Young Euro Classic 2025 - Highlights
KLASSISCHE MUSIK, D 2025
Soundtrack of Arts - Kunst in Pop und Klassik
KUNST UND KULTUR Louvre, Da Vinci, Will.i.am, D 2023
ARTE
So 26.07.
Doku
Stell dich tot!
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
- F 2023
- 81'
Dokumentarfilm
Eine spannende Mischung aus Fantasy, Gore, schwarzem Humor und Performance-Kunst: Matthew Lancits Dokumentarfilm behandelt das Thema Diabetes auf ungewohnte, experimentelle Weise. Darin greift er persönliche Erfahrungen im Kampf mit der Krankheit auf, spiegelt gesellschaftliche Haltungen wider und macht so die große physische und psychische Belastung dieser weit verbreiteten Erkrankung erfahrbar. Lancits Diabeteserkrankung konfrontiert ihn während der Coronapandemie mit der eigenen Verletzlichkeit und Sterblichkeit - und lässt ihn die universelle Dimension des Todes spüren.
Inhalt
Der Dokumentarfilm "Stell dich tot!" fängt die stillen und persönlichen Kämpfe mit Diabetes ein und zeigt, dass es möglich ist, trotz der Allgegenwart des Todes weiterzuleben. Deutlich wird auch die damit verbundene permanente physische und psychische Belastung, die der Filmemacher Matthew Lancit aus eigener Erfahrung kennt und mit Millionen Menschen weltweit teilt.
In Anlehnung an die obsessive Ästhetik David Cronenbergs und den Alltagsrealismus Chantal Akermans zeigt der Dokumentarfilm ein beklemmendes häusliches Umfeld, in dem Routinehandlungen zur Quelle bedrohlicher Gefühle werden. Vor diesem Hintergrund wirken das ständige Verhandeln zwischen Gesundheit und Krankheit und die spürbare Verletzlichkeit des Menschen fast schon alltäglich.
Im Grenzland der Genres und visuellen Stile wird der Dokumentarfilm auch zu einer Metapher der Angst, die das Leben mit einer chronischen Krankheit prägt. Lebenswille, Brüche und unmittelbare Nähe des Todes zeichnen das berührende, zuweilen sarkastische Bild einer verborgenen Realität.
Die einfühlsamen Schilderungen des Erzählers Matthew Lancit, persönliche Bekenntnisse und die beeindruckende Darstellung von Leid und Resilienz regen zum Nachdenken und zum Austausch über eine Krankheit an, die rund zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung betrifft. Über die Erfahrung eines einzelnen Menschen hinaus setzt sich der Film mit der kollektiven Existenz in einer unsicheren Welt, mit Herausforderungen, Fragilität und Liebe auseinander.
Sendungsinfos
Regie: Matthew Lancit
Untertitel, Stereo