Aus der Vogelperspektive präsentieren sich die Naturschönheiten Deutschlands von ihrer spektakulärsten Seite. Die zweite Folge "Deutschland von oben" führt übers Land.
Unberührte Natur ist eine Seltenheit, die meisten Naturräume sind von uns geformt. Der "Monte Kali" etwa, der höchste künstliche Berg Deutschlands, oder die strenge Symmetrie der Hopfenfelder in der Holledau - von oben entfalten diese "Werke" eine eigene Magie.
2014 lockte ein 75 Meter großer Kornkreis direkt neben der Erdfunkstelle Raisting Neugierige aus aller Welt an den Ammersee. Der Film zeigt die Science-Fiction-artigen Muster - und ihre Besucher - aus der angemessenen Perspektive: von oben.
Doch so "intergalaktisch" ein umgestaltetes Feld auch sein mag, es bleibt etwas ganz Besonderes, die fast unsichtbaren Bewohner unserer Wiesen und Wälder zu beobachten. In der Nähe des Mains in Franken sehen die Filmemacher Flugkünstlern auf Augenhöhe zu, die nur kommen, wenn der Wald gesund und viel unbelastetes Wasser in der Nähe ist: Schwarzstörche. Die Filmemacher begleiten eine dreiköpfige Schwarzstorch-Familie bei ihren "Flug-Unterrichtsstunden" für den Nachwuchs und visualisieren die realen GPS-Daten solcher Revierflüge in einer Animation. Genau wie die Routen einer Wölfin, die auf einem Truppenübungsplatz bei Magdeburg geboren wurde und bis kurz vor Hamburg wanderte.
Die Waldrappe waren in Deutschland bereits im 17. Jahrhundert ausgerottet. Nun werden sie aus Nachzucht-Projekten wieder ausgewildert. Die drollig aussehenden Ibis-Vögel müssen allerdings per Leichtflieger von ihren menschlichen "Eltern" lernen, wie man nach Italien fliegt, denn junge Waldrappen kennen die Flugroute nicht. Die Filmemacher haben die Jugendgruppe bei ihren ersten Trainingsflügen im Berchtesgadener Land begleitet - einem der großen Naturräume in Deutschland.
Aber auch die ganz kleinen Flug- und Orientierungskünstler kommen nicht zu kurz: Der Film zeigt, dass Bienen eine Art "Karten-Gedächtnis" der Landschaft haben, in der sie sich bewegen. Außerdem haben die Filmemacher die fliegenden Honigsammler mit Highspeed-Kameras gedreht - und ihren Flug mit einer Drohne simuliert. Die Bilder wurden so bearbeitet, dass man erahnen kann, wie Bienen die Welt sehen - ganz anders als wir.
Licht aus, Spot an! Welche spannenden Filme in nächster Zeit in den deutschen Kinos anlaufen oder auf DVD erscheinen, gibt es hier zu sehen. Interviews mit Schauspielern oder Regissueren runden das Angebot ab.
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Menschen handeln zunehmend nach Regeln, Algorithmen und Systemen statt selbst zu entscheiden. Dadurch schrumpfen Handlungsspielräume, Urteilskraft und Selbstwirksamkeit.
Der Soziologe Hartmut Rosa fragt, wie wir in einer durchregulierten Welt handlungsfähig bleiben.
Die künstliche Intelligenz formuliert die Texte, das Navigationsgerät weist den Weg, der Thermomix kocht, und der Video-Schiedsrichterassistent entscheidet, ob ein Fußballtor zählt. Immer mehr Systeme versprechen Entlastung, Präzision und Sicherheit. Der Soziologe Hartmut Rosa sieht darin aber auch einen Verlust: Aus Menschen, die Situationen mit Erfahrung und Urteilskraft gestalten, werden Vollziehende, die vorgegebene Abläufe nur noch abarbeiten und keine Selbstwirksamkeit mehr erleben. Das Gefühl der Ohnmacht wächst.
In diesem Ohnmachtsgefühl könnte auch ein Grund für den Erfolg von Figuren wie Donald Trump oder Elon Musk liegen: Sie versprechen, Regeln, Verfahren und Rücksichten abzutun, um endlich wieder Kontrolle zu übernehmen.
Doch Regeln sind nicht nur lästig, sie schützen auch: Sie begrenzen Willkür, schaffen Fairness und machen Macht kontrollierbar. Im Gespräch mit Olivia Röllin diskutiert Hartmut Rosa, wo Regeln notwendig sind - und wo sie Urteilskraft, Verantwortung und Lebensfreude ersticken.
In der literarischen Reihe dreht sich alles um das Thema Lesen. Neben regen Diskussionen über Bücher werden auch die Neuheiten aus allen Literaturbereichen vorgestellt.
"NZZ Standpunkte" bietet spannende Interviews und Gespräche zu aktuellen Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft oder Kultur.
Moderiert wird die Sendung von "NZZ"-Chefredakteur Eric Gujer und der Politikphilosophin Katja Gentinetta.
Igor Levit ist nicht nur ein weltweit gefeierter Pianist und Künstler: Er setzt sich auch gegen Antisemitismus und für die Demokratie ein. Dafür erhielt er 2020 das Bundesverdienstkreuz.
