Die junge Kellnerin Cordula erwartet vom Forstgehilfen Fleps ein Kind. Doch dieser hat auch ein Verhältnis mit der Frau des Gendarmen. Bald kursieren böse Gerüchte über Cordula.
"Cordula" ist ein rührender österreichischer Spielfilm von 1950 mit Paula Wessely und Attila Hörbiger in den Hauptrollen.
Mit Paula Wessely, Attila Hörbiger, Jane Tilden, Alma Seidler, Erik Frey
Hofrat Franz Geiger, ein pensionierter Staatsbeamter, lebt zurückgezogen mit seinem Diener Ferdinand in einer Villa im Wiener Nobelbezirk Hietzing. Er bearbeitet trotz Pensionierung Amtsakten.
Bisweilen bringt ihm Ferdinand "Fälle" aus dem Ministerium zur Erledigung mit, um Geiger über dessen Einsamkeit hinwegzuhelfen. Als Geiger den Antrag von Marianne Mühlhuber bearbeitet, die eine 17-jährige Tochter hat, wird er stutzig.
Die Tochter seiner einstigen Urlaubsbekanntschaft könnte von ihm sein. Der Hofrat macht sich auf den Weg in die Wachau, um Marianne Mühlhuber wiederzusehen. Als seine ehemalige Geliebte Geigers Identität erfährt, ist sie wenig begeistert von seiner Anwesenheit.
Mit Paul Hörbiger, Hans Moser, Maria Andergast, Waltraut Haas, Hermann Erhardt
Im Fantasiestaat Alanien wird während seiner Abwesenheit der König entthront. Alexander I. ist mit seiner Tochter zu Besuch in Wien. Schnell findet er sich mit der neuen Situation ab.
Frei von allen Zeremonien kann er nun mit seiner Tochter Wien genießen. Die Prinzessin bereitet sich auf eine Pianistenkarriere vor, während Alexander in der Botschaft seines Landes eine Stelle als Chauffeur annimmt. Die Revolutionäre sind schockiert.
In der musikalischen Filmkomödie "Wien, du Stadt meiner Träume" nimmt Willi Forst in ironischer Weise die Schwärmerei für die österreichische Hauptstadt auf die Schippe. In immer neuen Variationen lässt er den viel gerühmten Wiener Charme und die Sehenswürdigkeiten der Stadt Revue passieren und vermittelt die liebenswürdig-heitere Atmosphäre der Donaumetropole.
Mit Hans Holt, Erika Remberg, Paul Hörbiger, Adrian Hoven, Hertha Feiler
Ihre Gesichter zählen zu den bekanntesten der deutschsprachigen Theater- und Filmgeschichte: Paul Hörbiger, Paula Wessely und Attila Hörbiger.
Im ersten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich ihre mittlerweile selbst berühmten Nachkommen an diese - aus heutiger Sicht - nicht unumstrittenen Publikumslieblinge.
Paul Hörbiger drehte neben Klassikern wie "Hallo Dienstmann", "Hofrat Geiger" und "Der dritte Mann" nicht nur 300 weitere - heute oft auch zurecht vergessene - Filme, sondern pflegte auch ein Privatleben, das genug Stoff für einen eigenen Film geboten hätte. Attila Hörbiger, der seinem älteren Bruder zunächst von Theater zu Theater folgte, machte schließlich selbst Karriere - und zählte als Ehrenmitglied des Burgtheaters zu den größten Bühnenkünstlern seiner Zeit. Paula Wessely schließlich hätte 1934 mit "Maskerade" beinahe eine Weltkarriere gemacht, ließ sich dann aber in die Propagandamaschinerie des Dritten Reichs einspannen, anstatt nach Hollywood zu gehen.
