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Magazin Von der Kittelschürze bis zum Rock-Konzert - so kontrastreich kann Kultur in Mittel- und Ostdeutschland sein. Die sehr unterhaltsam gestalteten Beiträge haben die Kunstwelt ebenso zum Thema wie deren Skandale.

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50 Jahre "Karussell": "Entweder oder", "Ehrlich will ich bleiben", "Als ich fortging" - drei Klassiker der DDR-Rockmusik und noch immer aktuell. Seit 50 Jahren geht die Leipziger Band "Karussell" auf die Bühne und in diesem Jahr auf Jubiläumstournee. Diesmal gibt es zu Beginn jedes Konzertes einen Film zur Bandgeschichte zu sehen. 10 Alben haben sie seit 1976 herausgebracht und inzwischen verbindet die Band drei Musiker-Generationen. Ihr Markenzeichen nach wie vor: liedhafte, melodienbetonte Rockmusik, ehrlich und bodenständig. Autor: Lutz Pehnert

Die erste Biografie von Fred Stein: Fotograf, Exilant und Chronist des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt mit Zigarette, Thomas Mann am Schreibtisch, der lächelnde Einstein, Brecht im Profil. Diese Aufnahmen sind weltberühmt, ihr Fotograf ist weitgehend unbekannt. Fred Stein, Meister der Porträtfotografie, seine Bilder ein wahres Who's who des 20. Jahrhunderts. In der ersten Biografie über den aus Dresden stammenden jüdischen Fotografen Fred Stein zeichnet Historiker Daniel Siemens Leben und Leistungen des Manns hinter der Kamera nach. 1933 flieht der jüdische Jurist mit Frau Lilo unter dem Vorwand einer Hochzeitsreise ins Exil: von Dresden nach Paris, später nach New York. Die gebrauchte Leica, die das Paar kauft, ist dabei erst der Anfang. In drei Jahrzehnten lichtet Stein über 1000 Künstler, Politiker und Prominente ab. Seine Porträts und Straßenszenen erzählen von Würde, Menschlichkeit, politischen Kämpfen - und einer Welt, die dem Exilanten selbst oft versagt blieb. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig und das Deutsche Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek würdigen den Fotografen Fred Stein mit zwei Ausstellungen und einem begleitenden Veranstaltungsprogramm im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen (TACHELES 2026): "Fred Stein. Der Mensch im Fokus", bis 31.07.2026 im Capa-Haus und der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig. Autor: Norbert Kron

Dokumentation "Das nomadische Gen": Mit "Das nomadische Gen" legt Regisseur, Autor und Musiker Kai-Uwe Kohlschmidt (Frontmann der legendären Band "Sandow") eine ebenso poetische wie existenzielle Weltreise vor - einen Film über das Unterwegssein als Grundzustand des Menschen. Entstanden über mehrere Jahre und Kontinente hinweg, folgt das Werk Spuren von Forschern, Vertriebenen, Abenteurern und Suchenden - und stellt dabei eine zentrale Frage: Was treibt uns hinaus in die Welt? Im Gespräch beschreibt Kohlschmidt Reisen nicht als touristische Bewegung, sondern als existenzielle Erfahrung: "Reisen ist für mich ein Innen- wie ein Naturzustand." Es gehe um Begegnungen - mit Menschen, Landschaften, Geschichten. Der Film versammelt diese Begegnungen zu einer vielschichtigen Erzählung, in der sich individuelle Biografien mit globalen historischen Linien verweben. Ob in Papua-Neuguinea, Australien oder Nordamerika: Immer wieder zeigt sich das Nomadische als anthropologische Konstante - mal freiwillig, mal erzwungen, oft widersprüchlich. Dabei reflektiert "Das nomadische Gen" auch die Schattenseiten der Entdeckungsgeschichte. Die klassischen "Entdecker" erscheinen als Vorboten kolonialer Gewalt, während indigene Perspektiven den Film erden und erweitern. Aktuell ist der Film auf Tour durch Deutschland und wird gemeinsam mit dem Team präsentiert - unter anderem in Leipzig und Magdeburg. Die Vorführungen werden dabei selbst

Kulturkalender: Ausstellung im Angermuseum Erfurt: "Dem Himmel so nah. Wolken in der Kunst", bis 26.07.2026 "Dorian Gray", Oper nach Oskar Wilde von Kate Pullinger, Premiere 18.4., Theater Annaberg Buchholz Filmstart "Vier minus drei" am 16.4. Autorin: Ulrike Reiß