Während der Coronazeit gab er Hauskonzerte und spielte für Umweltaktivisten.
Doch nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat er das Grundvertrauen in die deutsche Gesellschaft verloren.
Er kritisiert die fehlende Solidarität mit jüdischen Menschen und den massiv angestiegenen Antisemitismus in Deutschland. Das hat Igor Levit in eine Krise gestürzt. Dabei, sagt er, sei der Hass auf Juden nicht nur eine Bedrohung für ihn selbst, sondern für die Existenzgrundlage dieser Bundesrepublik: "Mein Leben ist ab jetzt ein anderes, als es vorher war. Und auch die Auseinandersetzung mit meiner eigenen jüdischen Identität ist ab jetzt eine andere als sie vorher war. Wohin und zu was das führt, verhandle ich noch mit mir."
Levit ist nachdenklicher geworden, ist auf der Suche nach dem, was ihn als Bürger in der Demokratie antreibt, was er bewirken kann und möchte. Und wie er sich selbst als jüdischer Mensch in der Gesellschaft positioniert.
Der Film begleitet Igor Levit auf dieser Suche: im Gespräch im bayerischen Blaibach mit Michel Friedmann zum Thema "Liebe", mit Weggefährten wie der jüdischen Autorin Laura Cazes und der Bundesministerin Karin Prien. Eine Suche nach seiner jüdischen Identität und nach dem, was Demokratie ausmacht.
Sie sind das neue "Dream-Team": Stardirigent Christian Thielemann und Starpianist Igor Levit haben im Dezember 2023 erstmals gemeinsam im Musikverein musiziert.
Dabei haben sie Johannes Brahms in den Mittelpunkt eines kleinen Zyklus gestellt. - Barbara Rett hat Igor Levit zu einem Kulissengespräch geladen und mit ihm darüber gesprochen, wie man in einer künstlerisch so außergewöhnlichen Partnerschaft aufeinander zugeht.
Film von Patrick Pleisnitzer
In der Zwischenkriegszeit gestaltete Albin Egger-Lienz die von Clemens Holzmeister entworfene Kriegergedächtniskapelle und ließ sich zusichern, dass er selbst dort beerdigt werden dürfe.
Die gesamte Ausmalung der Kapelle verzierte der österreichische Maler nicht mit verherrlichender Heldenmystik, sondern zeigte den Schrecken und die Ernüchterung des Kriegs. Sein Gemälde "Der Auferstandene" sorgte gar für einen Skandal.
Christus wird hier als rohe, wuchtige Halbfigur vor dem leeren Sarg mit einer Kreuzfahne gezeigt, was Zeitgenossen als klobig, wenig feierlich und fast profan empfanden. Dekan Gottfried Stemberger lehnte das Werk vehement ab, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen dem Maler und der katholischen Kirche. Nach vielfachen Protesten und einem Brief des Dekans an den Vatikan verfügte das Heilige Offizium in Rom schließlich ein Verbot sämtlicher Gottesdienste für die Kapelle.
In seinen letzten Lebensjahren wurde Egger-Lienz zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck und zum Ehrenbürger von Lienz ernannt, musste nach seinem Tod im Jahr 1926 jedoch am örtlichen Friedhof beigesetzt werden. Die Familie pochte auf die Einhaltung der Verträge und konnte einen Kompromiss mit dem Bischof von Innsbruck erreichen: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde der Leichnam des berühmten Malers exhumiert und 1983 in der Kriegergedächtniskapelle beigesetzt, wo er noch heute ruht.
Zum besseren Verständnis beleuchtet der Film die wichtigsten Stationen des Künstlers in Osttirol, Südtirol, Ötztal, Trentino, Hall in Tirol, Wien und Weimar. Der nicht unumstrittene - weil vor allem von den Nationalsozialisten politisch missbrauchte - und oft fälschlich interpretierte - weil tief religiöse, aber von der Kirche unbeachtete - Künstler hat erst viele Jahrzehnte nach seinem Tod die verdiente Anerkennung erhalten.
Albin Egger-Lienz zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern der Jahrhundertwende und hat mit seinen innovativen Techniken einen bedeutenden Beitrag für die Moderne geleistet. Auch die Kirche hat inzwischen ihren Frieden mit dem Künstler geschlossen.
Redaktionhinweis: Zum 100. Todestag des Malers im Jahr 2026 zeigt 3sat das Porträt des österreichischen Malers, dessen Gesamtwerk von den Themen Vergänglichkeit, Leben, Leid und Tod geprägt war.
Ist das Literatur oder kann das weg? Dieser Frage widmet sich das Magazin für Bücherfreunde mit Leidenschaft und stellt außerdem in kreativen, kurzweiligen Beiträgen Neuerscheinungen sowie deren Autoren vor.
Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
Die Tiroler Bergbauern haben über Generationen hinweg gelernt, sich gegen eine alles bestimmende Natur zu behaupten, sie zu bekämpfen, in ihr zu überleben. Der Film zeigt ihr raues Leben.