Bisher nie veröffentlichte Privatfilme geben Einblicke in das Familienleben der Hörbigers abseits der Bühne. In selten gezeigten Interviews blicken "die Wessely" und das ungleiche Brüderpaar Paul und Attila auf ihre Karrieren zurück. Elisabeth Orth, Christiane und Maresa Hörbiger erinnern sich an ihre Kindheit in der "Hörbiger-Villa" in der Wiener Himmelstraße, die nach mehr als einem dreiviertel Jahrhundert im Familienbesitz 2015 verkauft wurde. Christian Tramitz ("Der Schuh des Manitu") erzählt von sehr persönlichen Erlebnissen mit seinem Großvater, Paul Hörbiger. Zu Wort kommen außerdem die Autoren Gerhard Tötschinger und Georg Markus, sowie André Heller und Mavie Hörbiger.
Chance und Bürde - beides birgt der große Name Hörbiger. Während Christiane und Maresa damit leben und arbeiten, wählte Elisabeth Orth den Mädchennamen ihrer Großmutter als Künstlernamen.
Im zweiten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich die drei Töchter von Paula Wessely und Attila Hörbiger an ihre Kindheit im "Hörbiger-Haus" und an ihre Anfänge als Schauspielerinnen. Die wurden ihnen nämlich nicht leicht gemacht.
Elisabeth wollte zunächst Filmcutterin werden, für Christiane hatten die berühmten Eltern eine Laufbahn als Konditorin im Sinn, und Maresa tendierte zuerst zum Journalismus, dann Richtung Oper, ehe auch die jüngste der drei Töchter ihre Ausbildung zur Schauspielerei begann. In sehr persönlichen Gesprächen beleuchtet die "Zweite Generation" nicht nur die Sonnenseiten ihrer Familiengeschichte, sondern auch die kritischen, ja, lebensgefährlichen Situationen, vor allem in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie berichtet auch von den völlig unterschiedlichen Arbeitsweisen ihrer Eltern, die sie als Kinder hautnah miterlebten, und von ihrer späteren Zusammenarbeit mit einem stets wohlwollenden Vater und einer zumeist besorgten Mutter, die auf der Bühne mitunter sogar zur Konkurrentin werden konnte.
Im Alter hochgeehrt erlebten Paula Wessely und Attila Hörbiger noch mit, wie ihre Kinder - jedes auf seine Weise - Karriere machten: Elisabeth und Maresa vor allem auf der Bühne, Christiane beim Film ("Schtonk" bekam sogar eine Oscar-Nominierung) und beim Fernsehen. Einblicke ins Privatleben gibt zum Beispiel ein Film über die Hochzeit von Christiane Hörbiger mit Wolfgang Glück im Jahr 1962, sowie ein Bildbericht über die Beerdigung von Paul Hörbiger, der 1981, knapp vor seinem 87. Geburtstag starb.
Im letzten Teil von Christian Reichholds Dokumentation über die Hörbigers kommt die mittlerweile erfolgreiche "Dritte Generation" zu Wort.
Paul Hörbigers Enkel Mavie Hörbiger und Christian Tramitz sowie Maresas Sohn Manuel Witting, Christianes Sohn Sascha Bigler und Elisabeth Orths Sohn Cornelius Obonya, der wie sein Großvater Attila als "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen begeistert, blicken zurück.
Sie erinnern sich an Begegnungen mit ihren Großeltern und an die Reaktionen in der Familie, als diese von ihren Berufswünschen erfuhr. Vor allem das Verhältnis der angehenden Schauspieler zu ihren Großeltern, das zwischen Ehrfurcht, Angst und Respekt pendelte, bietet interessante Einblicke in ihre Anfänge.
Bis auf Mavie mussten alle von ihnen ohne den großen Namen Hörbiger ins Berufsleben starten. Während "die Jungen" die Karriereleiter empor kletterten, absolvierten Paula Wessely und Attila Hörbiger ihre letzten Auftritte, ehe sie sich von der Bühne des Lebens verabschiedeten. Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger, die nach dem Tod der Wessely aus dem Hörbiger-Haus das "Theater zum Himmel" machten, stehen ohne Vorbehalt zu ihrem Mutterstolz, während Elisabeth Orth, inzwischen Ehrenmitglied und Doyenne des Burgtheaters, mit dem Wort "Stolz" zwar hadert, die Leistungen ihres Sohnes Cornelius Obonya aber als "phänomenal" bezeichnet.