50 Jahre "Karussell": "Entweder oder", "Ehrlich will ich bleiben", "Als ich fortging" - drei Klassiker der DDR-Rockmusik und noch immer aktuell. Seit 50 Jahren geht die Leipziger Band "Karussell" auf die Bühne und in diesem Jahr auf Jubiläumstournee. Diesmal gibt es zu Beginn jedes Konzertes einen Film zur Bandgeschichte zu sehen. 10 Alben haben sie seit 1976 herausgebracht und inzwischen verbindet die Band drei Musiker-Generationen. Ihr Markenzeichen nach wie vor: liedhafte, melodienbetonte Rockmusik, ehrlich und bodenständig. Autor: Lutz Pehnert

Die erste Biografie von Fred Stein: Fotograf, Exilant und Chronist des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt mit Zigarette, Thomas Mann am Schreibtisch, der lächelnde Einstein, Brecht im Profil. Diese Aufnahmen sind weltberühmt, ihr Fotograf ist weitgehend unbekannt. Fred Stein, Meister der Porträtfotografie, seine Bilder ein wahres Who's who des 20. Jahrhunderts. In der ersten Biografie über den aus Dresden stammenden jüdischen Fotografen Fred Stein zeichnet Historiker Daniel Siemens Leben und Leistungen des Manns hinter der Kamera nach. 1933 flieht der jüdische Jurist mit Frau Lilo unter dem Vorwand einer Hochzeitsreise ins Exil: von Dresden nach Paris, später nach New York. Die gebrauchte Leica, die das Paar kauft, ist dabei erst der Anfang. In drei Jahrzehnten lichtet Stein über 1000 Künstler, Politiker und Prominente ab. Seine Porträts und Straßenszenen erzählen von Würde, Menschlichkeit, politischen Kämpfen - und einer Welt, die dem Exilanten selbst oft versagt blieb. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig und das Deutsche Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek würdigen den Fotografen Fred Stein mit zwei Ausstellungen und einem begleitenden Veranstaltungsprogramm im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen (TACHELES 2026): "Fred Stein. Der Mensch im Fokus", bis 31.07.2026 im Capa-Haus und der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig. Autor: Norbert Kron

Dokumentation "Das nomadische Gen": Mit "Das nomadische Gen" legt Regisseur, Autor und Musiker Kai-Uwe Kohlschmidt (Frontmann der legendären Band "Sandow") eine ebenso poetische wie existenzielle Weltreise vor - einen Film über das Unterwegssein als Grundzustand des Menschen. Entstanden über mehrere Jahre und Kontinente hinweg, folgt das Werk Spuren von Forschern, Vertriebenen, Abenteurern und Suchenden - und stellt dabei eine zentrale Frage: Was treibt uns hinaus in die Welt? Im Gespräch beschreibt Kohlschmidt Reisen nicht als touristische Bewegung, sondern als existenzielle Erfahrung: "Reisen ist für mich ein Innen- wie ein Naturzustand." Es gehe um Begegnungen - mit Menschen, Landschaften, Geschichten. Der Film versammelt diese Begegnungen zu einer vielschichtigen Erzählung, in der sich individuelle Biografien mit globalen historischen Linien verweben. Ob in Papua-Neuguinea, Australien oder Nordamerika: Immer wieder zeigt sich das Nomadische als anthropologische Konstante - mal freiwillig, mal erzwungen, oft widersprüchlich. Dabei reflektiert "Das nomadische Gen" auch die Schattenseiten der Entdeckungsgeschichte. Die klassischen "Entdecker" erscheinen als Vorboten kolonialer Gewalt, während indigene Perspektiven den Film erden und erweitern. Aktuell ist der Film auf Tour durch Deutschland und wird gemeinsam mit dem Team präsentiert - unter anderem in Leipzig und Magdeburg. Die Vorführungen werden dabei selbst

Kulturkalender: Ausstellung im Angermuseum Erfurt: "Dem Himmel so nah. Wolken in der Kunst", bis 26.07.2026 "Dorian Gray", Oper nach Oskar Wilde von Kate Pullinger, Premiere 18.4., Theater Annaberg Buchholz Filmstart "Vier minus drei" am 16.4. Autorin: Ulrike Reiß

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