Das Leben der Tiroler Bergbauern spielt sich zwischen Arbeit, Festen und dem Kampf mit der Natur ab. Es ist von der Landschaft geprägt, in der sie leben und die sie umgibt.
Mit Kameramann Stephan Mussil macht sich Filmemacher Curt M. Faudon auf die Suche nach jenen archaischen Schnittstellen zwischen Landschaft und Mensch, die im Hochgebirge auch im 21. Jahrhundert noch existieren.
Am Ötztaler Similaungletscher drehte Faudon etwa den alljährlichen großen Schafabtrieb vom Alpenhauptkamm in die Täler Südtirols, im Osttiroler Villgratental folgte er den Bergbauern durch einen langen Winter. Entstanden sind Bilder von großer Ruhe und Würde: ob es sich dabei um eine uralte Holzsammlerin am Bergwald oder die Errettung eines Schafes aus dem Gletscher handelt, um Strategien des täglichen Überlebens oder um Rituale, sich den Himmel gewogen zu halten. Der Mensch, das ist Curt M. Faudons großes Thema, achtet hier den Berg und seine Gesetze, auf dass der Berg den Menschen schone.
Auf ihrem Roadtrip durch Albanien reisen Sarazar und seine Freunde Benni und Max rund 1000 Kilometer durch das südosteuropäische Land: von Tirana, der Riviera bis in die Albanischen Alpen.
Früher eher abgeschottet, ist Albanien heute ein beliebtes Reiseziel mit schönen Stränden, interessanten Städten und majestätischen Bergen. Von der Hauptstadt Tirana geht es zum Bovilla-Reservoir, dem Osum-Canyon und den heißen Quellen von Permet.
Die Reise führt über märchenhafte Orte wie Berat und Gjirokastra bis an die Albanische Riviera. Dort liegen die Halbinsel Ksamil, Porto Palermo, der Gjipe Beach und die Ruinen von Butrint. Nach einem Besuch von Städten wie Vlora, Kruja oder Shkodra wandern die Freunde in den spektakulären Albanischen Alpen - mit imposanten Bergen und malerischen Dörfern wie Theth und Valbona.
Nach 26 Jahren konnte das ehrgeizigste Eisenbahnprojekt Jugoslawiens in Betrieb gehen: die Eisenbahnverbindung zwischen Belgrad und dem Mittelmeerhafen Bar in Serbien und Montenegro.
Finanzielle und politische Probleme des sozialistischen Staats waren damals, zwischen 1955 und 1976, nicht mal das größte Hindernis für die Bahnverbindung. Drei Gebirgszüge mussten überwunden, Steigungen gemeistert, 254 Tunnels gebohrt, 243 Brücken gebaut werden.
Der Weg durch die Schluchten und über die Berge Montenegros war eine der schwierigsten Trassenführungen in Europa. Doch am Ende hatte der 2006 unabhängig gewordene Balkanstaat Montenegro den Eisenbahnreisenden eine der attraktivsten Strecken Europas anzubieten.
Montenegro ist voller Weltnatur- und Kulturerbe-Stätten der UNESCO. Der Film aus der Reihe "Eisenbahn-Romantik" zeigt Landschaften Montenegros, die man schon in Kinofilmen gesehen hat: Winnetou und auch der "Schut" paddelten im Skadar-See. James Bond erholte sich in "Casino Royale" auf Montenegros schönster Insel, Sveti Stefan.
Die Tara hat in Montenegro die tiefste Schlucht Europas gegraben: 78 Kilometer lang und 1300 Meter tief. Eine spektakuläre Wasserwelt voller Naturwunder.
Der Fluss führt auch durch den Durmitor-Nationalpark, der zum UNESCO-Welterbe zählt, und mündet in die Drina. Von oben ist es nur ein schmales türkisblaues Band. Über 140 Kilometer schlängelt sich die Tara durch die Gebirgslandschaft Montenegros.
Das Wasser der Tara kommt aus dem Komovi-Gebirge in der Nähe der albanischen Grenze. In 2000 Metern Höhe sammelt es sich in einem Quelldelta aus Bergbächen. Zur Schneeschmelze führen diese dann oft Hochwasser mit zerstörerischen Kräften. Trotzdem zieht der Fluss viele Menschen nahezu magisch an. Sie leben in abgelegenen Dörfern, meditieren im Kloster mit Ausblick, schützen als Ranger die Natur.
Weil ihr Wasser sehr sauber ist, leben in der Tara Bachforellen und Europäische Flusskrebse. In engen Windungen arbeitet sich der Fluss durch das dinarische Kalkgebirge. Im Unterlauf der Tara ist die Schlucht 78 Kilometer lang und 1300 Meter tief, was ihr den Namen "Grand Canyon Europas" einbrachte. Viele der steilen Ufer hat noch nie ein Mensch betreten. In den dichten Wäldern entlang der Tara ist die Natur in einem urwüchsigen Zustand. Davon zeugen die gewaltigen Schwarzkiefern, teils 400 Jahre alt und mit einem Umfang von bis zu vier Metern. Früher waren sie in vielen Teilen Europas anzutreffen, in Montenegro sind sie noch zahlreich vorhanden.