Mittlerweile spielt auch schon die "Vierte Generation": Paul Sedlmeir, 1981 im Todesjahr seines Großvaters geboren und daher nach ihm benannt, wird bereits für Hauptrollen in TV-Krimis engagiert. Cornelius Obonya, Manuel Witting und Mavie Hörbiger stellen sich schließlich auch der Frage, wie sie reagieren würden, sollten ihre Kinder dereinst den Wunsch äußern, selbst Schauspieler zu werden.
Als die Gestapo die Jüdin Henriette, Ehefrau des Klavierproduzenten Hans Alt, verhaften will, stürzt sie sich aus dem Fenster, ehe ihr Sohn Hermann, ein fanatischer Nazi, eingreifen kann.
"Der Engel mit der Posaune" ist der Glücksbringer der österreichischen Klavierbauer-Familie Alt, deren wechselhafte Geschichte der Film vom Niedergang der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erzählt.
Karl Hartls erste Regiearbeit nach zehnjähriger Pause gab 1948 dem Schauspieler-Ehepaar Paula Wessely und Attila Hörbiger die Möglichkeit, sich vom NS-Regime zu distanzieren. Das österreichische Publikum honorierte die "Rehabilitierung des Österreichertums", wie es der österreichische Regisseur Franz Antel formulierte, indem es "Der Engel mit der Posaune" zum besten Film des Jahres erkor.
Mit Paula Wessely, Attila Hörbiger, Hedwig Bleibtreu, Paul Hörbiger, Hans Holt, Curd Jürgens
Durch einen spektakulären Finanzbetrug ihres Mannes, der sich mit seiner jungen Geliebten ins Ausland absetzt, steht die Millionärsgattin Anna Ewald Klahsen über Nacht vor dem Nichts.
Sie muss ihre Hamburger Villa räumen und bezieht in ihrer alten Heimat Wien ein billiges Zimmer. Der Arbeitsmarkt hat auf eine ungelernte Frau fortgeschrittenen Alters nicht gerade gewartet. Eine Paraderolle für Christiane Hörbiger.
Zufällig trifft Anna ihre alte Schulfreundin Heidi wieder, die ihr einen Obst- und Gemüsestand überlässt. Anna ist fest entschlossen, ihre zweite Chance zu nutzen. Doch auf dem legendären Wiener Naschmarkt braucht man einen weiteren Gemüsestand so dringend wie Sand in der Wüste. Außerdem gibt es noch den zwielichtigen Spekulanten Charly Seckar, der sie mit kriminellen Aktionen von ihrem Stand zu vertreiben versucht. Gerüchte über die Millionen, die sie angeblich auf die Seite geschafft haben soll, erleichtern ihr den Einstieg ins Marktleben nicht.
Überraschende Hilfe erhält Anna von dem charmanten Schlitzohr Bernhard Jeschke, genannt der Kammersänger, der ihr einige überlebenswichtige Tricks beibringt und dabei auch ihr Herz erobert. Durch eine glückliche Eingebung entdeckt Anna schließlich mit frisch gepressten Gemüsesäften eine echte Marktlücke. Tatsächlich beginnt ihr "Saftladen" zu florieren - sogar die alteingesessenen Marktfrauen zollen Anna nun Respekt. Doch als ihr Stand niederbrennt und ausgerechnet Bernhard sich als Komplize des mutmaßlichen Brandstifters Charly Seckar erweist, steht Anna erneut vor dem Aus. Großzügige Hilfe erhält sie von völlig unerwarteter Seite.
Charakterdarstellerin Christiane Hörbiger überzeugt in der Paraderolle einer willensstarken Frau, die alles verliert und sich eine neue Existenz als Marktfrau aufbaut. An ihrer Seite spielt Publikumsliebling Friedrich von Thun einen verkrachten Kammersänger, der zwischenzeitlich schräge Töne von sich gibt. Unterhaltungsspezialist Karsten Wichniarz inszenierte in Hamburg und Wien. Das Buch verfasste Christiane Hörbigers Sohn Sascha Bigler zusammen mit Susanne Freund.
