1874: Geburtsstunde des Impressionismus (Wh.)
MALEREI, F 2023
Mit offenen Karten
INFOMAGAZIN, F 2025
ARTE
Sa 18.04.
Doku
ARTE Reportage
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Brasilien / Irak
- D, F 2026
- 52'
Reportagereihe
(1) Brasilien: Mütter gegen Polizeigewalt
In ganz Brasilien sterben jedes Jahr 6.000 Menschen bei Polizeieinsätzen, meistens trifft es junge schwarze Männer aus den Armenvierteln. Kriminelle Banden kontrollieren fast ein Drittel der Stadt Rio de Janeiro. Die Polizei patrouilliert dort nur in militärischer Formation, dabei sterben in Rio de Janeiro jährlich zwischen 700 und 900 Menschen.
(2) Irak: Kehren Christen heim nach Mossul?
Nach Jahren des Schweigens läuten in Mossul nun auch wieder die Kirchenglocken. Zehn Jahre nach dem Fall des Islamischen Staats erhebt sich die Stadt der Minarette wieder aus ihren Trümmern. Die Kirchen Al-Tahira und Mar Toma, Ikonen des orientalischen Christentums, die der IS zerstört hatte, wurden restauriert und gerade wiedereröffnet.
Themen
Brasilien: Mütter gegen Polizeigewalt: Hunderte Mütter fordern in Brasilien Gerechtigkeit für ihre Kinder, die Opfer von Polizeigewalt wurden. Die Todesfälle werden fast immer mit der notwendigen Selbstverteidigung der Einsatzkräfte begründet, gleichzeitig prangern NGOs eine exzessive Gewaltanwendung der Polizei an und werfen ihr sogar Hinrichtungen auf offener Straße vor. Brasilien wurde dafür mehrfach vom Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt. Am 6. Mai 2021 wurden bei einem Einsatz in Jacarezinho 27 Menschen getötet, das war für viele ein großer Schock. Mütter, Anwälte und Aktivisten gründeten daraufhin die NGO RAAVE, um die Opfer der Polizeigewalt zu begleiten. Fatima Pinho, die Gründerin des Netzwerks, setzt sich dafür ein, gegen die augenscheinliche Straflosigkeit der Täter in Uniform vorzugehen, denn in neun von zehn angezeigten Fällen werden die Verfahren gegen Polizisten eingestellt.
Irak: Kehren Christen heim nach Mossul?: In Mossul läuten für die verbliebenen Christen wieder Kirchenglocken. Viele sind es nicht, die zum Gottesdienst erscheinen: Vor 2003 lebten in Mossul fast 50.000 Christen, 2026 sind es nur noch gut 30 Familien. Alle anderen flohen vor dem Terror des IS nach Irakisch-Kurdistan oder in den Westen. ARTE-Reporter sprachen mit den Christen, die in Mossul blieben, und mit denen im Exil in der nahe gelegenen autonomen Region Kurdistan. Viele stellen sich dieselben Fragen: Kündigen die wiederaufgebauten Kirchen die Rückkehr der christlichen Gemeinden in Mossul an? Oder sind sie nur eine Art museales Symbol der Vergangenheit, ein Zeichen des endgültigen Abschieds der Christen von ihrer Stadt?
Sendungsinfos
Stereo