Ein Teil des Flusslaufs führt durch den Durmitor-Nationalpark, der zum UNESCO-Welterbe zählt. Dort leben Braunbären, Wölfe und Luchse. Auf ihrer letzten Etappe markiert die Tara die Grenze zwischen Montenegro und Bosnien und mündet schließlich in die Drina.
Das Donaudelta ist das zweitgrößte Delta Europas: Mit 5800 Quadratkilometern ist es fast elfmal so groß wie der Bodensee, erstreckt sich im Nordosten Rumäniens.
Ein vielgestaltiger Naturraum mit über 5200 Tier- und Pflanzenarten. Fast drei Viertel davon stehen unter Naturschutz. Ein Brut- oder Rastplatz für 325 Vogelarten. Ornithologen erforschen deshalb die Bestandsentwicklung der Stand- und Zugvögel im Revier.
Das Symboltier des Donaudeltas ist der Rosapelikan. Mehr als 7000 Exemplare bilden dort die größte Kolonie Europas. Eine Besonderheit des Deltas sind auch seine wilden Pferde. Über 2200 grasen zwischen den subtropischen Wäldern von Letea und aus Schwemmsand gewachsene Dünen. Obwohl ihre Vorfahren von Menschen ins Delta gebracht wurden, haben auch die Pferde einen Platz im Ökosystem gefunden.
Wie es um die Donau und ihr Delta bestellt ist, sehen die Fischer jeden Tag an ihrem Fang. In den letzten Jahren strömt das Wasser immer schneller, mit Folgen für das Leben am Grund und für ihre Zukunft. Die Donau fließt fast 3000 Kilometer quer durch Europa, ehe sie sich auf der letzten Etappe in Rumänien ins Schwarze Meer verläuft. Ihr Netz aus Seen und Kanälen formt dabei Landschaften. Mit dem Wasser kommen auch Sedimente und Schadstoffe.
Jeno Szabo erforscht, wie das Delta als Filter funktioniert. Dafür taucht er im glasklaren Belciug-See und untersucht schwimmende Schilfinseln, deren Wurzelgeflechte wie große Staubsauger das Wasser durchkämmen. Eine Expedition in das beeindruckende Ökosystem Donaudelta.
Die Dordogne hat in ihrem 500 Kilometer langen Verlauf eine malerische Landschaft in Frankreichs Südwesten geschaffen. Das gesamte Flussbecken ist UNESCO-Biosphärenreservat.
Der Fluss ist auch das Ziel vieler Wanderfische. Lachse und Forellen zieht es an Burgen und Schlössern vorbei, von der Mündung nahe des Atlantiks in Richtung Quelle im Zentralmassiv.
Die Dordogne hat in ihrem 500 Kilometer langen Verlauf eine malerische Landschaft in Frankreichs Südwesten geschaffen. Sie gilt als ein "schnelles Wasser" und wird doch immer wieder gebremst. Das gesamte windungsreiche Flussbecken mit seinen alten Burgen und Schlössern ist auch UNESCO-Biosphärenreservat.
Der Fluss selbst ist das Ziel vieler Wanderfische. Lachse, Forellen und Störe kommen vom Meer und ziehen über die riesige Trichtermündung der Gironde weiter in Richtung Quelle, die in den Bergen des Zentralmassivs liegt. Wer die Dordogne entdecken will, sollte den Fischen flussaufwärts folgen. Gegen die Strömung. Ein innerer Kompass lotst die Fische zurück an ihren jeweiligen Geburtsort, um sich dort selbst fortzupflanzen. Nach der schwierigsten Reise ihres Lebens.
Vom einstigen Fischreichtum in der Dordogne zeugen nur noch pittoreske Stelzenhäuser nahe der Mündung. Von den Fischen können die Menschen dort schon lange nicht mehr leben. Isabelle Caut vom Naturschutzverein Migado kümmert sich vor allem um die Lachse in der Dordogne. Vor einigen Jahren waren sie dort fast ausgestorben. Jetzt sollen Aufzuchtstationen dafür sorgen, dass sich die Bestände wieder erholen. Gleichzeitig helfen aufwendige Fischtreppen und -schleusen, die künstlichen Hindernisse im Flusslauf zu überwinden. Denn um zu ihren Laichplätzen flussaufwärts zu gelangen, müssen die Wanderfische nicht nur gegen die Strömung anschwimmen.
Der Gymnasialprofessor Johannes Büttner schwelgt in Erinnerungen: Vor mehr als 20 Jahren machte er mit seinen Abiturfreunden Fritz und Ulrich eine Radtour durch das idyllische Kärntnerland.
Nun steht die 800-Jahr-Feier des Kärntner Städtchens Burgsteinach an, und Johannes packt die Gelegenheit beim Schopf: Er ruft Fritz und Ulrich an, die er seit jener Zeit nicht mehr gesehen hat, und schlägt ihnen vor, diesen unvergesslichen Urlaub zu wiederholen.
Zunächst sind Fritz, seines Zeichens erfolgreicher Eierlikör-Fabrikant, und Ulrich, der es zum Filmstar gebracht hat, von der Idee nicht gerade begeistert. Aber der Sinneswandel lässt nicht lange auf sich warten. So schwingen sich die drei Herren auf ihre Fahrräder und freuen sich auf einen Urlaub fernab des Berufsalltags und vor allem: ohne Ehefrauen!