Mit Christiane Hörbiger, Friedrich von Thun, Erwin Steinhauer, Petra Morzé, Marianne Mendt, Simon Morzé
Wien war lange der Lebensmittelpunkt von Restauratorin Henriette, doch für den Musiker Ferdinand Sternheim zieht sie ins idyllische Krems. Dort weckt ein mysteriöser Todesfall ihre Neugier.
In einer Galerie findet Henriette den Superstar der einheimischen Kunstszene tot auf. War es ein Unfall oder Mord? Gemeinsam mit ihrem jungen Assistenten Jonas begibt sich Henriette auf Spurensuche.
Launige Krimikomödie mit Christiane Hörbiger. Gewohnt willensstark zieht die Grande Dame des heimischen Fernsehfilms alle Register, als in der beschaulichen Donaumetropole Krems ein Mord geschieht. Unterstützt vom bewährten Filmpartner Erwin Steinhauer und Neffe Manuel Witting liefert die Hobby-Kriminologin ein Glanzstück messerscharfer Kombinatorik ab.
Mit Christiane Hörbiger, Erwin Steinhauer, Harald Schrott, Alexander Held, Manuel Witting
Marie Gruber betreibt ein urgemütliches Wiener Kaffeehaus in bester Berliner Lage. Als ohne Vorwarnung die Handwerker mit Zollstock anrücken, ist die passionierte Wirtin geschockt.
Schnell stellt sich heraus, dass das Haus verkauft wurde. Für die Kündigung des Pachtvertrags hat ihr Exmann eine hübsche Summe kassiert und ist längst über alle Berge. Neuer Hausbesitzer ist die Frankfurter Investmentfirma Prospecta.
Diese will die begehrten Räumlichkeiten an eine Coffeeshop-Kette verpachten, die das Fünffache an Miete zahlt. Schon an diesem Wochenende soll der neue Vertrag abgeschlossen werden. Das muss Marie unbedingt verhindern.
Glücklicherweise hat ihr deutsch-türkischer Konditor Erci bei einem Gewinnspiel einen Aufenthalt just in jenem Berliner Nobelhotel gewonnen, in dem das Geschäft zum Abschluss gebracht werden soll. Marie will den Prospecta-Manager abfangen - doch dazu kommt es nicht, denn sie bleibt im Fahrstuhl stecken.
Mit im Lift ist ausgerechnet Gerd Fürst, der unter Klaustrophobie leidende Vorstandsvorsitzende von Prospecta. Ohne zu wissen, mit wem sie eingeschlossen ist, gelingt es Marie, den panischen Manager zu beruhigen. Die beiden kommen sich näher.
Als Gerd Fürst jedoch erfährt, wer Marie ist, glaubt er, sie habe sich nur an ihn herangemacht, um ihr geliebtes Café zu retten. Zum Glück gibt es den umsichtigen Empfangschef, der mit Takt und Diskretion die Geschicke der Liebenden zu lenken versteht.
Die Publikumslieblinge Christiane Hörbiger und Michael Mendl spielen die Hauptrollen in der romantischen Komödie "Niete zieht Hauptgewinn" über ein Paar, das erst nach einigen Turbulenzen zueinander findet.
Mit Christiane Hörbiger, Michael Mendl, Alexandra Kalweit, Eray Egilmez, Bjarne Mädel, Beatrice Richter
Adelgunde, emeritierte Professorin für Zeitgeschichte an der Uni Wien, ist eine engagierte Wissenschaftlerin und soll ein neu gegründetes Institut für Europäische Sozialgeschichte aufbauen.
Scheinbar zu Studienzwecken kommt die junge russische Historikerin Jekaterina nach Wien. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit will sie Nachforschungen über die Reparationsleistungen in der russischen Zone anstellen, und Adelgunde soll ihre Betreuerin werden.
