ARTE
ARTE So 26.07.
Doku
Matthew Lancit stellt seinen Körper in einen direkten Konflikt mit einer Krankheit, die ihn seit seiner Jugend begleitet: Diabetes. ARTE F
Matthew Lancit verwandelt seine Angst vor dem Tod aufgrund von Diabetes in ein ehrliches Tagebuch, das mit einer dreisten Horrorerzählung kombiniert ist. ARTE F

Stell dich tot!

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2023
  • 81'
Dokumentarfilm Eine spannende Mischung aus Fantasy, Gore, schwarzem Humor und Performance-Kunst: Matthew Lancits Dokumentarfilm behandelt das Thema Diabetes auf ungewohnte, experimentelle Weise. Darin greift er persönliche Erfahrungen im Kampf mit der Krankheit auf, spiegelt gesellschaftliche Haltungen wider und macht so die große physische und psychische Belastung dieser weit verbreiteten Erkrankung erfahrbar. Lancits Diabeteserkrankung konfrontiert ihn während der Coronapandemie mit der eigenen Verletzlichkeit und Sterblichkeit - und lässt ihn die universelle Dimension des Todes spüren.

Inhalt

Der Dokumentarfilm "Stell dich tot!" fängt die stillen und persönlichen Kämpfe mit Diabetes ein und zeigt, dass es möglich ist, trotz der Allgegenwart des Todes weiterzuleben. Deutlich wird auch die damit verbundene permanente physische und psychische Belastung, die der Filmemacher Matthew Lancit aus eigener Erfahrung kennt und mit Millionen Menschen weltweit teilt. In Anlehnung an die obsessive Ästhetik David Cronenbergs und den Alltagsrealismus Chantal Akermans zeigt der Dokumentarfilm ein beklemmendes häusliches Umfeld, in dem Routinehandlungen zur Quelle bedrohlicher Gefühle werden. Vor diesem Hintergrund wirken das ständige Verhandeln zwischen Gesundheit und Krankheit und die spürbare Verletzlichkeit des Menschen fast schon alltäglich. Im Grenzland der Genres und visuellen Stile wird der Dokumentarfilm auch zu einer Metapher der Angst, die das Leben mit einer chronischen Krankheit prägt. Lebenswille, Brüche und unmittelbare Nähe des Todes zeichnen das berührende, zuweilen sarkastische Bild einer verborgenen Realität. Die einfühlsamen Schilderungen des Erzählers Matthew Lancit, persönliche Bekenntnisse und die beeindruckende Darstellung von Leid und Resilienz regen zum Nachdenken und zum Austausch über eine Krankheit an, die rund zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung betrifft. Über die Erfahrung eines einzelnen Menschen hinaus setzt sich der Film mit der kollektiven Existenz in einer unsicheren Welt, mit Herausforderungen, Fragilität und Liebe auseinander.

Sendungsinfos

Regie: Matthew Lancit Untertitel, Stereo
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