Natürlich kommt es schon bald zu erheiternden Komplikationen. Aus Geldmangel müssen die Kumpane in einer Scheune nächtigen - zum Unmut des dazugehörigen Bauern. Die Verpflegung gestaltet sich kaum weniger kompliziert: Ulrichs Versuch, einer Verkäuferin mit seinem "Star-Appeal" ein paar Lebensmittel abzuschwatzen, verläuft nicht gerade erfolgreich. Aber zum Glück hat der gewitzte Fritz seinen Chauffeur beauftragt, der Radlertruppe heimlich zu folgen, mit reichlich Fressalien im Kofferraum der Limousine.
Als das Picknick am schönsten ist, stößt plötzlich Fritz' Sohn Robby mit seiner Freundin Katinka zu der Truppe. Der verwöhnte Junge braucht Geld vom Papa, um seinen neuen Porsche zu bezahlen. Nach einem Streit fährt er ohne seine Freundin davon. Also wird die niedliche Katinka von den drei Herren kurzerhand "adoptiert". Als sie mit ihrer "Tochter" im Schlepptau endlich ihr Ziel erreichen, ist die Freude groß. Erinnerungen werden wach, es gibt ein Wiedersehen mit alten Jugendlieben - und auch sonst wimmelt es in Burgsteinach von hübschen Mädchen. Das haben allerdings auch die Gattinnen von Fritz und Johannes sowie Ulrichs Freundin geahnt. Unverhofft tauchen die Damen in dem Städtchen auf, um zu schauen, was ihre Männer wohl so treiben.
"Immer die Radfahrer" ist eine beschwingte Komödie über drei Männer im besten Alter, die noch einmal gehörig auf die Pauke hauen. Heinz Erhardt ist als ebenso linkischer wie gewitzter Familienvater in einer Paraderolle zu sehen, Hans-Joachim Kulenkampff glänzt als galanter Frauenheld. Abgerundet wird die prominente Besetzung durch Peter Kraus, Romy Schneiders Vater Wolf Albach-Retty und Inge Meysel.
Mit Heinz Erhardt, Peter Kraus, Mady Rahl, Hans-Joachim Kulenkampff, Wolf Albach-Retty, Inge Meysel
Was zeichnet die Schweiz aus? Charakteristische Züge, aktuelle Ereignisse sowie Land und Leute werden vorgestellt. Außerdem finden regelmäßig Gespräche mit Studiogästen statt.
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
Im Labor hergestellte Diamanten machen grossen Edelsteinschmuck für viele erst erschwinglich. Und ihre speziellen Eigenschaften könnten sogar die Computerchip-Industrie revolutionieren.
Doch der Erfolg hat eine Schattenseite: Für traditionelle Produzenten ist die Entwicklung existenzbedrohend.
Der Aufstieg der Labordiamanten ist rasant: Das Unternehmen von Christoph Spitzl hat sich auf die synthetische Herstellung von Diamanten spezialisiert. Einerseits produziert es hochwertige Schmuckdiamanten in der Schweiz, und andererseits will man in der Nähe von Bonn neue Geschäftsfelder in der Tech-Industrie erschließen. Zusammen mit dem Laser-Weltmarktführer Trumpf will es die Halbleiterherstellung revolutionieren.
Die etablierte Diamantenwirtschaft ist dagegen im Überlebenskampf. Dieter Hahn von der ältesten Diamantschleiferei Deutschlands und viele in der Edelsteinstadt Idar-Oberstein müssen ihre Firmen neu erfinden, wollen sie den Wandel überstehen. Wie etwa in der Diamantschmuckherstellung der Familie Giloy. Sie setzt bewusst auf «echte» Edelsteine auch für den kleineren Geldbeutel.
Der Film geht diesen Fragen nach: Sind synthetische Diamanten eine Alternative zu teuren Edelsteinen? Und sind unsere Computerchips bald aus Diamanten?
Ende des 18. und während des 19. Jahrhunderts war das an Rohstoffvorkommen reiche Blaenavon in Wales eines der größten Bergbau- und Eisenproduktionszentren der Welt.
Tausende Menschen arbeiteten in der Kohle-Grube "Big Pit" und an Hochöfen unter harten Bedingungen für ihr Überleben. Die südwalisische Heidelandschaft wurde innerhalb weniger Jahrzehnte ein von Abraumhalden und Industriearchitektur geprägtes Areal.
Die Tagesschau ist eine der bekanntesten und ältesten Nachrichtensendungen im deutschsprachigen Raum. Sie wird seit 1952 von der ARD produziert und täglich ausgestrahlt. Mit ihrer sachlichen und prägnanten Berichterstattung informiert sie über aktuelle Ereignisse aus Deutschland, Europa und der Welt.
In "Nuhr im Ersten" seziert Dieter Nuhr messerscharf politische Unzulänglichkeiten, thematische Abseitigkeiten und den verlässlichen Irrwitz des Alltags.
Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Kabarett und Comedy geschieht dies auf gewohnt anspruchsvoll-bissige, unterhaltsame und vor allem witzige Art und Weise. Denn Humor ist, nicht nur, aber vor allem in Krisenzeiten ein wichtiger Begleiter.
Sarah Bosetti nimmt wieder die aktuellen gesellschaftlichen Debatten satirisch unter die Lupe und beleuchtet gemeinsam mit ihren Gästen die dahinterliegenden Probleme.
Was sind derzeit die Aufreger in den Medien und auf der Straße? Wie reden wir miteinander darüber - und geht das nicht auch besser? Sarah Bosetti geht den Problemen mit Fakten, Humor und wortgewandter Analyse auf den Grund.
Seine altgedienten Angestellten Becker, Roger und Köll will Carlo keinesfalls entlassen, denn sie sind mehr als nur seine Mitarbeiter: Sie sind seine besten Freunde.
Ohne sie ginge in Carlos Leben wirklich nichts mehr. Aber anstatt sie und seine Frau Jutta in die von sich aus nicht kleiner werdenden Schwierigkeiten einzuweihen, hat Carlo nun zu lange gehofft, dass die Probleme, die ungefragt kamen, ebenso wieder gehen würden.
So hat er einfach weggeschaut, zu lange Zeit die angefallenen Steuern nicht gezahlt, und nun gibt es auch dort keinen Aufschub mehr: Carlo muss binnen zwölf Wochen rund 50.000 Euro nachzahlen, sonst ist die Werkstatt - und damit das Auskommen seiner Familie und seiner Freunde - weg.
Um aus dem Schlamassel herauszukommen, scheint es am Ende nur noch eine einzige Lösung zu geben: Die vier Freunde lassen sich auf eine scheinbar nicht zu gewinnende Wette mit dem benachbarten Fitnessstudio-Besitzer Aslan ein. Carlo bekommt 50.000, wenn es ihnen gelingt, beim diesjährigen Marathon in Berlin gemeinsam durchs Ziel zu laufen. Aber wenn nicht, "verschlingt" Aslan die Werkstatt. Und das war's dann für die vier Freunde.
Der im Rollstuhl sitzende Azubi in spe, Moah, will sie trainieren - dumm nur, dass die rauchenden und trinkenden Männer physisch und mental für Bewegung, geschweige denn für einen Marathon, eher ungeeignet sind. Ein hartes und kompromissloses Training beginnt. Und damit wächst in den Männern nach und nach die Erkenntnis, dass Verdrängung selten ein Problem gelöst hat und dass man den inneren Schweinehund nicht überwindet, indem man in der Bequemlichkeit des Lebens verharrt und die Welt jenseits des Tellerrandes verleugnet. Werden die "Werkstatthelden mit Herz" ihr Ziel dennoch erreichen?
Mit Armin Rohde, Heiko Pinkowski, Tim Kalkhof, Karsten Antonio Mielke, Eugene Boateng, Axel Schreiber
Der erste Filmauftritt von Hip-Hop-Megastar Eminem: Ein weißer Rapper muss sich in Detroit gegen seine schwarze Konkurrenz behaupten.
Die Einwohner von Detroit bezeichnen mit dem Begriff "8 Mile" die Grenze zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung. Auf dem schmalen Grat dieser Trennlinie bewegt sich der weiße Rapper Jimmy Smith Jr. auf der Suche nach Identität und musikalischem Erfolg.
Ein Film von Curtis Hanson ("L.A. Confidential", "Wonder Boys") über Emotionen, Hass, Frustration und den Kampf um Erfolg, mit Kim Basinger ("L.A. Confidential") in der Rolle als Jimmys Mutter. Die Filmmusik stammt von Hauptdarsteller Eminem und Dr. Dre.
Mit Eminem, Kim Basinger, Mekhi Phifer, Brittany Murphy, Evan Jones, Omar Benson Miller
Seine altgedienten Angestellten Becker, Roger und Köll will Carlo keinesfalls entlassen, denn sie sind mehr als nur seine Mitarbeiter: Sie sind seine besten Freunde.
Ohne sie ginge in Carlos Leben wirklich nichts mehr. Aber anstatt sie und seine Frau Jutta in die von sich aus nicht kleiner werdenden Schwierigkeiten einzuweihen, hat Carlo nun zu lange gehofft, dass die Probleme, die ungefragt kamen, ebenso wieder gehen würden.
So hat er einfach weggeschaut, zu lange Zeit die angefallenen Steuern nicht gezahlt, und nun gibt es auch dort keinen Aufschub mehr: Carlo muss binnen zwölf Wochen rund 50.000 Euro nachzahlen, sonst ist die Werkstatt - und damit das Auskommen seiner Familie und seiner Freunde - weg.
Um aus dem Schlamassel herauszukommen, scheint es am Ende nur noch eine einzige Lösung zu geben: Die vier Freunde lassen sich auf eine scheinbar nicht zu gewinnende Wette mit dem benachbarten Fitnessstudio-Besitzer Aslan ein. Carlo bekommt 50.000, wenn es ihnen gelingt, beim diesjährigen Marathon in Berlin gemeinsam durchs Ziel zu laufen. Aber wenn nicht, "verschlingt" Aslan die Werkstatt. Und das war's dann für die vier Freunde.