Doch Jekaterina hat auch einen sehr privaten Grund, mit Adelgunde in Kontakt zu treten: Adelgundes Vater war nach dem Krieg während der russischen Besatzung Arbeiter auf den niederösterreichischen Ölfeldern. Eines Tages wurde er nach dem Vorwurf der Sabotage nach Sibirien verschleppt, und die Familie hat erst einige Jahre später von seinem Tod erfahren.
Was Adelgunde, ihre Mutter Irmgard und auch ihre jüngere Schwester Heidrun nicht wissen, ist, dass er im Lager eine neue Familie gegründet hat, der Jekaterina entstammt. Sie behauptet, die Enkelin von Adelgundes verschollenem Vater zu sein.
Als die beiden Frauen anfangen, Nachforschungen in der Vergangenheit anzustellen, die auch mit einem aktuellen Mordfall zu tun haben, stoßen sie auf persönliche wie politische Widerstände. Und ein lange gehütetes Familiengeheimnis drängt ans Licht.
Mit Christiane Hörbiger, Mavie Hörbiger, Barbara Petritsch, Cornelius Obonya, Branko Samarovski
Margarete Kämmerer und Professor Burian, während des Zweiten Weltkriegs erbitterte Todfeinde, treffen an Bord eines Schiffes aufeinander und müssen sich der Vergangenheit stellen.
Aufwühlende Verfilmung des gleichnamigen Romans von Pavel Kohout, in der Christiane Hörbiger, Mario Adorf und Veronica Ferres als Charakterdarsteller glänzen.
Die wohlhabende Witwe Margarete Kämmerer geht in Begleitung ihres Neffen Sigi auf Kreuzfahrt. Die Reise verläuft allerdings nicht gerade friedlich. An Bord des Schiffes trifft sie auf Professor Burian, der in Begleitung seiner Schwiegertochter Sylva unterwegs ist.
Margarete ist entsetzt, als sie in Burian jenen tschechischen Arzt wiedererkennt, der Ende des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Sudetendeutsche hinrichten ließ - darunter ihren Mann Sepp. Sigi und Sylva versuchen zu vermitteln, müssen aber bald feststellen, dass beileibe nicht alle Konflikte von damals Geschichte sind.
Mit Mario Adorf, Christiane Hörbiger, Veronica Ferres, Michael Steinocher, Christoph Letkowski
Als Ehemann Nummer eins Trixis Liebe zur Rennbahn nur über seine Leiche gestatten will, nimmt sie ihn beim Wort.
- Christiane Hörbiger in ihrer Glanzrolle als Männer mordende Trixi Jancik.
Mit einer Serie von Giftmorden und anschließenden Erbschaften ebnet Trixi sich den Weg zu Glück und Wohlstand, bis am Ende gar die große Liebe winkt. Zumindest deutet alles darauf hin.
Mit Christiane Hörbiger, Udo Kier, Jan Niklas, Peter Faerber, Ursula Koban
Die ehemalige Musikerin Maria Nikolai lebt in einem multikulturellen Stadtteil Hamburgs. Seit kurzem wohnt eine große Roma-Familie in ihrem Haus, der Maria mit großem Misstrauen begegnet.
Die Leute sind ihr zu laut, zu wild und wirken auf sie zu rücksichtslos. Dann aber lernt Maria durch einen Zufall den 16-jährigen Roma Bero besser kennen. Sie erkennt sein großes Musiktalent und beschließt, ihm privaten Unterricht zu geben.
Durch den sympathischen Jungen scheint sich ihre Haltung gegenüber den Roma allmählich zu ändern. Schließlich meldet Maria Bero zum Vorspielen am Konservatorium an.
Beros älterer Bruder Rudko beobachtet die neue Freundschaft seines kleinen Bruders mit Eifersucht. Er selbst hat keine Perspektive und wird von den anderen Jugendlichen als "Zigeuner" ausgegrenzt. In seiner Verbitterung lässt Rudko sich eines Tages zu einem Plan überreden, mit dem er nicht nur die ahnungslose Maria in Gefahr bringt, sondern auch seinen eigenen Bruder verrät.
