylva Koscina, Léo Gordon, Alberto de Mendoza, Antonio Martín
Katharine Hepburn wurde am 12. Mai 1907 in Connecticut geboren. Sie entwickelte sich zu einer der prägendsten Figuren Hollywoods. Sie brach mit den Konventionen ihrer Zeit und setzte mit ihrem außergewöhnlichen Talent neue Maßstäbe - sowohl auf der Leinwand als auch abseits davon. So wurde Hepburn zum Vorbild vieler Schauspielerinnen und mit vier Oscars ausgezeichnet.
1933 wird Sanary-sur-Mer zum Zufluchtsort deutscher Emigranten. Unter anderem Lion Feuchtwanger, Thomas Mann, Bertolt Brecht, Klaus Mann leben und schreiben hier zwischen Hoffnung und Angst. Die Dokumentation erzählt vom Alltag im Exil - von literarischer Größe, politischer Verfolgung und dem Ende eines vermeintlichen Paradieses mit Krieg und Internierung.
Lokomotivführer Raymond Pinsard erblindet durch einen Unfall mit Wasserdampf. Während er, völlig verzweifelt, keinen Sinn mehr im Leben sieht, trifft er Jean Gaillard, der als Blinder Rundfunkgeräte repariert. Gaillard überzeugt ihn, die Blindenschule zu besuchen, in der auch er sein Handwerk gelernt hat.
In der Schule lernt Raymond nicht nur die Braille-Schrift, er lernt vor allem Louise kennen, eine blinde Lehrerin, der es gelingt, die Schüler zu motivieren. Raymond und Louise verlieben sich allmählich ineinander. Als Raymond dann von einer ominösen Operation erfährt, die ihn wieder sehen lassen soll, beginnt er, sich ein Leben mit Louise vorzustellen.
Doch der Buchhalter der Anstalt, Lionel Moreau, ist ebenfalls in Louise verliebt und glaubt, ihr ein besseres Leben bieten zu können, als Raymond es je könnte. In seiner Eifersucht sagt er Raymond, die Operation könne niemals gelingen - und stürzt ihn erneut in die Depression. Wird Raymond seine Blindheit akzeptieren können, oder lebt er weiter in der Hoffnung auf eine Wunderheilung?
"Die Nacht ist mein Reich" erzählt ergreifend von Verlust, Hoffnung und der Fähigkeit des Menschen, selbst schwerste Schicksalsschläge zu überwinden. Für die damalige Zeit war die differenzierte Darstellung blinder Personen ungewöhnlich und vergleichsweise modern. Der Film entstand in einer Phase, in der sich das französische Kino verstärkt mit den Folgen von Krieg, Verlust und persönlicher Neuorientierung auseinandersetzte.
Mit Jean Gabin, Simone Valère, Gérard Oury, Jacques Dynam, Marthe Mercadier, Robert Arnoux, Suzanne Dehelly
Der junge Ingenieur Corentin de Chatelperron ist auf einer Weltreise, die zum ökologischen Umdenken anregen soll. In dieser Folge: Die Besatzung seines Katamarans besucht Rio de Janeiro. Die Stadt ist bekannt für Copacabana und Zuckerhut. Über Missstände bei der Müllentsorgung wird eher wenig gesprochen. Was aber kann man gegen die Unmengen an Plastik an den Stränden tun?
Bild ist Sprache: die vorherrschende Sprache unserer Welt. Bilder sind mächtig und allgegenwärtig. Wir alle sind tagtäglich einer Flut von Bildern ausgesetzt, die wir mehr oder weniger bewusst wahrnehmen. Was wir sehen, kann schockieren oder bewegen. Aber verstehen wir immer auf den ersten Blick, was wir sehen? Sonia Devillers ordnet Bilder ein und erklärt Hintergründe.
"28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.
Die dritte Staffel des Kurzprogramms wirft in 30 Folgen einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. In dieser Folge: Eine Elefantenfamilie macht ein Picknick im Park. Das Elefantenbaby ist vor Freude ganz aufgeregt. Die Elefanteneltern wollen es sich bei einem Gläschen gemütlich machen, aber das Elefantenbaby will lieber spielen ...
Im Zentrum dieser Folge stehen Materialien, die für das Bauen der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen werden: nachwachsende Baustoffe. In Holz sehen viele bereits den Baustoff des 21. Jahrhunderts. Bambus wächst sogar noch um ein Vielfaches schneller. Schon heute zeigen Architektinnen und Architekten, was mit dem Riesengras möglich ist.
Auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten und interessanten Begegnungen bereisen Reporter die Welt. Ob Großstadt oder ländliche Gegend, Europa, Asien oder Afrika - kein Weg ist dabei zu weit.