Der im Rollstuhl sitzende Azubi in spe, Moah, will sie trainieren - dumm nur, dass die rauchenden und trinkenden Männer physisch und mental für Bewegung, geschweige denn für einen Marathon, eher ungeeignet sind. Ein hartes und kompromissloses Training beginnt. Und damit wächst in den Männern nach und nach die Erkenntnis, dass Verdrängung selten ein Problem gelöst hat und dass man den inneren Schweinehund nicht überwindet, indem man in der Bequemlichkeit des Lebens verharrt und die Welt jenseits des Tellerrandes verleugnet. Werden die "Werkstatthelden mit Herz" ihr Ziel dennoch erreichen?
Mit Armin Rohde, Heiko Pinkowski, Tim Kalkhof, Karsten Antonio Mielke, Eugene Boateng, Axel Schreiber
Der Gymnasialprofessor Johannes Büttner schwelgt in Erinnerungen: Vor mehr als 20 Jahren machte er mit seinen Abiturfreunden Fritz und Ulrich eine Radtour durch das idyllische Kärntnerland.
Nun steht die 800-Jahr-Feier des Kärntner Städtchens Burgsteinach an, und Johannes packt die Gelegenheit beim Schopf: Er ruft Fritz und Ulrich an, die er seit jener Zeit nicht mehr gesehen hat, und schlägt ihnen vor, diesen unvergesslichen Urlaub zu wiederholen.
Zunächst sind Fritz, seines Zeichens erfolgreicher Eierlikör-Fabrikant, und Ulrich, der es zum Filmstar gebracht hat, von der Idee nicht gerade begeistert. Aber der Sinneswandel lässt nicht lange auf sich warten. So schwingen sich die drei Herren auf ihre Fahrräder und freuen sich auf einen Urlaub fernab des Berufsalltags und vor allem: ohne Ehefrauen!
Natürlich kommt es schon bald zu erheiternden Komplikationen. Aus Geldmangel müssen die Kumpane in einer Scheune nächtigen - zum Unmut des dazugehörigen Bauern. Die Verpflegung gestaltet sich kaum weniger kompliziert: Ulrichs Versuch, einer Verkäuferin mit seinem "Star-Appeal" ein paar Lebensmittel abzuschwatzen, verläuft nicht gerade erfolgreich. Aber zum Glück hat der gewitzte Fritz seinen Chauffeur beauftragt, der Radlertruppe heimlich zu folgen, mit reichlich Fressalien im Kofferraum der Limousine.
Als das Picknick am schönsten ist, stößt plötzlich Fritz' Sohn Robby mit seiner Freundin Katinka zu der Truppe. Der verwöhnte Junge braucht Geld vom Papa, um seinen neuen Porsche zu bezahlen. Nach einem Streit fährt er ohne seine Freundin davon. Also wird die niedliche Katinka von den drei Herren kurzerhand "adoptiert". Als sie mit ihrer "Tochter" im Schlepptau endlich ihr Ziel erreichen, ist die Freude groß. Erinnerungen werden wach, es gibt ein Wiedersehen mit alten Jugendlieben - und auch sonst wimmelt es in Burgsteinach von hübschen Mädchen. Das haben allerdings auch die Gattinnen von Fritz und Johannes sowie Ulrichs Freundin geahnt. Unverhofft tauchen die Damen in dem Städtchen auf, um zu schauen, was ihre Männer wohl so treiben.
"Immer die Radfahrer" ist eine beschwingte Komödie über drei Männer im besten Alter, die noch einmal gehörig auf die Pauke hauen. Heinz Erhardt ist als ebenso linkischer wie gewitzter Familienvater in einer Paraderolle zu sehen, Hans-Joachim Kulenkampff glänzt als galanter Frauenheld. Abgerundet wird die prominente Besetzung durch Peter Kraus, Romy Schneiders Vater Wolf Albach-Retty und Inge Meysel.
Mit Heinz Erhardt, Peter Kraus, Mady Rahl, Hans-Joachim Kulenkampff, Wolf Albach-Retty, Inge Meysel
Die Tara hat in Montenegro die tiefste Schlucht Europas gegraben: 78 Kilometer lang und 1300 Meter tief. Eine spektakuläre Wasserwelt voller Naturwunder.
Der Fluss führt auch durch den Durmitor-Nationalpark, der zum UNESCO-Welterbe zählt, und mündet in die Drina. Von oben ist es nur ein schmales türkisblaues Band. Über 140 Kilometer schlängelt sich die Tara durch die Gebirgslandschaft Montenegros.
Das Wasser der Tara kommt aus dem Komovi-Gebirge in der Nähe der albanischen Grenze. In 2000 Metern Höhe sammelt es sich in einem Quelldelta aus Bergbächen. Zur Schneeschmelze führen diese dann oft Hochwasser mit zerstörerischen Kräften. Trotzdem zieht der Fluss viele Menschen nahezu magisch an. Sie leben in abgelegenen Dörfern, meditieren im Kloster mit Ausblick, schützen als Ranger die Natur.