Mit einem hohen Maß an Realismus und viel Gespür für emotionale Zwischentöne behandelt der Film aktuelle Themen wie Rassismus, soziale Konflikte und Toleranz. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die erkennen muss, dass ihre Vorurteile vor allem aus Unwissen entstehen.
Zugleich blendet der Film existierende Probleme und Konfliktsituationen nicht aus. Die "Rom und Cinti Union Hamburg" stand dem Filmteam beratend zur Seite. In der Hauptrolle liefert Christiane Hörbiger einmal mehr eine vielschichtige Charakterdarstellung. Das Drehbuch stammt von Thorsten Näter, der für Hörbiger bereits die hochgelobten Filme "Wie ein Licht in der Nacht" und "Stiller Abschied" geschrieben hat.
Mit Christiane Hörbiger, Samy Abdel Fattah, Marie-Lou Sellem, Albert Kitzl, Merab Ninidze, Nedjo Osman
Als die Gestapo die Jüdin Henriette, Ehefrau des Klavierproduzenten Hans Alt, verhaften will, stürzt sie sich aus dem Fenster, ehe ihr Sohn Hermann, ein fanatischer Nazi, eingreifen kann.
"Der Engel mit der Posaune" ist der Glücksbringer der österreichischen Klavierbauer-Familie Alt, deren wechselhafte Geschichte der Film vom Niedergang der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erzählt.
Karl Hartls erste Regiearbeit nach zehnjähriger Pause gab 1948 dem Schauspieler-Ehepaar Paula Wessely und Attila Hörbiger die Möglichkeit, sich vom NS-Regime zu distanzieren. Das österreichische Publikum honorierte die "Rehabilitierung des Österreichertums", wie es der österreichische Regisseur Franz Antel formulierte, indem es "Der Engel mit der Posaune" zum besten Film des Jahres erkor.
Mit Paula Wessely, Attila Hörbiger, Hedwig Bleibtreu, Paul Hörbiger, Hans Holt, Curd Jürgens
Ihre Gesichter zählen zu den bekanntesten der deutschsprachigen Theater- und Filmgeschichte: Paul Hörbiger, Paula Wessely und Attila Hörbiger.
Im ersten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich ihre mittlerweile selbst berühmten Nachkommen an diese - aus heutiger Sicht - nicht unumstrittenen Publikumslieblinge.
Paul Hörbiger drehte neben Klassikern wie "Hallo Dienstmann", "Hofrat Geiger" und "Der dritte Mann" nicht nur 300 weitere - heute oft auch zurecht vergessene - Filme, sondern pflegte auch ein Privatleben, das genug Stoff für einen eigenen Film geboten hätte. Attila Hörbiger, der seinem älteren Bruder zunächst von Theater zu Theater folgte, machte schließlich selbst Karriere - und zählte als Ehrenmitglied des Burgtheaters zu den größten Bühnenkünstlern seiner Zeit. Paula Wessely schließlich hätte 1934 mit "Maskerade" beinahe eine Weltkarriere gemacht, ließ sich dann aber in die Propagandamaschinerie des Dritten Reichs einspannen, anstatt nach Hollywood zu gehen.
Bisher nie veröffentlichte Privatfilme geben Einblicke in das Familienleben der Hörbigers abseits der Bühne. In selten gezeigten Interviews blicken "die Wessely" und das ungleiche Brüderpaar Paul und Attila auf ihre Karrieren zurück. Elisabeth Orth, Christiane und Maresa Hörbiger erinnern sich an ihre Kindheit in der "Hörbiger-Villa" in der Wiener Himmelstraße, die nach mehr als einem dreiviertel Jahrhundert im Familienbesitz 2015 verkauft wurde. Christian Tramitz ("Der Schuh des Manitu") erzählt von sehr persönlichen Erlebnissen mit seinem Großvater, Paul Hörbiger. Zu Wort kommen außerdem die Autoren Gerhard Tötschinger und Georg Markus, sowie André Heller und Mavie Hörbiger.