Weil ihr Wasser sehr sauber ist, leben in der Tara Bachforellen und Europäische Flusskrebse. In engen Windungen arbeitet sich der Fluss durch das dinarische Kalkgebirge. Im Unterlauf der Tara ist die Schlucht 78 Kilometer lang und 1300 Meter tief, was ihr den Namen "Grand Canyon Europas" einbrachte. Viele der steilen Ufer hat noch nie ein Mensch betreten. In den dichten Wäldern entlang der Tara ist die Natur in einem urwüchsigen Zustand. Davon zeugen die gewaltigen Schwarzkiefern, teils 400 Jahre alt und mit einem Umfang von bis zu vier Metern. Früher waren sie in vielen Teilen Europas anzutreffen, in Montenegro sind sie noch zahlreich vorhanden.
Ein Teil des Flusslaufs führt durch den Durmitor-Nationalpark, der zum UNESCO-Welterbe zählt. Dort leben Braunbären, Wölfe und Luchse. Auf ihrer letzten Etappe markiert die Tara die Grenze zwischen Montenegro und Bosnien und mündet schließlich in die Drina.
Das Donaudelta ist das zweitgrößte Delta Europas: Mit 5800 Quadratkilometern ist es fast elfmal so groß wie der Bodensee, erstreckt sich im Nordosten Rumäniens.
Ein vielgestaltiger Naturraum mit über 5200 Tier- und Pflanzenarten. Fast drei Viertel davon stehen unter Naturschutz. Ein Brut- oder Rastplatz für 325 Vogelarten. Ornithologen erforschen deshalb die Bestandsentwicklung der Stand- und Zugvögel im Revier.
Das Symboltier des Donaudeltas ist der Rosapelikan. Mehr als 7000 Exemplare bilden dort die größte Kolonie Europas. Eine Besonderheit des Deltas sind auch seine wilden Pferde. Über 2200 grasen zwischen den subtropischen Wäldern von Letea und aus Schwemmsand gewachsene Dünen. Obwohl ihre Vorfahren von Menschen ins Delta gebracht wurden, haben auch die Pferde einen Platz im Ökosystem gefunden.
Wie es um die Donau und ihr Delta bestellt ist, sehen die Fischer jeden Tag an ihrem Fang. In den letzten Jahren strömt das Wasser immer schneller, mit Folgen für das Leben am Grund und für ihre Zukunft. Die Donau fließt fast 3000 Kilometer quer durch Europa, ehe sie sich auf der letzten Etappe in Rumänien ins Schwarze Meer verläuft. Ihr Netz aus Seen und Kanälen formt dabei Landschaften. Mit dem Wasser kommen auch Sedimente und Schadstoffe.
Jeno Szabo erforscht, wie das Delta als Filter funktioniert. Dafür taucht er im glasklaren Belciug-See und untersucht schwimmende Schilfinseln, deren Wurzelgeflechte wie große Staubsauger das Wasser durchkämmen. Eine Expedition in das beeindruckende Ökosystem Donaudelta.
Die Dordogne hat in ihrem 500 Kilometer langen Verlauf eine malerische Landschaft in Frankreichs Südwesten geschaffen. Das gesamte Flussbecken ist UNESCO-Biosphärenreservat.
Der Fluss ist auch das Ziel vieler Wanderfische. Lachse und Forellen zieht es an Burgen und Schlössern vorbei, von der Mündung nahe des Atlantiks in Richtung Quelle im Zentralmassiv.
Die Dordogne hat in ihrem 500 Kilometer langen Verlauf eine malerische Landschaft in Frankreichs Südwesten geschaffen. Sie gilt als ein "schnelles Wasser" und wird doch immer wieder gebremst. Das gesamte windungsreiche Flussbecken mit seinen alten Burgen und Schlössern ist auch UNESCO-Biosphärenreservat.
Der Fluss selbst ist das Ziel vieler Wanderfische. Lachse, Forellen und Störe kommen vom Meer und ziehen über die riesige Trichtermündung der Gironde weiter in Richtung Quelle, die in den Bergen des Zentralmassivs liegt. Wer die Dordogne entdecken will, sollte den Fischen flussaufwärts folgen. Gegen die Strömung. Ein innerer Kompass lotst die Fische zurück an ihren jeweiligen Geburtsort, um sich dort selbst fortzupflanzen. Nach der schwierigsten Reise ihres Lebens.
Vom einstigen Fischreichtum in der Dordogne zeugen nur noch pittoreske Stelzenhäuser nahe der Mündung. Von den Fischen können die Menschen dort schon lange nicht mehr leben. Isabelle Caut vom Naturschutzverein Migado kümmert sich vor allem um die Lachse in der Dordogne. Vor einigen Jahren waren sie dort fast ausgestorben. Jetzt sollen Aufzuchtstationen dafür sorgen, dass sich die Bestände wieder erholen. Gleichzeitig helfen aufwendige Fischtreppen und -schleusen, die künstlichen Hindernisse im Flusslauf zu überwinden. Denn um zu ihren Laichplätzen flussaufwärts zu gelangen, müssen die Wanderfische nicht nur gegen die Strömung anschwimmen.