Chance und Bürde - beides birgt der große Name Hörbiger. Während Christiane und Maresa damit leben und arbeiten, wählte Elisabeth Orth den Mädchennamen ihrer Großmutter als Künstlernamen.
Im zweiten Teil von Christian Reichholds Dokumentation erinnern sich die drei Töchter von Paula Wessely und Attila Hörbiger an ihre Kindheit im "Hörbiger-Haus" und an ihre Anfänge als Schauspielerinnen. Die wurden ihnen nämlich nicht leicht gemacht.
Elisabeth wollte zunächst Filmcutterin werden, für Christiane hatten die berühmten Eltern eine Laufbahn als Konditorin im Sinn, und Maresa tendierte zuerst zum Journalismus, dann Richtung Oper, ehe auch die jüngste der drei Töchter ihre Ausbildung zur Schauspielerei begann. In sehr persönlichen Gesprächen beleuchtet die "Zweite Generation" nicht nur die Sonnenseiten ihrer Familiengeschichte, sondern auch die kritischen, ja, lebensgefährlichen Situationen, vor allem in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie berichtet auch von den völlig unterschiedlichen Arbeitsweisen ihrer Eltern, die sie als Kinder hautnah miterlebten, und von ihrer späteren Zusammenarbeit mit einem stets wohlwollenden Vater und einer zumeist besorgten Mutter, die auf der Bühne mitunter sogar zur Konkurrentin werden konnte.
Im Alter hochgeehrt erlebten Paula Wessely und Attila Hörbiger noch mit, wie ihre Kinder - jedes auf seine Weise - Karriere machten: Elisabeth und Maresa vor allem auf der Bühne, Christiane beim Film ("Schtonk" bekam sogar eine Oscar-Nominierung) und beim Fernsehen. Einblicke ins Privatleben gibt zum Beispiel ein Film über die Hochzeit von Christiane Hörbiger mit Wolfgang Glück im Jahr 1962, sowie ein Bildbericht über die Beerdigung von Paul Hörbiger, der 1981, knapp vor seinem 87. Geburtstag starb.
Im letzten Teil von Christian Reichholds Dokumentation über die Hörbigers kommt die mittlerweile erfolgreiche "Dritte Generation" zu Wort.
Paul Hörbigers Enkel Mavie Hörbiger und Christian Tramitz sowie Maresas Sohn Manuel Witting, Christianes Sohn Sascha Bigler und Elisabeth Orths Sohn Cornelius Obonya, der wie sein Großvater Attila als "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen begeistert, blicken zurück.
Sie erinnern sich an Begegnungen mit ihren Großeltern und an die Reaktionen in der Familie, als diese von ihren Berufswünschen erfuhr. Vor allem das Verhältnis der angehenden Schauspieler zu ihren Großeltern, das zwischen Ehrfurcht, Angst und Respekt pendelte, bietet interessante Einblicke in ihre Anfänge.
Bis auf Mavie mussten alle von ihnen ohne den großen Namen Hörbiger ins Berufsleben starten. Während "die Jungen" die Karriereleiter empor kletterten, absolvierten Paula Wessely und Attila Hörbiger ihre letzten Auftritte, ehe sie sich von der Bühne des Lebens verabschiedeten. Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger, die nach dem Tod der Wessely aus dem Hörbiger-Haus das "Theater zum Himmel" machten, stehen ohne Vorbehalt zu ihrem Mutterstolz, während Elisabeth Orth, inzwischen Ehrenmitglied und Doyenne des Burgtheaters, mit dem Wort "Stolz" zwar hadert, die Leistungen ihres Sohnes Cornelius Obonya aber als "phänomenal" bezeichnet.
Mittlerweile spielt auch schon die "Vierte Generation": Paul Sedlmeir, 1981 im Todesjahr seines Großvaters geboren und daher nach ihm benannt, wird bereits für Hauptrollen in TV-Krimis engagiert. Cornelius Obonya, Manuel Witting und Mavie Hörbiger stellen sich schließlich auch der Frage, wie sie reagieren würden, sollten ihre Kinder dereinst den Wunsch äußern, selbst Schauspieler zu werden.